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Comic-Besprechung - Die Kunst des Krieges 1: Ciudalia

Geschichten:
Die Kunst des Krieges 1: Ciudalia
Autor: Jean-Philippe Jaworski, Frédéric Genet, Zeichner / Colorist: Frédéric Genet

Story:
Benvenuto ist nicht gerade ein sympathischer Mann. Seine Zeit als Soldat lehrte ihn, dass er gut im töten ist und so fristet er derzeit ein Leben als Auftragsmörder. Sein neuer Job scheint einfach zu sein, entpuppt sich aber als Falle. Benvenuto sieht sich in eine Intrige verstrickt die auf die höchste Staatsebene zu reichen scheint.

Meinung:
Die Comicreihe Die Kunst des Krieges, von der nun der erste Band erschienen ist, ist kein originäres Werk, sondern basiert auf dem Roman von Jean-Philippe Jaworski. Ob es sich hier um eine Adaption des Buches in Comicform handelt oder ob der Zeichner und Szenarist sich nur in dem Szenario und der erfundenen Welt von Jaworski tummelt und in dem vorhandenen Kosmos eine eigenständige Geschichte erzählt, kann hier nicht beurteilt werden. Das bleibt Kennern des Buches vorbehalten.

Ob also Frédéric Genet hier nur mit den Elementen spielt muss offen bleiben, jedenfalls braucht das geneigte Publikum kein Vorwissen, um der Geschichte zu folgen. So einige  dürften durch das gute Cover gelockt werden, aber sie werden direkt verwirrt sein. Denn die Struktur dieser Alternativwelt erschließt sich einem nur nach und nach. Dabei ist die Grundstory recht simpel und sattsam  bekannt: ein Auftragsmörder gerät bei einem scheinbar einfachen Job in eine Falle und wird nun gejagt. Bei der Suche nach den Hintermännern deckt er eine Verschwörung auf. Das hat man schon tausendmal gelesen und gesehen. Es verspricht aufregende Action wenn der Killer gleichzeitig auf Rache und Rettung sinnt. Nichts Besonderes also. Dazu passt auch der Titel der Serie welche den Krieg und seine Strategien in den Mittelpunkt stellt. Wobei das strategische Vorgehen eher in dem Finalteil eine Rolle spielt, sich aber rein im Dialog abspielt, weswegen man es schon als eine Art Anti-Klimax lesen kann. Dabei muss man die Fortsetzung nicht zwangsläufig lesen, denn der erste Storybogen ist hier schon abgeschlossen, so dass man nicht einmal von dem Ende des ersten Aktes sprechen kann, der nicht zwangsläufig ein actionreiches Finale benötigt. Hier versandet aber das Ende deutlich.

Das Setting ist dabei noch das interessanteste. Die Welt, die Stadt, die Kleidung und das Dekor ist eindeutig von der Renaissance beeinflusst. Man fragt sich warum man nicht gleich die Geschichte dort angesiedelt hat, denn die Fantasyeinflüsse sind kaum vorhanden. Gut, es tritt ein Magier auf, aber das ist das bislang einzige aus dem Genre was hier verwendet wird. Die Namen der Städte und Völker sind austauschbar und die Strukturen sind zu wenig erklärt als dass man sie erfinden müsste. Erschwerend kommt der unsympathische (Anti-)Held dazu. Das alles hält einen auf Distanz und obwohl man das Setting der Renaissance kennen mag, so verwirren eher die Abweichungen als das sie Vertrautheit schaffen würden.

So ganz kann der Band also nicht überzeugen, obwohl die Zeichnungen sehr ansprechend sind und vor allem im Dekor, dem Setting und der Detailfreudigkeit überzeugen. Auch ist die Kolorierung hervorzuheben, da hier die Lichteffekte sehr gut funktionieren. Dynamisch sind die Zeichnungen auch abseits von den Actionszenen da in den Dialogen permanente Perspektivwechsel stattfinden und auch mal von Totalen in Nahaufnahmen gewechselt werden. Allerdings sind die Rückblenden manchmal etwas verwirrend und nicht sonderlich geschickt platziert. Insgesamt ist es eine nette Lektüre für zwischendurch, man muss den Band aber nicht gelesen haben.


Fazit:
Insgesamt bietet diese Romanadaption wenig Neues so dass man es nicht zwangsläufig lesen muss. Die Zeichnungen sind gelungen, wiegen aber nicht die einfallslose Dramaturgie auf.


Die Kunst des Krieges 1: Ciudalia - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Kunst des Krieges 1: Ciudalia

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3962193022

ISBN 13:
978-3962193027

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Farbgebung
Negativ aufgefallen
  • Story sattsam bekannt
  • inhaltlich nichts Neues
  • keine Identifizierungsmöglichkeiten
  • Anti-Klimax
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Rezension vom: 02.10.2019
Kategorie: Alben
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