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Comic-Besprechung - Pax Animae – Der Meister und der Mangaka

Geschichten:
Autor und Zeichner des Mangateils: Sascha Schätzchen

Story:
In einem gemeinsamen Buch- und Ausstellungsprojekt stellen Egmont Manga & Anime und das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud dem anonymen Meister der spätgotischen Ursulalegende einen modernen Meister der Mangakunst gegenüber: Sascha Schätzchen. In dem Buch PAX ANIMAE und der Ausstellung Der Meister und der Mangaka treffen die alten, hölzernen Tafelbilder auf fünfzehn Mangaseiten mit einer ganz eigenen Version der Ursula-Legende. Die heilige Ursula kehrt vor der Kulisse der Domstadt als zutiefst über die Vermarktung ihres Martyriums verstörte, mordende Heldin zurück und versucht ihren Seelenfrieden (PAX ANIMAE) wieder zu finden.

Meinung:
Es ist noch gar nicht so lange her, da konnte man von Seiten der Kirche – und nicht nur der Kirche – sehr negative Worte in Bezug auf Comics vernehmen. Selbst Micky Maus und Co. waren ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Das ist – wenn man einmal die Geschichte der Kunst in Kirchen näher betrachtet – eigentlich der blanke Hohn gewesen. Denn gerade die Kirche hatte in Zeiten, als viele Menschen noch nicht lesen konnten, ihre Geschichten in Bilderfolgen präsentiert, die frappierend Comicgeschichten ähnelten. Und auch Museen, die vielleicht anfangs ihr Revier gefährdet sahen, konnten nicht umher festzustellen, dass ein Kurator und ein Comicautor gar nicht so weit voneinander entfernt sind, stellen doch die Bildfolgen in einem Museum zusammen mit den Bildbeschreibungen eine Art Comic der dort dargestellten Zeit bzw. Kunstart dar.

So erklärt sich also auch die Herkunft dieses Buches, das exklusiv im Museumsshop des Wallraf-Richartz-Museum oder unter www.manganet.de erhältlich ist und bei einer streng limitierten Auflage von 300 Stück stolze 19,90 € kostet. Doch dieses Geld lohnt sich. Zum Einen, weil der interessierte Mangaleser endlich einmal seinen Eltern oder Anverwandten, die ob des Hobbys den Kopf schütteln, ein paar harte Fakten vorlegen kann. Zum Anderen alleine schon aufgrund der Aufmachung, die sehr gelungen ist und ein Flipcover, sowie ausführliche redaktionelle Beilagen enthält.

Pax Animae ist eine gelungene Gegenüberstellung zweier Kunstformen, die doch viele Gemeinsamkeiten haben. Aufstieg und Fall einer Heiligen werden beschrieben, der Leser kann und muss zwei Leserichtungen wählen und zunächst einmal die mittelalterliche Darstellung anschauen und verstehen, die ja ohne Text auskommt. So kann man sich in die damalige Zeit zurückversetzen und ein wenig Einblick darin gewinnen, wie die Menschen damals gelebt haben müssen. Danach kommt die Manga-Geschichte dran, die natürlich auch mit Text daher kommt. Aber man kann sie auch ohne diesen lesen und verstehen und das macht das Ganze zu etwas Besonderem. Pax Animae ist ein besonderes Erlebnis.

Fazit:
Pax Animae ist die gelungene Melange zwischen Kunst aus dem Mittelalter und Mangakunst der Neuzeit mit sehr interessanten erklärenden Texten. Wer immer noch nach einer Ausrede für das Lesen von Mangas sucht, sollte sich dieses Buch zu- und den Zweiflern vorlegen.

Pax Animae – Der Meister und der Mangaka - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Pax Animae – Der Meister und der Mangaka

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 19,90

Positiv aufgefallen
  • Interessante Melange zweier Kunstformen
  • Sehr schön aufgemacht
  • Den Preis absolut wert
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 29.04.2007
Kategorie: One Shots
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