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Comic-Besprechung - Träume von Glück

Geschichten:
Inu wo Kau
Autor und Zeichner: Jiro Taniguchi

Story:
Das junge Paar lebt auf dem Land, um sich ein schöneres Leben außerhalb der Großstadt zu ermöglichen. Und da sie keine Kinder haben, haben die Beiden sich einen Hund zugelegt. Der ist inzwischen 14 Jahre alt und er wird immer hinfälliger. Schließlich stirbt er unter großem Leid. Das Paar kann den Verlust gar nicht erst fassen. Doch mit der Zeit arrangieren sie sich und nehmen sogar eine Katze bei sich auf. Und durch die Katze verändert sich ihr Leben schneller, als sie es sich gedacht haben…

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Abseits jeglicher Konventionen für die „normalen“ Geschichten ist Taniguchi möglicherweise der bedeutendste Comickünstler seiner Zeit, der mit seinen Geschichten selbst Legenden wie Will Eisner oder Art Spiegelman in den Schatten zu stellen in der Lage ist. Dies stellt er mit dem vorliegenden Band erneut eindrucksvoll unter Beweis. Kein anderer Comickünstler vermag es mit seinen Geschichten und Zeichnungen derart tiefe Gefühle in seinen Lesern zu wecken.

Wer Tierliebhaber ist, wer vielleicht selber schon ein Haustier verloren hat, der wird die erste Geschichte in diesem Band mit viel Schmerz miterleben. Angesichts der Leiden des Hundes stellt sich irgendwann die Frage, warum man ihn hat so leiden, wieso man ihn nicht hat einschläfern lassen. Ist ein Tod wie dieser nicht schon grausam zu nennen? Man kann hier sicher eine lange Diskussion beginnen. Doch was hier an dieser Stelle zählt, ist Taniguchis Erzählung. Und die ist so herzzerreißend, dass jedem halbwegs gefühlvollen Menschen die Tränen kommen müssen. Man ist sich dabei gezwungen zu erinnern, dass dies doch „nur“ ein Comic ist, keine wahre Geschichte, kein Film, keine Dokumentation. Dies ist doch nur Fantasie. Aber eine Fantasie, die auf einzigartige Weise zum Leben erweckt wurde. An dieser Stelle wird ein Niveau erreicht, das Taniguchi selbst nicht mehr zu Übertrumpfen in der Lage ist. Der Rest des Bandes ist zwangsweise eine Stufe darunter anzusiedeln, obwohl hier auf einem sehr, sehr hohen Niveau gemeckert werden muss.

Fast schon schade ist, dass nicht der ganze Band sich um die beiden Hauptdarsteller dreht und der Leser so nicht erfahren kann, wie es mit ihnen weitergeht. Die Geschichte endet etwas abrupt. Die zweite Geschichte ist aber nicht minder interessant und einmal mehr wird hier die Leidenschaft Taniguchis offenbar. Er ist ein Fan der Berge, was sich auch in der Miniserie „Gipfel der Götter“ niederschlägt, die derzeit von Schreiber und Leser veröffentlicht wird. Hier wird noch einmal ganz kompakt klar gemacht, wo die Faszination des Bergsteigens liegt. Die ideale Ergänzung für alle Fans von „Gipfel der Götter“.

Zeichnerisch ist Taniguchi sowieso über alle Zweifel erhaben. Seine ruhigen Bilder, die unaufgeregt die Geschichten kongenial unterstützen, sind wie immer auch für Europäer problemlos zu lesen.

Fazit:
„Träume vom Glück“ ist wieder einmal ein typischer Taniguchi. Emotional, unglaublich gut erzählt und wundervoll illustriert ist Taniguchi weltweit wegweisend, wie kaum ein Künstler vor ihm.

Träume von Glück - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Träume von Glück

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 14,00

ISBN 13:
978-3-551-77659-4

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tolle Geschichten
  • Wundervoll gezeichnet
  • Taniguchi ist wegweisend
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
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Rezension vom: 02.09.2008
Kategorie: Jiro Taniguchi
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