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Comic-Besprechung - Warrior Cats 1

Geschichten:
Der verlorene Krieger
Autor: Dan Jolley (nach einer Idee von Erin Hunter), Zeichner: James L. Barry

Story:
Menschen zerstören den Lebensraum des DonnerClans, fangen die Mitglieder des Clans ein und bringen sie weg. Graustreif möchte seine Clansbrüder -und schwestern befreien, was gelingt. Graustreif selbst wird aber im Monster der Menschen eingeschlossen und weggebracht. Sein neues Zuhause ist ein Menschenheim und er muss sich eingewöhnen und bekommt keine Möglichkeit, in seine Heimat und zum DonnerClan zurückzukehren. Streifzüge durch das neue Revier lassen ihn Bekanntschaft machen mit einer ihm unbekannten Welt, in der Hunde und ihm nicht freundlich gesinnte Brüder das Leben schwer machen und er auch von den Monstern der Menschen, die sich auf breiten schwarzen unendlich scheinenden Wegen mit weißen Streifen in der Mitte schnell vorwärts bewegen. Schließlich lernt er Millie, eine freundliche Schwester, kennen und sein Entschluss reift, den DonnerClan zu suchen. Er wünscht sich, dass Millie ihn begleitet, doch sie zögert, sich von ihrem Heim und ihren Menschen zu trennen.


Meinung:
"Warrior Cats" ist ein Comic zur gleichnamigen Romanreihe, geschrieben von Erin Hunter. Dahinter verbirgt sich ein Autorenkollektiv aus drei Frauen, von denen zwei ihren Alltag auch mit Samtpfoten teilen. Dan Jolley schrieb ein Skript nach einer Idee der Autorinnen, das James L. Barry grafisch umgesetzt hat. Im Mittelpunkt der Romane steht der DonnerClan und die Abenteuer mehrerer samtpfotiger Mitglieder dieser schnurrigen Horde.
Rund einhundert Seiten braucht der Zeichner in diesem ersten Band für den Einstieg in die Story und Katzenfreunde werden sicher Spaß haben an der Geschichte. Das darf aber nicht darüber hinwegsehen lassen, das hier doch viele Klischees versammelt sind, wie man sie in Erzählungen um Katzen erwarten kann. Da werden Katzen eingefangen und zu den Menschen gebracht, die sie natürlich nicht verstehen. Unfreundliche Hunde, große und kleine Monster (Autos und Rasenmäher) sind zum einen natürlich Realität für die schnurrigen Samtpfoten, sind andererseits aber auch gerne genutztes Motiv für solche Geschichten. Was auch auffällt: Es menschelt doch zu sehr unter'm Katzenfell, wenn Graustreif über sein Leben bei den Menschen nachdenkt und auch ein wenig in den Gesprächen zwischen ihm und Millie. Das nimmt der Geschichte den Reiz der uns kätzisch-fremden Wesensart - bei "Felidae" hat Akif Pirinçci die Katzen viel menschenferner und glaubwürdiger angelegt. Barry bricht nur bei Kämpfen mit anderen Fellträgern aus diesem Verhalten aus und lässt das wilde, animalische in den Katzen aufblitzen. Dies gelingt ihm auch ansprechend, wie auch die anatomischen Details bei den Samtpfoten stimmig erscheinen. Die Dosenöffner hingegen bleiben Statisten, haben höchstens ansatzweise ein Profil. Die Backgrounds, oft aus Katzenaugensicht, sind dagegen detailliert und aufwendig gestaltet.
Mangatypische Elemente lässt Zeichner James L. Barry vollkommen vermissen und daher ist die Veröffentlichung von "Warrior Cats" im Manga-Segment nicht wirklich passend. Auch die Manga-Begeisterung der Autorin Erin Hunter im Grußwort wirkt schon wie eine Gefälligkeit, nur um den Comic mit einem Manga-Label versehen zu können, denn damit lässt sich eine Story viel leichter verkaufen. "Warrior Cats" ist aber ein Comic, der sich künstlerisch eher beim US-Comicstyle einordnen lässt.


Fazit:
Eingefangene Katzen; Dosenöffner, die Katzen nicht verstehen; unfreundliche Hunde - Jolleys Skript nach Hunters Romanideen bietet genau die Klischees, die man bei einer solchen Story erwartet und sie nicht wirklich interessant machen. Auch menschelt es doch sehr unter'm Katzenfell, was der Geschichte auch nicht gut tut. Da kann Barry mit seinem Artwork eher überzeugen, der die Katzen auch in Kämpfen anatomisch stimmig darstellt und auch viele Backgrounds bietet. Ein Manga ist es aber nicht, was er hier zeichnet, sondern eher US-Comicstyle. Für Katzenfans dürfte die Geschichte reizvoll sein, aber auch denen dürfte der Preis für nur 116 Seiten die Kaufentscheidung nicht leicht machen.


Warrior Cats 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Warrior Cats 1

Autor der Besprechung:
Kuno Liesegang

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 5,00 (D) / 5,20 (A) / 9,50 sFr

ISBN 13:
978-3-86719-475-4

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • detaillierte Backgrounds
  • Katzen anatomisch glaubwürdig gezeichnet
Negativ aufgefallen
  • hoher Preis für nur 100 Seiten Comic
  • viele Katzen-Klischees ...
  • ... und es menschelt doch sehr unter'm Katzenfell.
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.33
(3 Stimmen)
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Rezension vom: 13.11.2008
Kategorie: Warrior Cats
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