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BerndKritik ist ein hohes Gut

Kritik anzunehmen, hinzunehmen und vor allem sich hin zu einem positiven Ergebnis verleiten zu lassen, ist schwierig. Manchmal ist es Schmähkritik, die auf einen zukommt. Oder aber es werden Wahrheiten verdreht.
Dann ist es sicher berechtigt, wenn man sich zur Wehr setzt, dass man auch darum bemüht ist, dass diese Art der Kritik entfernt wird. Denn manches kann auch geschäftsschädigend sein.

Die Frage stellt sich aber, was mit berechtigter Kritik passieren sollte. Nun, ich gebe zu, wenn man davon betroffen ist, ist es auch nicht ganz einfach, zwischen berechtigter und unberechtigter Kritik zu unterscheiden. Emotionen kochen hoch. Und allzu oft kommt der Impuls hoch, etwas zu entfernen, was umso einfacher ist, wenn die Kritik auf sozialen Medien auf einen zubrandet. Aber genau diesen Impuls sollte jeder unterdrücken, der auch nur einen Hauch von Öffentlichkeitsarbeit versteht. Denn da gibt es den sehr interessanten Streisand- Effekt. Barbra Streisand wollte Luftaufnahmen ihres Anwesens unterdrücken.
Schnell waren die Bilder hundertfach kopiert worden, und Streisand schwamm gegen eine Welle an, die viel zu hoch war und sie schlussendlich überrollte.

Anfang Dezember ging es auf mindestens einer Site gegen die Veranstalter der ComicCon in Dortmund. Dabei ging es augenscheinlich um Kleinigkeiten: Eine nicht ganz ausgegorene Beschilderung hier, ein paar Organisationsfehler da. Ja, es ist für Besucher ärgerlich, wenn etwas schief geht. Auf der anderen Seite steht ein Team, das sich erst finden muss, das Erfahrungen sammeln muss. Wenn eine Veranstaltung zum ersten Mal durchgeführt und geplant wird, kann einfach nicht alles perfekt funktionieren. Es wäre sogar ein Wunder, wenn alles klappen würde.
Alleine, wenn man bedenkt, dass selbst bei Veranstaltungen wie zum Beispiel der Frankfurter Buchmesse oder dem Comic-Salon in Erlangen immer noch Fehler passieren. Angeblich soll es im Fall der ComicCon zu Löschungen von negativen Beiträgen auf Facebook gekommen sein. So hatte es jedenfalls die Site Crossover Unlimited berichtet. Die ComicCon verneinte dies auf Nachfrage. Aber einige Kommentare auf Crossover Unlimited bestätigen das Vorgehen.

Sehr schwierig finde ich den Fall der Enzyklopädie der Piccolo-Hefte. Ganz sicher kann man da den Autor für einiges kritisieren. Dessen Außendarstellung ist bestenfalls kritikwürdig. Die Art und Weise, wie er auf Kritiker „eingeht“, ist eine pure Katastrophe. Zu Recht wird er dafür angegangen. Aber auch wenn er kritisiert werden muss, dann muss diese Kritik auch immer auf einem professionellen Niveau bleiben. Und das ist die andere Seite der Medaille. In dem Moment, in dem die Kritiker dieses Niveau verlassen und private Befindlichkeiten hereinbringen, geht es auch schon zu weit. Es darf nie zur Schmähkritik werden und schon gar nicht zu einem Hexenkessel. In dem Moment diskreditieren sich die Kritiker selbst und haben am Ende nichts gewonnen. Denn ihre berechtigte Kritik verpufft zwischen den falschen Anschuldigungen.

Habt Ihr etwas zu kritisieren an meiner Einlassung? Dann immer her mit den Mails an die bernd.glasstetter@splashcomics.de
Euer Bernd
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Special vom: 21.01.2016
Autor dieses Specials: Bernd Glasstetter
Die weiteren Unterseiten dieses Specials:
Editorial von Georg F.W. Tempel
Interview mit Marco Checchetto
Das Mosaik-ZACK
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