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Interview mit Klaus D. Schleiter
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Hallo Klaus. 500 Mosaik-Hefte! Ihr feiert jedes Jubiläum mindestens mit einem besonderen Cover. Dieser Meilenstein ist doch aber schon etwas Besonderes. Was habt Ihr Euch hierfür ausgedacht?

Klaus: Die Titelseite der 500sten MOSAIK-Ausgabe feiert natürlich den für uns alle großen Meilenstein Nr 500. Lametta ist Pflicht auf so einem Titel : ) Was jedoch noch nicht so oft bei Zeitschriften vorkommt, dass jede Ausgabe ein Unikat ist. Die gesamte Druckauflage wird nummeriert; angefangen bei 000.001 bis so etwa 120.000. Die Leserinnen und Leser können mit dieser Nummer etwas gewinnen: Die drei ersten Gewinner werden Comic-Helden im MOSAIK.

Aber es soll nicht nur beim Titel bleiben. Im MOSAIK liegt eine 16 seitige Beilage über 500 Fakten zu MOSAIK und den Abrafaxen.

MOSAIK_Kollektiv_500


Und wie feiert Ihr dieses Jubiläum im Verlag?

Darüber haben wir noch nicht nachgedacht. Wichtig war erst einmal das Heft.
LutherMOSAIK_logo
Die Abrafaxe sind seit knapp 1,5 Jahren nun in Mitteldeutschland mit Martin Luther unterwegs. Wurden Eure Erwartungen hinsichtlich Anschluss des Comics an das Luther-Jahr bereits erfüllt?

Die Recherchearbeiten zu dieser „Reformations-Serie“ hatten bereits 2 Jahre vor dem Verkaufsstart der ersten MOSAIK-Ausgabe dieser Serie begonnen. Durch die enge und intensive Zusammenarbeit mit der staatlichen Geschäftsstelle Luther 2017 haben wir Zugang zu interessanten Archiven und Kontakt zu Wissenschaftlern und Historikern. Diese Redaktionsarbeit hat sich gelohnt: Über 35% Mehrverkäufe am Kiosk brachte diese Serie Heft für Heft.

Das Aufgreifen dieses historischen Stoffes ist naheliegend, dennoch wurde das Thema von außen an Euch herangetragen. Wie sieht bei Euch die Entwicklung neuer Serien aus und woran erkennt Ihr bzw, wann schätzt Ihr ab, ob eine Idee genug Potential für 24 Hefte hat?

Dieses Reformationsthema wurde nicht von aussen an uns herangetragen. In unseren wöchentlichen Redaktionssitzungen wurde das eine und andere Mal die Zeit um Martin Luther diskutiert. Als dann tagesgleich zu einer Redaktionssitzung das Kultusministerium angerufen hatte und uns zusicherte uns bei der Recherche zu unterstützen, beschlossen wir die Reformationszeit zu einem MOSAIK-Thema zu machen. Als dann das erste MOSAIK der Reformations-Serie-Serie am Kiosk war, konnten wir nicht einschätzen, wie dieser Stoff bei unseren Leserinnen und Lesern ankommt.

Eine neue Serie zu starten ist und bleibt ein Abrafaxe-Abenteuer. Die Länge der Geschichte wird vom plötzlichen Zeitsprung der Abrafaxe begrenzt. Der Umfang des Buches „Schlag auf Schlag“, wurde auch umfangreicher, als geplant. Es gibt Serien, in denen Hefte in den Plot zusätzlich eingefügt wurden. Die Recherche hatte neue Erkenntnisse ergeben, die wir unbedingt erzählen wollten. Das zeigt, dass sich die Abrafaxe nicht in ein Schema einzwängen lassen.

figuren


Der Verlag setzt seit jeher auf eine große Öffentlichkeitsarbeit. Fußball-, Handball und Schachturniere, Sommercamps, der Tag der offenen Tür im Dezember und verschiedene Wissenschafts-Formate. Bei der Organisation und Durchführung steckt doch sicher jede Menge Arbeit drin, mehr als bei einem Stand auf einer Messe. Dennoch scheint sich dies für Euch auszuzahlen...


MOSAIK, ein Magazin, das als Kernleserschaft Jugendliche hat, hat auch den Anspruch Jugendliche in ihrer Freizeit zu unterstützen. Das hat nichts damit zu tun, ob es sich „auszahlt“. Alle Vereine und Organisationen, die von uns unterstützt werden, sind auf uns zugekommen. Die Trainer, Eltern und die jungen Mitglieder kannten MOSAIK schon vorher und wünschten sich, Abrafaxe-Turniere durchzuführen. Diesen Wunsch haben wir dann erfüllt. Daraus ist eine schon jahrelange Zusammenarbeit geworden.

MOSAIK_500_Wimmelbild_klein


Rund um das Heft habt Ihr schon einige digitale Gadgets entwickelt. Mit der App "Mosaik Magic" habt ihr nach meinem Wissenstand so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal.
Die App "Mosaik Comics", wo es vertonte digitale Comicversionen der Hefte gab, wurde hingegen eingestellt (jedenfalls hab ich im Play Store nichts mehr gefunden). Wie bewertet Ihr rückblickend die E-Comics beim Mosaik? Und ist hier ein Neustart in Planung?


MOSAIK_01_76_CoverNicht alles läuft rund – auch bei MOSAIK nicht. MOSAIK-Comicgeschichten zu vertonen war unsere Idee. Wir hatten jedoch keine Erfahrung in der App-Entwicklung. Deshalb suchten wir einen Partner, der die App programmieren konnte und diese dann auch eigenständig verwalten sollte. Die MOSAIK App, in der auch die vertonten MOSAIK-Hefte angeboten wurden, entwickelte unser erster Partner. Die App funktionierte und wurde regelmäßig an die Betriebssysteme angepasst. Leider wurde dieser Partner von einem großen Buch-Filialunternehmen aufgekauft. Die Folge war, er durfte nicht mehr für uns arbeiten. Ein anderer Partner (App-Programmierer) war an MOSAIK und der bestehenden App interessiert. Wir schlossen einen Lizenzvertrag. Leider musste dieser Nachfolge-Partner seine Firmentüren schließen. Um diese Erfahrungen reicher beschlossen wir die Augmented Reality App „MOSAIK Magic“ alleine zu verwalten. Mit Erfolg. Diese App startete im März 2015 und hat bis heute nach gut zwei Jahren knapp eine Million Downloads.

Lange schon wird von Fans ein Wiederaufleben des Abrafaxe-Comics gewünscht. Die Gründe, warum dies nicht passiert, sind bekannt. Doch dabei fällt auf, dass ihr Comic-Aktivitäten neben der regulären Heftserie stark begrenzt. Warum ist dies so? Mit einer großen Stammleserschaft des MOSAIKs ließen sich doch sicher auch Alben und Nebenserien verkaufen.

Verkaufen ist das eine – davor steht aber das Machen. Unser Anspruch an MOSAIK wird immer grösser. Deshalb arbeitet das Abrafaxe-Team ausschließlich für das monatliche MOSAIK. Wir können im Moment nicht ein kleines Team herauslösen, das dann an anderen Abrafaxe-Geschichten arbeiten könnte. Die Qualität des monatlichen MOSAIK würde darunter leiden.  Und dann wollen wir uns noch Zeit gönnen, um Events, wie Workshops oder die Uraufführung der Abrafaxe-Symphonie, durchführen und begleiten zu können.

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.


Weitere Infos zu den Abrafaxen gibt es hier:

Verlag Mosaik Steinchen für Steinchen

MosaPedia

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Special vom: 25.07.2017
Autor dieses Specials: Christian Recklies
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