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Comic-Besprechung - Wanted

Geschichten:
Wanted
Autor: Mark Millar, Zeichner: J. G. Jones, Farben: Bongotones Paul Mounts, Zeichner der Rückblenden S. 123 – 127: Dick Giordano

Story:
Wesley Gibson hat ein beschissenes Leben. Seine Freundin steigt mit seinem besten Freund in die Kiste, sein Job wird durch eine tyrannische Chefin nachhaltig schlecht gemacht und er hat eigentlich keine richtigen Freunde. Da kommt es ihm gerade gelegen, als eine Fremde Schönheit ihm eröffnet, dass er der Sohn des besten Killers der Welt ist und diesen – nach einem gewaltsamen Tod – ersetzen soll. Noch besser wird es, als er erfährt, dass er dabei Mitglied der Bruderschaft wird, einer geheimen Organisation, die ein Zufluchtsort für alle Superschurken ist. Die hatten vor zwei Jahrzehnten alle Superhelden ermordet und sich zu den geheimen Herrschern der Welt aufgeschwungen. Kaum hat Wesley seine Ausbildung abgeschlossen muss er aber feststellen, dass dieser Friede brüchig geworden ist…

Meinung:
Mark Millar ist in den USA ein Starautor und hat etliche Comicserien geschrieben, die das Superhelden-Genre erweiterten oder sogar neu definierten. Und genau das wird ihm auch bei Wanted nachgesagt. Ohne Zweifel hat er das Genre hier durch frische und neue Ideen neu definiert, denn er zeigt, dass die Superhelden durchaus auch sterblich sein können. Ein Umstand, der besonders bei DC und Marvel eher für einen schlechten Witz gut ist. Denn deren Superhelden sterben zwar auch gerne mal, aber sie kehren mit ebensolcher Regelmäßigkeit auch wieder zurück. Dies hat sich dort zumindest zu einem Running Gag entwickelt, über den kaum noch jemand lachen kann. Und da tut es gut eine ganz andere Perspektive zu lesen.

Davon einmal abgesehen ist Wanted in erster Linie pure Action gepaart mit coolen Dialogen. Die Charakterentwicklung bleibt dabei leider Gottes etwas auf der Strecke. Das ist eine der Kritikpunkte, der durchaus davon abhalten kann sein Werk als mehr zu sehen, als ein wirklich gut gemachter Popcorn-Comic. Ist die Charakterentwicklung nun aber überhaupt so wichtig? Das muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Objektiv beurteilen kann man aber den Abschluss der Geschichte. Während Millar sich alle Mühe gibt ein interessantes Szenario zu entwickeln, so kommt er zu einem überraschenden Ende. Einem Ende, das aber die Schnelligkeit der ersten fünf Kapitel vermissen lässt. Fast scheint es, als wäre zum Schluss hin die Luft raus gewesen. Zu schnell wird die Bedrohung erledigt, die sich in Kapitel 5 zusammenbraut, zu einfach ist die Auflösung. Millar bleibt letztendlich einige Fragen schuldig und das ist der Grund, warum Wanted letztendlich keine überragende Empfehlung Bewertung bekommen kann. Das Ende enttäuscht letztendlich. Schade, da hätte man sich etwas Anderes ausdenken können, nein müssen. Dass ein Comic wie Wanted im Prinzip mit einem Happy End zu Ende geht, kann es doch letztendlich nicht sein.

Auf der positiven Seite stehen in jedem Fall die Zeichnungen. J.G. Jones hat sich alle Mühe gegeben ein sehr klar und realistisch gezeichneten Comic vorzulegen, der durch seine cinematographischen Einfälle ins Auge sticht. Hier passt alles perfekt zusammen, inklusive so manch kleiner Hommage an die „normalen“ Superhelden-Comics. Da ist zum Beispiel einmal Superman als gebrochener Mann zu sehen. Das ist schon sehr große Klasse und reißt einiges beim mauen Finale heraus.

Die Bearbeitung durch Panini ist sehr gut. Neben Portraits zu den einzelnen Figuren werden alle Cover und Cover-Varianten gezeigt. Dazu gibt es sehr schöne PinUps und einige Anmerkungen zur Entstehung von einzelnen Szenen. Das ist sehr nett. Nur sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Seitenzahl durch diese Specials stark gestiegen ist und nicht 196 Seiten Comic erwarten kann. Ob es positiv ist, dass der Comic bei Paninicomics rausgekommen ist, ist eine andere Frage. Er sollte ursprünglich bei Paperwerk Infinity heraus kommen. Die starke Konzentration von US-Comics bei einem Verlag ist durchaus kritisch zu betrachten.

Fazit:
Wanted wird gerne als Paradebeispiel für Mark Millars Wirken dargestellt. Aber das Ende ist eben nicht so, wie man es hätte machen können. Dennoch: Der Comic bleibt durch seine frischen Ideen lesenswert.

Wanted - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wanted

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
978-3-86607-887-1

196 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Tolle Zeichnungen
  • Interessantes Setting
  • Interessante Charaktere
Negativ aufgefallen
  • Charakterentwicklung kommt sehr kurz
  • Das Ende ist ... eigenartig und passt nicht richtig
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 21.09.2009
Kategorie: One Shots
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