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Comic-Besprechung - Yoko Tsuno 5: Unter der Sonne Chinas

Geschichten:
Yoko Tsuno – L’intégrale 5: Sous le ciel de Chine
Autor und Zeichner: Roger Leloup

Story:
Yoko Tsuno wird auf ihrer Fahrt nach Hongkong von einem drachenähnlichen Wesen angegriffen. Kurz darauf taucht sogar noch ein zweiter Drache auf und Yoko kann ein kleines Mädchen, die sich Morgentau nennt, davor retten entführt zu werden. Das alles scheint in Zusammenhang mit einem Filmprojekt zu stehen und Yoko versucht hinter die Geheimnisse zu kommen. Nur, dass die Geheimnisse ihr durchaus das Leben kosten könnten...

Yoko ist mit Morgentau in einem Flugzeug über China unterwegs. Bei der Landung versuchen sie zwei Männer zu überfallen, die offensichtlich an einer Puppe interessiert sind, die Morgentau im Flugzeug geschenkt bekommen hat. Nach und nach führen die Spuren ins alte China und zur dritten kaiserlichen Gemahlin Sin-Yi. Yoko bittet Monya mit der Zeitmaschine zu kommen. Doch was wird sie im alten China erwarten?

Sin-Yi trauert ihrer alten Amme nach und überredet Monya und Yoko dazu noch einmal ins alte China zu reisen, um die Amme mit in die Zukunft zu nehmen. Dort angekommen ist die Amme aber auf dem Weg zu einer Pagode, in dem ein Drache ruhen soll. Schnell wird Yoko klar, dass sie zu dieser Pagode der Nebel reisen und das Geheimnis des Drachen aufklären müssen...

Meinung:
Dass Yoko Tsuno chinesische Ursprünge hat, war bisher in den Bänden, die bei Carlsen erschienen sind, noch nicht thematisiert worden. Dafür bekommt man in dem vorliegenden Band gleich drei Geschichten serviert, die China zum Thema haben. Leloup selbst war von China schon immer fasziniert, was auch in dem Zusatzmaterial Erwähnung findet, das wie bei allen Yoko Tsuno-Bänden sehr umfangreich ausfällt. Leloup hatte sich Hongkong als Ausgangspunkt für seine erste Geschichte ausgesucht und auch das kam nicht von ungefähr. Hongkong, die frühere englische Kolonie, war schon immer der einfachste Weg, um in das verschlossene China zu fahren. Hier dauerte es vergleichsweise kurze Zeit, um ein gültiges Visum zu bekommen und Hongkong selbst konnte ohne Visum angereist werden.

Es ist seine Liebe zu China, die in diesem Sammelband sehr deutlich wird. Dass dabei Drachen in gleich zwei Geschichten die Hauptrolle spielen, dürfte sicher kein Zufall sein. Schließlich sind diese in China glücksbringende Wesen und es lassen sich generell interessante Geschichten erzählen. Nun ist die erste Geschichte in diesem Band durchaus noch in der Realität verankert, auch wenn mindestens eines dieser Drachenwesen doch schon stark an Godzilla erinnert. Das ist dann auf jeden Fall eine Reminiszenz an die japanischen Wurzeln von Yoko Tsuno. In dieser Geschichte trifft quasi China auf Japan und alles zusammen ergibt eine hochinteressante und spannende Geschichte, die dann auch das Highlight des Bandes ist.

Anders sieht es mit den zwei Zeitreisegeschichten aus. Sicherlich steht dort in gewissem Maße die chinesische Historie im Vordergrund. Aber dass diese durch zwei Zeitreisen in den Vordergrund gebracht werden muss, erscheint ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Was insbesondere auffällt ist die Tatsache, dass Yoko Tsuno durchaus für ein Paradoxon sorgen kann, wenn sie eingreift und Leloup erst zum Schluss hin wirklich die Kurven bekommt. Das ist dann bei der ersten Geschichte durchaus noch sinnvoll gelöst. Die zweite Zeitreisegeschichte wirkt aber sehr hektisch und geht auch entsprechend zu Ende. Ob „Die Pagode der Nebel“ vielleicht sogar die schwächste Geschichte der ganzen Yoko-Tsuno-Serie ist? Gut möglich.

Zeichnerisch gesehen kann man natürlich bei Leloup nichts aussetzen. Wie immer hat er seine Zeichnungen minutiös geplant, hat etliche reale Orte mit eingebunden und ist hier einfach ein Meister seines Fachs. Freunde klassischer frankobelgischer Comickunst kommen hier einfach auf ihre vollen Kosten.

Fazit:
Der bisher schwächste Band der Reihe bei Carlsen lebt vor allem durch die erste Geschichte, die wirklich gut ist. Die beiden Zeitreisegeschichten reißen den Band aber deutlich nach unten. Schade drum.

Yoko Tsuno 5: Unter der Sonne Chinas - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Yoko Tsuno 5: Unter der Sonne Chinas

Autor der Besprechung:
Bernd Glasstetter

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 29,90

ISBN 13:
978-3-551-02382-7

176 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Eine spannende Geschichte
  • Sehr schöne Zeichnungen
  • Schöne Aufarbeitung durch Carlsen
Negativ aufgefallen
  • Eine schwache Geschichten
  • Eine sehr schwache Geschichte
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Rezension vom: 30.11.2009
Kategorie: Yoko Tsuno
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