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Comic-Besprechung - Pet Shop of Horrors 7

Geschichten:
Szene 1 – 6 + Nachwort
Autor: Matsuri Hino, Zeichner: Marsuri Hino, Tuscher: Matsuri Hino

Story:
Das Verbrechen führt den Polizisten Leon Alcott immer wieder nach Chinatown – und in den Pet Shop des mysteriösen Count D. Obwohl Leon nie einen konkreten Hinweis findet, ist er davon überzeugt, dass der Chinese illegale Geschäfte betreibt. Aber nicht immer spielen die beiden miteinander Katz’ und Maus, viel häufiger helfen sie einander in so mancher Lebenslage.

Als bei einer Schießerei Leons langjähriger Partner und ein Freund aus Kindheitstagen, der zum Ganoven wurde, sterben, wünscht er sich sehnlich, das Rad der Zeit zurückdrehen zu können. Würden die beiden noch leben, wenn er den Mitschüler nicht aus den Augen verloren hätte? Oder wenn er nicht Polizist geworden wäre? Manchmal erweist sich auch ein Albtraum heilsam für die Seele.

Ein einflussreicher Politiker wartet auf ein Spenderherz und soll vorübergehend das eines Pavians erhalten. Plötzlich ist das Tier verschwunden. Leon vermutet, dass Count D es entführt haben könnte, um ihm das Leben zu retten. Als Leon seinen Quasi-Freund zur Rede stellen will, steht stattdessen eine junge Chinesin vor ihm, die die Zwillingsschwester des Count sein könnte. Niemand ist verblüffter über ihr Auftauchen als dieser selbst. Es kommt zu zwei Tragödien, die eine fast das Spiegelbild der anderen, aber nichts ist so, wie es auf den ersten Blick hin schien.

Ein junger Mörder flieht in den Pet Shop. Um Leons Bruder Chris und die Tiere zu schützen, folgt Count D den Anweisungen und versteckt den Teenager. Allerdings erwartet den unwillkommenen Gast eine Überraschung, die vieles für ihn verändert.

Ein übergewichtiges Mädchen, das von seinem Schwarm einen Korb bekommen hat, ein alternder Boxer, der sein Gewicht nicht mehr halten kann, und ein attraktives Model, das um jeden Preis an die Spitze will, bekommen von Count D etwas, das ihnen ihren großen Wunsch erfüllen soll. Aber alles hat seinen Preis, und der eine muss teurer zahlen als der andere.

Meinung:
In „Pet Shop of Horrors“ prallen zwei Welten aufeinander: die rationale des Westens, verkörpert durch den Polizisten Leon Alcott und westlich anmutende Erwachsene, und die mystische des Ostens, repräsentiert von Count D, anderen Asiaten und kleinen Kindern. Während die einen für jedes Phänomen nach einer logischen Deutung suchen, nehmen die anderen auch das Unerklärliche als gegeben hin und passen sich einfach an.

Leon begreift oft nicht, was um ihn herum vor sich geht, und er zieht die falschen Schlüsse. Count D, der freilich einige Geheimnisse hütet, kommt dies gelegen, und er beobachtet mal mit leichtem Spott, mal mit etwas Verärgerung Leons Bemühungen, seltsame Fälle aufzuklären oder ihm, dem Count, etwas anzulasten. Würde Leon ‚sehen’ wollen, wüsste er mehr, doch dem steht sein westliches Denken im Wege; anders sein Bruder Chris, der stumm ist, aber mit dem Count und dessen Tieren kommunizieren kann, sogar ihre andere Erscheinungsform sieht.

Was ist nun wirklich wahr? Welche Sichtweise ist die Richtige? – Tatsächlich kommt es auf den Standpunkt und den Glaube an. Matsuri Akino legt sich nicht fest, wechselt stattdessen nach Belieben zwischen nüchternem Alltag und Phantasiewelt hin und her. Der Pet Shop markiert dabei die Schwelle, und wer sie überschreitet, wird etwas erleben, das ihm Gutes bringt, sofern er sich an die Regeln hält, aber schlimme Folgen haben kann, werden die Vereinbarungen gebrochen. Dabei spielen die mysteriösen Tiere des Count, bei denen es sich oft um Fabelwesen handelt, die im Anhang näher erklärt werden, eine große Rolle.

Diese Mischung aus Realismus und Fantasy, westlichen Normen und östlicher Philosophie, gängigen Konflikten und ungewöhnlichen Lösungen hat ihren ganz eigenen Reiz. Vor diesem Hintergrund agieren Leon und der Count, die in ihrem Erscheinungsbild und Charakter ebenfalls voller Kontraste sind. Die Kabbeleien der beiden sorgen für heitere Momente in einer Handlung, die nicht immer mit einem Happy End aufwartet oder trotz glimpflichen Ausgangs einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. Es gibt jedenfalls keine Patentlösungen für irgendetwas, und letztlich ist jeder für sein Streben und seine Taten selber verantwortlich und muss die Konsequenzen akzeptieren.

„Pet Shop of Horrors“ ist eine Serie, die in eine (alb-) traumhafte Welt entführt. Die einzelnen Episoden sind spannend, oft tragisch, selten heiter. Die aufwändigen Illustrationen unterstützen die geheimnisvolle Atmosphäre und machen Lust auf mehr. Der Titel wendet sich an Fantasy- und Mystery-Fans, insbesondere an Leserinnen ab 13 Jahren, die Geschichten mögen, die nicht alltäglich sind.

Fazit:
Hat man Spaß an Titeln wie „Yami no Matsuei“, „God Child“, „La Esperanza“ oder „Death Note“, die alle mehr oder weniger mit Ängsten und dem Mysteriösen spielen, ist man auch bei „Pet Shop of Horrors“ an der richtigen Adresse. Die Serie fasziniert durch fernöstliche und sagenhafte Elemente, die in die vertraute Realität gelungen eingebunden werden. Ansprechende Illustrationen runden ab und erfreuen das Auge.

Pet Shop of Horrors 7 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Pet Shop of Horrors 7

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-86580-387-3

208 Seiten

Positiv aufgefallen
  • ungewöhnliche Storys
  • interessante Charaktere
  • ansprechende Illustrationen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
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Rezension vom: 19.12.2009
Kategorie: Pet Shop of Horrors
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