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Comic-Besprechung - Spiral - Gefährliche Wahrheit 4

Geschichten:
Kap. 15 - 19
Autor: Kyo Shirodaira, Zeichner: Eita Mizuno, Tuscher: Eita Mizuno

Story:
Von jeher stand Ayumu Narumi im Schatten seines älteren Bruders Kiyotaka, einem Kriminalbeamten, der vor zwei Jahren verschwand. Die mysteriösen ‚Blade-Children’, denen er auf der Spur war, sind nun wieder aufgetaucht – an Ayumus Schule. Seit er sich in die Ermittlungen seiner Schwägerin Madoka, einer Kommissarin, eingemischt hat, wird er immer wieder ins Visier genommen und auf grausame Weise getestet.

Bisher gingen die Begegnungen von Ayumu und Hiyono Yuizaki, der Chefredakteurin der Schülerzeitung, mit dem Feind gut aus, obwohl der Junge immer wieder an seinen Fähigkeiten zweifelt. Aus diesem Grund hätte er auch beinahe das letzte morbide Spiel verloren, denn die Skrupellosigkeit der kleinen Rio Takeuchi stellt alles, was er bereits erlebte, in den Schatten. Es ist Hiyono, die die Situation rettet und eine Wiederholung des tödlichen Wettstreits erzwingt.

Dadurch, dass sie sich freiwillig in die Gewalt der Blade-Children begibt, bringt sie Ayumu dazu, alles zu geben, um sie zu retten. So beginnt ein Wettlauf mit der Zeit: Rio will ein belastendes Video in ihren Besitz bringen und den Gegner töten. Ayumu wiederum trägt einen Sprengkörper um den Hals, und er muss Hiyono finden, deren Leben verwirkt ist, sobald das Video in Rios Hände gelangt.

Meinung:
„Spiral“ hat sich vom Krimi im Schüler-Milieu zu einem Mystery-Thriller weiter entwickelt. Der Feind hat ein Gesicht bekommen, aber seine Beweggründe liegen immer noch im Dunkeln. Der Leser wird mit kryptischen Bemerkungen abgespeist, dass sich die Blade-Children für verflucht halten und ihrem Schicksal entkommen wollen. Ayumu könnte ihr Retter sein, wenn er endlich an sich selbst glaubt und sein ganzes Können entfaltet. Obendrein fällt immer wieder Kiyotakas Name; man darf spekulieren, ob er noch am Leben und einer der Drahtzieher ist.

Statt gegen seinen übermächtigen Bruder anzukämpfen und Bereiche zu finden, in denen er besser ist, hat Ayumu sich damit abgefunden, die Nr. 2 zu sein und sich somit selber aufgegeben. Aber was ändert sich, wenn er an Selbstvertrauen gewinnt? Was erhoffen sich die Blade-Children von ihm? Durch ihre Aktionen, darunter mehrere Morde, wirken sie wenig sympathisch. Das Mystery-Element wird durch ihre Pupillen, die sich bei einem Verbrechen zu katzenhaften Schlitzen verengen, und den Fakt, dass jedes der Kinder mit einer Rippe weniger geboren wurde, in die Handlung getragen.

Hiyono, die zunächst lediglich Ayumus Sidekick war und mit Informationen aushelfen durfte, beweist, dass auch sie nicht so harmlos ist, wie es zunächst den Anschein hatte. Wenn Ayumu zu versagen droht, springt sie in die Bresche und weiß zu überraschen. Mehr als er lässt sie sich auf die gefährlichen Spiele des Feindes ein und will den Sieg für ihre Seite, für Ayumu. Triebfeder scheinen Ehrgeiz und einseitige romantische Gefühle zu sein.

Die Story hält allerdings an der Krimi-Schiene fest und lässt keinen Raum für eine Romanze. Action-Szenen gibt es keine; stattdessen setzt Kyo Shirodaira auf Recherche, Vorausplanung und die Kombinationsgabe seiner Protagonisten. Im Prinzip geht es wie z. B. beim Schach immer nur darum, möglichst viele Züge des Gegners vorherzusehen, wirksame Abwehrmaßnahmen zu ergreifen und eigene Angriffe zu inszenieren. Die Handlung bezieht ihre Spannung daraus, dass die Beteiligten falsch kalkulieren und unerwartete Entwicklungen alle Planungen nichtig machen könnten.

So endet der Band mit einem Cliffhanger, der offen lässt, ob Ayumu seine Aufgabe bewältigt und mit dem Leben davon kommt – oder ob die Blade-Children die Sieger und damit vermutlich die wahren Verlierer sind, falls sie Ayumu tatsächlich für etwas brauchen. Dieses Kräftemessen und die vielen Geheimnisse lassen Parallelen zu Serien wie „Loveless“, „Death Note“, „La Esperanza“ und „After School Nightmare“ zu. Wer Vergnügen an diesen Titeln hat, wird auch von „Spiral“ fasziniert sein.

Fazit:
„Spiral“ wendet sich an Leserinnen und Leser, die wenigstens 13 Jahre alt sind und eine Handlung wünschen, die den unsäglichen Klamauk und Krawall hinter sich gelassen hat. Die Serie kommt ohne Action und übertriebenen Humor aus, konzentriert sich stattdessen auf eine schlüssige, atmosphärisch dichte Handlung, die ins Mystery-Krimi-Genre fällt und auch ein reiferes Publikum überzeugen kann. Abgerundet wird mit klaren, ansprechenden Illustrationen aus der Feder Eita Mizunos. Auch wenn wieder mal das Schüler-Milieu strapaziert wird, ist „Spiral“ spannend und dramatisch – und eine empfehlenswerte Lektüre.

Spiral - Gefährliche Wahrheit 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spiral - Gefährliche Wahrheit 4

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 5,95

ISBN 13:
978-3-551-78704-0

190 Seiten

Positiv aufgefallen
  • packender Mystery-Krimi, auch für reifere Leser
  • sympathische Hauptfiguren, die ihre Rollen erfüllen
  • ansprechende Illustrationen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 15.03.2010
Kategorie: Spiral
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