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Comic-Besprechung - Superman Sonderband 35: New Krypton 1

Geschichten:
New Krypton, Teil Eins (Originaltitel: „SUPERMAN: NEW KRYPTON SPECIAL #1: New Krypton, Part One“)
Autoren: Sterling Gates, Geoff Johns, James Robinson, Zeichner: Gary Frank, Renato Guedes, Pete Woods, Inker: Wilson Magalhaes, Jonathan Sibal, Pete Woods, Colorist: Hi-Fi Design

New Krypton, Teil Zwei: Seltsame Aufeinandertreffen und zufällige Begenungen (Originaltitel: „SUPERMAN #681: New Krypton, Part Two: Strange Meetings and Chance Encounters“)
Autor: James Robinson, Zeichner: Renato Guedes, Inker: Wilson Magalhaes, Colorist: David Curiel

New Krypton, Teil Drei: Jenseits von Doomsday (Originaltitel: „ACTION COMICS #871: New Krypton Part Four: Beyond Doomsday“)
Autor: Geoff Johns, Zeichner: Pete Woods, Inker: Pete Woods, Colorist: Brad Anderson

New Krypton, Teil Vier: Die geheimen Ursprünge von Supergirl (Originaltitel: „SUPERGIRL #35: New Krypton, Part Five: The Secret Origin of Supergirl“)
Autor: Sterling Gates, Zeichner: Jamal Igle, Inker: Keith Champagne, Colorist: Nei Ruffino

New Krypton, Teil Fünf: Die schlimmste Nacht seines Lebens (Originaltitel: „ADVENTURE COMICS SPECIAL FEATURING THE GUARDIAN #1: New Krypton, Part Three: The Worst Night of his Life“)
Autor: James Robinson, Zeichner: Pere Perez, Inker: Pere Perez, Colorist: David Baron

New Krypton, Teil Sechs: Invasiver Eingriff (Originaltitel: „SUPERMAN #682: New Krypton, Part Six: Invasive Surgery“)
Autor: James Robinson, Zeichner: Renato Guedes, Inker: Wilson Magalhaes, Colorist: David Curiel



Story:
Die Flaschenstadt Kandor ist wieder zurück und zwar buchstäblich im großen Stil. Im Vorfeld des in diesem Band zusammengefassten ersten Teils der New Krypton-Story hat Superman seinen Erzfeind Brainiac überlebt, aber nicht ohne einen immens hohen Preis dafür zu zahlen. Sein Adoptivvater Jonathan Kent starb nach einem Angriff Brainiacs an einem Herzinfarkt.

Auf der Habenseite sind rund 100.000 Kryptonier aufgetaucht, allesamt Bewohner der einstmals geschrumpften Flaschenstadt Kandor, die Superman aus den Klauen von Brainiac befreien und zu ihrer normalen Größe wiederherstellen konnte. Man stelle sich einmal vor: einhundert Tausend Aliens, die alle Kräfte haben wie unser Mann aus Stahl. Da sind Probleme vorprogrammiert, denn nicht alle Kryptonier haben das Herz eines Samariters wie Superman.

In die New Krypton-Story eingewoben ist auch die Entstehungsgeschichte des neuen Supergirls sowie die Rückkehr von Nightwing und Flamebird und diverse andere kleinere und größere Subplots.

Meinung:
Es war schon länger nichts mehr los bei den Superman-Titeln, oder sagen wir mal  so, es war schon länger nicht wirklich was Besonderes los. Im Vergleich zu Batman war Supie immer schon der Langweiler. Wenn man nicht nur fliegen kann, sondern auch unverwundbar und mit übermenschlichen Kräften und sonstigem Supergedöns ausgestattet ist, dann fiebert der Leser zwangsläufig weniger mit. Nicht immer gelingt ein besonderer Coup wie der Tod Supermans Anfang der 90er Jahre, der als einer der größten Hypes in die Geschichte der US-Comics einging.

Es ist wieder Zeit für ein großes serienübergreifendes Crossover, dachte man sich 2008 bei DC und ließ die zehnteilige New Krypton-Geschichte vom Stapel, die sich durch die beiden Superman-Serien ACTION COMICS und SUPERMAN sowie SUPERGIRL und diverse Oneshots zog.

Inzwischen wurde die Geschichte zwischen zwei Buchdeckel gepresst. Panini bringt sie in Deutschland als Teil der SUPERMAN SONDERBAND-Reihe. Die erste Hälfte von New Krypton liegt vor. Inhaltlich hat man im Vergleich zum US-Original etwas geschoben. Das Jimmy Olsen-Special hat man komplett gestrichen, dafür ein SUPERGIRL-Heft eingebaut. Den im Original dritte Teil hat man in Deutsch zum fünften Teil gemacht.

Inhaltlich eröffnet der Band stark mit einigen komplett sprechblasenlosen Seiten von der Beerdigung von Jonathan Kent. Gary Frank setzt die Szene stilsicher zeichnerisch um. Danach geht es bergab und mitten rein in eine ziemlich dicke Handlungssuppe, die jedoch nicht durch ihren Gehalt, sondern durch ihre unzähligen Subplots so reichhaltig wirkt.

Auch wenn ein roter Faden erkennbar ist: Dies ist keine kohärente Handlung, denn man merkt deutlich, dass hier mindestens drei verschiedene Serien miteinander verwoben wurden. Alle drei haben naturgemäß ihre eigenen Charaktere und Abläufe. Da wirkt manches etwas unvollständig oder setzt viel Vorwissen voraus. Es gibt jede Menge alte Figuren aus der reichen Superman-Geschichte, die einen Gastauftritt haben. Selbst Doomsday, der Superman-Killer aus alten Tagen, wird bemüht. Nichts hinterlässt einen wirklich bleibenden Eindruck, vieles wirkt zu oberflächlich, als dass es beeindrucken könnte.

Und natürlich haben alle drei Originalserien ihre eigenen Autoren- und Zeichnerteams. Zeichnerisch können Leute wie Pete Woods, Jamal Igle oder Renato Guedes jedoch nicht mit Gary Frank konkurrieren. Von Frank sind leider nur neun von insgesamt mehr als 160 Seiten. Der Rest ist nicht schlecht, aber eher durchschnittliche Zeichenkunst, die sich dem Gesamtbild anpasst.

Fazit:
Laut Klappentext ist der Band der perfekte Einstiegspunkt für neue Leser – wenn das mal nicht eine maßlose Übertreibung ist? Im Gegenteil, die neuen Leser sollten einen Notizblock beim Lesen parat halten und sich alle Fragen notieren, die bei der Fülle an blitzlichtartig auftauchenden Charakteren und der sprunghaften Handlung aufkommen. Und dann darf man die Hoffnung auf passende Antworten nicht fahren lassen, die mit Band 2 hoffentlich geliefert werden.

Der große Wurf in Sachen Superman ist mit New Krypton wieder nicht gelungen. Es bleibt eine nette Story, die im Grunde viel Potential hat, welches aber nicht genutzt wird. Die Verteilung der Geschichte durch verschiedene Originalserien führt zu akuter Verzettelung. Für Superman-Leser sicherlich wichtig, ist New Krypton für den durchschnittlichen Superhelden-Fan nichts, mit dem er sich aufhalten müsste.

Superman Sonderband 35: New Krypton 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Superman Sonderband 35: New Krypton 1

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16.95

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gary Franks Zeichnungen
  • Abdruck aller Original- und Variantcover
Negativ aufgefallen
  • die Handlung verzettelt sich extrem
  • die Hauptstory kriecht im Zeitlupentempo
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
4
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 23.03.2010
Kategorie: Superman
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