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Comic-Besprechung - Wolverine 8

Geschichten:
Mein Held US-Dark Wolverine  78-80 (Nov. 2009 – Jan. 2010)
Autor: Daniel Way, Marjorie Liu Zeichner: Stephen Segovia, Paco Diaz Luque Inker: Cam Smith, Jay Leisten, Sandu Florea, Guillermo Ortego Farben: Martegod Gracia,Antonio Fabela Cover: Greg Land

Story:
Im Internet ist ein Video aufgetaucht, in dem sich Wolverine während eines Einsatzes sehr unheldenhaft verhält. Um den dadurch erlittenen Imageverlust zu kompensieren, arrangiert Norman Osborn ein Szenario, in dem sich Wolverine als Held rehabilitieren soll. Er heuert mehrere Verbrecher an, um einen Mutanten aus einem Gerichtssaal zu befreien. Wolverine soll die Flüchtigen „aufspüren“ und lebend zu Strecke bringen während Osborn die Aktion als anonyme Quelle direkt an die Nachrichtensender übermittelt. Bei der Ergreifung der Schurken geht einiges schief und die Verbrecher ahnen, dass Osborn sie reingelegt hat. Sie planen, sich vor laufender Kamera zu ergeben um aus dieser misslichen Lage zu entkommen. Doch diese Aktion ist nicht Bestandteil von Osborns Plan und so greift er zu drastischen Mitteln um Wolverine als Held präsentieren zu können.

Meinung:
Das Duell, das sich Osborn und Wolverine hier liefern, überzeugt auf ganzer Linie. Jeder versucht dem anderen immer einen Schritt voraus zu sein und der Leser genießt fasziniert die immer neue Richtung, die der Autor einschlägt. Immer wenn man meint, das gesamte Ausmaß der Intrigen zu kennen, unternimmt einer der beiden einen Zug, der alles in einem neuen Licht erscheinen lässt. Geheimnisvoll bleiben nur Wolverines Beweggründe sich Osborns Truppe anzuschließen und für seine Organisation tätig zu sein.
Daniel Way hat die Geschichte mit vielen kleinen Details versehen, die die Handlung nicht vorantreiben aber bereits den Grundstein für mögliche Entwicklungen in der Zukunft legen. Diese Details sind häufig nur Andeutungen in einzelnen Bildern, die der unaufmerksame Leser leicht übersieht. Dies hat zur Folge, dass die Handlung bei genauerer Betrachtung eine ungewöhnliche Tiefe aufweist ohne, dass das Tempo darunter leidet. Hier gibt es genau die richtige Mischung zwischen rasanten Actionszenen und gemächlichen Charakterstudien, die dem Leser Zeit zum Luftholen geben.

Die Kampfszenen erinnern an choreographierte Balletttänze und müssen den Vergleich mit ähnlich angelegten Filmen aus Hollywood nicht scheuen. Der für seine aufwendig inszenierten Kampfszenen bekannte Regisseur John Woo hätte seine wahre Freude an den Auseinandersetzungen zwischen Wolverine und den flüchtigen Mutanten. Einige der Bewegungen erwecken sofort Assoziationen mit den Matrix Filmen. So springt z.B.Doolin, eine begabte Feuerwaffenexpertin, von einem Gebäude und landet in der gleichen Pose wie Trinity. Emmy Doolin ist der heimliche Star dieser Geschichte. Als Opfer der widerlichen sexuellen Belästigungen ihres Chefs kann der Leser sofort nachvollziehen, warum sie Osborn bei der Durchführung seines Planes unterstützt und den ihr angebotenen Strohhalm ergreift um sich selbst zu retten. Während ihrer Flucht dreht sie den Spieß um und verwandelt sich vom Opfer in eine schlagfertige Frau, die es nicht nur ihrem ehemaligen Vorgesetztem heimzahlt, sonder auch Osborn und Wolverine Paroli bieten kann. Sie ist bereits in der Vergangenheit an Wolverine geraten und so durchschaut sie schnell, dass nicht Logan unter der Maske steckt, sondern sein Sohn Daken.

Die Zeichnungen sind durchweg stimmig und bieten neben den grandiosen Kampfszenen auch so manche sexy, spärlich bekleidete weibliche Protagonistin mit wohlgeformten Kurven. Nur bei der Physik versagt hier der Künstler. Gerade die üppigen Oberweiten bewegen sich während der Kämpfe entgegen jeglichem Naturgesetz. Hier wäre weniger mehr gewesen insbesondere, da die spärliche bekleideten Frauen für die Handlung nicht zwingend erforderlich gewesen wären. Ihren Part hätten sie genauso gut im schicken Business Dress spielen können.

Absolutes optisches Highlight sind die ganzseitigen Darstellungen von Wolverine. Oftmals agiert er aus dem Halbdunkel heraus. Der Künstler versteht es Dakens wilde und unkontrollierbare Art geschickt einzufangen und aufs Papier zu bringen.

Die Seiteneinteilung unterstützt den Fortgang der Geschichte. Dabei wurde genau das richtige Maß gewählt. Die Dialoge spielen sich in kleinen Bildern ab während den Kampfsequenzen mehr Raum eingeräumt wird.

Fazit:
Wolverine ist stylish, cool und sexy. Endlich schafft es Daken vollständig aus dem Schatten seines Vaters zu treten. Der Charakter bietet dem Autor genug Spielraum für zukünftige Entwicklungen und mit Doolin hat man neben Osborn einen interessanten Gegenspieler eingeführt. Wenn die Serie auf diesem Niveau bleibt steht Wolverines Sohn eine kometenhaften Karriere bevor. Selten war ein fragwürdiger Charakter so interessant angelegt, dass sich der Leser wünscht selbst in das Kostüm des Helden zu schlüpfen.

Wolverine 8 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wolverine 8

Autor der Besprechung:
Marcus Koppers

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 5.95

76 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Coole Hauptfigur
  • Mitreißende Action
  • Fantastische Wolverine Splashpages
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
4
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 17.07.2010
Kategorie: Wolverine
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