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Comic-Besprechung - Spice & Wolf 1

Geschichten:

Spice and Wolf Volume 1

Autor: Isuna Hasekura
Zeichner: Keito Koume
Charakterdesign: Ju Ayakura



Story:

Der fahrende Kaufmann Kraft Lawrence besucht auf einer Geschäftsreise das Dorf Pasloe, wo das jährliche Erntefest stattfindet. Als er mit seinem Pferdekarren weiterzieht und nachts Rast macht, möchte er sich mit den Marderfellen zudecken, die er als Handelsware mit sich führt. Doch was muss er da auf der Ladenfläche entdecken? Ein nacktes Mädchen mit einem gewaltigen buschigen Schwanz und spitzen Ohren. Sie stellt sich als Holo vor und gibt sich als Erntegottheit aus, die jahrhundertelang in den Weizenfeldern Pasloes wohnte. Da sie den Eindruck hat nicht mehr gebraucht und geschätzt zu werden, möchte sie lieber auf Reisen gehen und die Gegend im Norden aufsuchen, aus der sie ursprünglich stammt. Lawrence erklärt sich einverstanden sie mitzunehmen, im Gegenzug wird sie ihm helfen seinen Gewinn zu mehren. Ohren und Schwanz unter einem weiten Mantel verborgen, sitzt Holo von nun an neben Lawrence auf dem Kutschbock. Schon bald stellt sie ihre Schläue unter Beweis, als sie durch einen Trick einen besseren Verkaufspreis für die Marderfelle herausschlägt.

Unterwegs wird Lawrence ein zweifelhaftes Angebot unterbreitet, bei dem es darum geht, auf die Wertsteigerung einer bestimmten Silbermünze zu setzen und durch Umtausch und Verkauf Gewinn herauszuschlagen. Doch Holo findet heraus, dass es bei dem Geschäft offensichtlich nicht ganz mit rechten Dingen zu geht- irgendjemand scheint etwas Großes im Schilde zu führen…



Meinung:

Nicht verwundert die Augen reiben, die Inhaltsangabe ist schon so richtig. Der Manga basiert auf einer erfolgreichen gleichnamigen Light Novel Reihe von Isuna Hasekura, die bereits vier Animeumsetzungen (zwei Fernsehserien und zwei OVAs) erfahren hat.

Die Serie kommt tatsächlich weitgehend ohne die üblichen Fantasy-Zutaten aus. Kein Königreich, das kurz vor dem Untergang steht, kein Auserwählter, keine böse Hexe, keine blutrünstigen Monster und erst recht kein sprechendes Zauberschwert. Hier geht es ums Verkaufen, Einkaufen und Tauschen, Gewinn und Verlust, Vertrauen und Betrug. Insgesamt wirkt der Manga dadurch sehr „geerdet“- es finden sich tatsächlich kaum übernatürliche Elemente, von Wolfsgöttin Holo einmal abgesehen.

Diese zeigt sich gleich zu Anfang nackt und auch im weiteren Verlauf geizt der Manga nicht mit Fanservice. Doch die süße Göttin hat zum Glück mehr zu bieten als nur körperliche Reize. Gewitzt, selbstbewusst und schlagfertig, wenn auch ein wenig weltfremd, steht sie dem männlichen Protagonisten intellektuell in nichts nach. Sie ist nicht einfach nur ein Klotz am Bein, sondern weiß mit einer gehörigen Portion Chuzpe und ihren übermenschlich scharfen Sinnen Lawrence unter die Arme zu greifen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass der junge Händler schon das ein oder andere Auge auf seine Begleiterin geworfen hat. Ob sie diese Zuneigung auch erwidert, werden die Folgebände zeigen.

Wirklich hübsch anzusehen sind die Zeichnungen. (Nicht vom unspektakulären Cover abschrecken lassen!) Die Outlines wirken, als seien sie nicht mit Tusche, sondern mit einem weichen Bleistift gezogen worden. Es kommt zwar viel Rasterfolie zum Einsatz, die Grautöne sind aber größtenteils recht hell gehalten, mit einem leichten Beigestich. Alles in allem erhält die Optik so eine anheimelnd „warme“ Note.

Viel Sorgfalt wurde auch auf die Gestaltung der Hintergründe und Gegenstände verwandt. Kleidung, Fahrzeuge, Gegenstände, Häuser… alles ist liebevoll ausgearbeitet. Das Setting erinnert dabei eher an ein Europa der Renaissance als ans Mittelalter.

Gegen diesen recht ungewöhnlichen Stil fällt das Charakterdesign ein wenig ab, denn das ist dann doch eher unspektakulär. Abgesehen von Schwanz, Ohren und spitzen Zähnen hat Holo beispielsweise nichts, was sie von anderen blutjungen Mangamädels abhebt.



Fazit:

Sympathische Charaktere, schöne Zeichnungen und eine unterhaltsame Story- doch so gelungen der Manga auch sein mag, es fällt schwer eine wirkliche Empfehlung auszusprechen, zu ungewöhnlich ist die Thematik.

Der Autor bemüht sich zwar redlich Spannung zu erzeugen, die Welt des Handels ist und bleibt für die meisten Leute aber einfach nicht sonderlich aufregend. Wer auf der Suche nach einem etwas anderen Manga und ganz allgemein Comic ist, sollte Spice & Wolf eine Chance geben.



Spice & Wolf 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spice & Wolf 1

Autor der Besprechung:
Anne-Sophie de Millas

Verlag:
Planet Manga

Preis:
€ 7,95

ISBN 10:
3862011151

ISBN 13:
978-3862011155

184 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Fantasy mal ohne Orks, Elfen und Drachen
  • wirklich schöner Zeichenstil
Negativ aufgefallen
  • Fantasy mal ohne Orks, Elfen und Drachen- Geschmackssache
  • relativ dröges Charakterdesign
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 21.02.2011
Kategorie: Spice & Wolf
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