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Comic-Besprechung - Maries Drachen 1: Armance

Geschichten:

Armance (Originaltitel: „Marie des Dragons 1: Armance“)

Text: ANGE
Zeichnungen: Thierry Démarez
Farben: Nicolas Bastide



Story:

Wir sind in Frankreich des späten Mittelalters. Das kleine Mädchen Marie erblickte vor zwölf Sommern das Licht der Welt. Höchste Zeit, um eine schwierige Prüfung zu bestehen, wie es auch ihre beiden älteren Schwestern getan haben. So ruft ihr Vater unter dem Jubel der johlenden Dorfbewohner aus: "Bring uns das schlagende Herz des Tiers!!" Und schickt sie in den finsteren Wald.

Auf dem Weg dahin trifft sie ihren Paten, der sie im Umgang mit Hieb- und Stichwaffen unterrichtet hat. Er gibt ihr ein Schwert mit, das sie noch viele Jahre über gebrauchen wird. In der Finsternis des tiefen Waldes trifft sie auf einen Wolf, der sich bei näherer Betrachtung in ein übersinnliches Monster verwandelt, aber dennoch den Kopf von Marie abgeschlagen bekommt. Mit seinem blutenden Herzen in der Hand kehrt sie zurück in ihr Dorf, doch ein Heer von Söldnern hat fast alle Bewohner brutal getötet und den Rest verschleppt.

15 Jahre später ist Marie zu einer attraktiven Frau herangewachsen, die mit ihrem Kumpel William Söldnerdienste erledigt. Dabei ist sie stets auf der Suche nach Hinweisen auf die Mörder ihrer Familie und der Entführer ihrer Geschwister.



Meinung:
Nein, Marie ist nicht die französische Antwort auf Red Sonja. Dazu ist sie zu sehr fleischlichen Genüssen zugeneigt. So gibt sie sich auch schon mal abseits eines Festbanketts in einem nahegelegenen Gewölbe zwischen großen Weinfässern sexuellen Aktivitäten hin. Aber mit dem Schwert umgehen kann die rassige Schwarzhaarige mindestens genauso gut wie Robert E. Howards Rotschopf.

Bereits das Cover von Armance, dem ersten Band, gibt das Thema vor: Eine Frau geht ihren Weg. Das Grundgerüst der Handlung hat starke Déjà-vu-Momente. Das kleine Mädchen, dem die gesamte Zukunft durch irgendwelche Krieger vermasselt wird, das sich davon nicht aus der Bahn werfen lässt, zur schlagfertigen Kämpferin heranwächst und sich auf eine große Queste nach den Bösewichten begibt, um sie zur Strecke zu bringen. Tja, diese Art von Sujet ist heutzutage doch etwas ausgelutscht.

Dennoch ist der Band interessant zu lesen und durchaus unterhaltsam. Wer auf solcherlei Stories mit ihrem Mittelalter-Ambiente und einem gewissen Fantasy-Einschlag steht, der wird sich wohlfühlen. Er wird auch nicht straucheln, wenn die Handlung etwas hanebüchen wird. Wie zum Beispiel gleich zu Beginn, als sich Marie dieser seltsamen Prüfung unterziehen muss. Das ist natürlich von keinem französischen Landstrich überliefert und muss in einer Parallelwelt spielen. Dem Autorenduo ANGE, von dem Splitter eine ganze Reihe Serien im Programm hat (Die Legende der Drachenritter, Tibill der Lilling, Belladonna oder Das verlorene Paradies) gelingt es ganz gut, die Realität etwas ausfransen zu lassen, um dem "seen it all"-Gefühl eine frischere Note zu geben.

Dass die Geschichte schön wohlig und atmosphärisch wirkt, liegt aber in erster Linie am zeichnerischen Können von Thierry Démeraz. Dieser versteht sein Handwerk, das an die Kunst von Grzegorz Rosinski erinnert, sehr gut. Da thront das Dörfchen verträumt auf einer Felskante, da ist die Kamerafahrt durch den Wald malerisch und gruselig zugleich, da weckt der Blick auf das alte Paris Sehnsüchte nach einer vergangenen Zeit. Der Detailgrad der Hintergründe ist ausgeprägt. Viel Schraffur sorgt für die nötige Tiefe. Und die weiche, dezente Farbgebung von Nicolas Bastide rundet das Bild formschön ab. Das passt.


Fazit:

Ein schön gezeichneter Mittelaltercomic mit Fantasy-Einschlag, der gut unterhält, aber handlungsmäßig durch bekannte Gewässer plätschert. Wer mal eine Mischung aus Red Sonja und Thorgal lesen möchte und nicht allzu viel erwartet, ist bei Maries Drachen richtig.



Maries Drachen 1: Armance - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Maries Drachen 1: Armance

Autor der Besprechung:
Matthias Hofmann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 13.80

ISBN 13:
978-3-86869-156-6

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • stimmungsvolle Kolorierung
  • gelungene Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • die Handlung ist stellenweise etwas verworren
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 11.04.2011
Kategorie: Maries Drachen
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