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Comic-Besprechung - Marvel Monster Edition 38: Shadowland

Geschichten:

Shadowland: Blood on the Streets
Autor: Antony Johnston
Zeichner: Wellinton Alves
Inker: Nelson Pereira
Colorist: Frank Martin

Shadowland: Moon Knight
Autor: Gregg Hurwitz
Zeichner: Bong Dazo
Inker: Jose Pimentel
Colorist: Matt Milla / Chris Sotomayor

Shadowland: Power Man
Autor: Fred van Lente
Zeichner: Mahmud Asrar
Inker: Scott Hanna
Colorist: Bruno Hang / Rick Ketcham / Sandu Florea / Jeffrey Huet



Story:

In New York werden mehrere bekannte, aber nicht verurteilte, Verbrecher ermordet. Aufgrund der Methode und der aktuellen Situation werden die Morde der "Hand" unter der Führung von Daredevil zugeschrieben. Doch Misty Knight kommen Zweifel und zusammen mit  Shroud, Paladin und Silver Sable, die sich alle nur mühsam zusammenraufen können, jagt sie den wahren Mörder. Daredevil beauftragt derweil den Schurken Profile, Moon Knight auszuschalten. Profile entdeckt einen möglichen zweiten Avatar für den Mondgott Konshu. Pikanterweise hat der neue Aspirant eine enge Verbindung zu dem echten Moon Knight. Moon Knights Leben wird nach diesen Ereignissen nie mehr sein wie vorher. Luke Cage und Iron Fist haben mit Daredevils neuer Einstellung schon genug zu tun. Da können sie einen neuen Power Man gar nicht gebrauchen. Dieser ist erstaunlich jung und erstaunlich mächtig. Doch woher hat er seine Kraft? Und warum hegt er einen Groll gegen Cage?



Meinung:

Manche mögen zögern, sich eine Marvel Monster Edition zuzulegen, die von Protagonisten handelt, die in Deutschland keine eigene Serie haben (oder hatten) und eher zu der zweiten Garde zählen. Fast alle Charaktere, abgesehen von Luke Cage der immerhin als Mitglied der Rächer oft in Deutschland zu sehen war und Moon Knight, sind hier recht unbekannt und traten allenfalls mal als Nebenfiguren in anderen Serien auf, wie etwa Silver Sable. Auch wenn einem die Charaktere fremd sein mögen: die Stories sind hier wirklich gut und viel strukturierter als in den anderen Shadowlandgeschichten. Merkwürdigerweise taucht auch hier Daredevil selber kaum auf. Man beginnt sich zu fragen, ob es überhaupt ein Daredevil-Event ist, wenn der Protagonist den größten Teil über fehlt. Aber in den Monster Editionen geht es ja hauptsächlich um die "Nebenserien". Hier sind die Miniserien Shadowland: Blood on the Streets 1 bis 4, Shadowland: Moon Knight 1 bis 3 und Shadowland: Power Man 1 bis 4 vereint.

Alle drei Storylines sind gut strukturiert und spannend zu lesen. Allen gemeinsam ist das Thema Macht und ihre Verlockung (das Grundthema der gesamten Shadowland-Saga). Im ersten Teil geht es darum, in einem rechtsfreien Raum eine erwünschte Macht auszuüben. Moon Knight muss zu seinem größten Bedauern feststellen, dass sich manche Menschen nur über Macht und die damit verbundene Position definieren. Und der neue Power Man muss lernen, dass, wie schon der alte Ben Parker wusste, "aus großer Macht große Verantwortung folgt".

Die erste Storyline ist ein kniffliger Krimi mit sehr guten Dialogen und realistischen Zeichnungen. Die Fäden sind fest in der Hand des Autors Antony Johnston und der Leser weiss bis zur Auflösung wirklich nicht, wer hinter dem ganzen Geschehen steckt. Eine gelungene und vor allem glaubwürdige Noir-Story im Superheldengewand.

Die Story um Moon Kight dürfte für alle, die sich nicht so sehr mit dem Charakter auskennen oder keine Fans sind, etwas verwirrend sein, da recht viel Wissen vorausgesetzt wird. So droht die Gefahr, dass die großen Umwälzungen, die dem Charakter widerfahren emotional bei dem Leser etwas verpuffen. Dennoch ist die Story voller Dramatik, Action und auch Brutalität. Auch wenn die psychologische und emotionale Tiefe nicht immer erreicht wird, vermag die Story doch den Leser in Atem zu halten. Allerdings sind die Zeichnungen von Bong Dazo etwas zu naiv für diese düstere Story. Seine runden Figuren, mit übertriebenen mimischen Attributen fallen etwas negativ in einer solch blutigen Story auf und wirken schon fast etwas verharmlosend. Immerhin erfährt man hier auch, warum Moon Knight in die Festung Shadowland eindrang (in Daredevil 9): Captain America hat ihn darum gebeten.

Der neue Power Man ist nicht so recht überzeugend. Es ist zwar eine gute Idee, einen neuen Superhelden einzuführen, indem auch die ganzen Anfangsschwierigkeiten einer solchen Karriere thematisiert wird. Da Power Man aber sehr jung ist, richtet er sich wohl eher an ein jüngeres Publikum. Manches wirkt etwas überhastet und man ahnt, dass Marvel diesem neu eingeführten Charakter noch nicht so recht traut und man beeilt sich deswegen möglichst viel in die vier Hefte zu packen. Der große Endkampf gerät dann zu kurz und auch die charakterliche Entwicklung ist übereilt. Aber andererseits hat die Story deswegen auch ein hohes Tempo. Spannung herrscht, da der neue Held nach keinem Kodex lebt und sich für seine Einsätze bezahlen lässt. Das allein muss ihn schon in Konflikt mit anderen Helden bringen. Dazu kommt noch die Unerfahrenheit, die zu Fehlern verleitet. Das ist alles sehr dynamisch, hat aber nur am Rande etwas mit Daredevil zu tun. Und irgendwie erinnert das Kostüm des neuen Helden etwas an das von Triathlon, der vor einigen Jahren mal einen Auftritt bei den Rächern hatte.



Fazit:

Spannende, dynamische Stories, welche die Lektüre sehr kurzweilig machen. Der Grundton der drei Storylines ist vielfältig, hat stellenweise aber erstaunlich wenig mit Shadowland bzw. mit Daredevil zu tun. Moon Knight Fans sollten auf jeden Fall zugreifen.



Marvel Monster Edition 38: Shadowland - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marvel Monster Edition 38: Shadowland

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 26,00

ISBN 13:
4196115026007

276 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannende und dynamische Stories
  • unterschiedliche Grundstimmungen
  • Dramatik
Negativ aufgefallen
  • zu naive Zeichnungen bei Moon Knight
  • überhastete Elemente bei Power Man
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 01.08.2011
Kategorie: Daredevil
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