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Comic-Besprechung - Spiral - Gefährliche Wahrheit 10

Geschichten:
Kap. 46 – 50

Autor: Kyo Shirodaira
Zeichner: Eita Mizuno
Tuscher: Eita Mizuno


Story:
Kanon Hilbert, einer der Blade Children, hat die Seiten gewechselt und wurde zum Jäger. Er ist davon überzeugt, dass nur der Tod von allen, die so sind wie er, Rettung bringen kann. Als er begreif, dass er von jeher von Kiyotaka Narumi manipuliert wurde, will er dessen mysteriöse Absichten durchkreuzen, auch wenn das bedeutet, erneut genau das zu tun, was von ihm erwartet wird. Seine einzige Hoffnung ist, selber den Tod zu finden, durch die Hand von Kiyotakas jüngerem Bruder Ayumu.

Dieser sucht immer noch nach Antworten, worum es eigentlich geht, was Kiyotaka bezweckt, warum es die Blade Children gibt und welche Rolle ihm in diesem bösen Spiel zugedacht ist. Ayumu, der immer im Schatten seines genialen Bruders stand, bemüht sich, dessen Ziele zu erkennen und die Strippen zu durchtrennen, an denen auch er hängt. Außerdem will er nicht zum Mörder werden. Gemeinsam mit seiner Schwägerin Madoka, Hiyono Yuizaki, der Chefredakteurin der Schulzeitung, und den Blade Children Ryo Takeuchi, Ryoko Takamachi und Kousuke Asazuki entwickelt er einen komplizierten Plan, um Kanon zu stoppen, ohne dass es weitere Opfer gibt.

Unverhofft kommt ein weiterer Helfer hinzu, doch was ihnen allen abverlangt wird, ist grausam. Können sie das wirklich durchziehen? Schon der geringste Fehler würde Kanon einen neuen Vorteil verschaffen und das Ende von ihnen und vielen anderen bedeuten …



Meinung:
Spiral ist ein Mystery-Thriller, der vom ersten Moment an fasziniert. Man sollte die Lektüre unbedingt mit dem ersten Band beginnen, da die Handlung sehr komplex ist und die Geschehnisse aufeinander aufbauen. Ein Quereinstieg ist schon nach wenigen Kapiteln kaum noch möglich, da jeder Band mit einem Cliffhanger endet und man die wenigen Antworten nur versteht, wenn man auch die Fragen dazu kennt.

Die Story ist spannend und weist regelmäßig kleine und größere Höhepunkte auf, eskaliert diesmal jedoch in einem Showdown zwischen Kanon und Ayumu. Zwar gibt es einige Action-Szenen, doch ist nicht das kämpferische Geschick ausschlaggebend sondern Voraussicht, Mut und eine Skrupellosigkeit, die erlaubt, sich selbst und Menschen, die man liebt, zu verletzten, um letztlich jeden retten zu können. In dieser Hinsicht wird von Ayumu sehr viel verlangt, und entweder wird er daran zerbrechen oder wachsen.

Es ist schon erstaunlich, dass auch Hiyono, die eigentlich nichts mit der ganzen Angelegenheit zu tun hat, immer wieder ihr Leben riskiert; wie sie sagt, aus Neugierde und weil sie an Ayumu glaubt. Man darf spekulieren, dass sie vielleicht mehr als nur eine engagierte Schülerin und gute Freundin ist. Auch dass der Konflikt in der Öffentlichkeit keine größeren Wogen schlägt, verwundert. Dass die geheimnisvollen Beobachter stets aufräumen, ist eine recht dünne Erklärung. Allerdings sind das Punkte, die nichts zur Handlung beitragen und Längen verursachen könnten, würde der Autor logische Begründungen nachschieben. Man soll die Geschichte hinterfragen – aber nicht jedes Detail.

Am Ende des Bandes werden wieder einige vage Andeutungen gemacht, die verdeutlichen, dass es noch vieles gibt, was Ayumu nicht weiß und was ihm jene, die Informationen besitzen, auch nicht sofort und in allen Einzelheiten verraten wollen. Offenbar zieht Kiyotaka weiterhin die Strippen aller, und noch immer ist nicht ganz klar, was eigentlich gespielt wird, wer sich für welche Ziele einsetzt und ob die angeblich neutralen Beobachter wirklich vermeiden, Partei zu ergreifen.

Von daher wird man wieder nicht tief Luft holen können, denn im nächsten Band geht es packend weiter – und vielleicht erhält Ayumu und mit ihm der Leser endlich einige wesentliche Hinweise, die das Rätsel um Kiyotaka und die Blade Children auf eine Lösung zubewegen.

Fazit:
Der Mystery-Thriller Spiral überzeugt durch eine ungewöhnliche, spannende Handlung und Charaktere, die nicht den gängigen Archetypen entsprechen. Der Kampf von Gut gegen Böse nimmt hier neue Dimensionen an, und noch ist nicht geklärt, wer welche Rolle innehat. Nach zehn Bänden ist die Serie noch immer faszinierend, weil mit jeder Antwort wenigstens zwei neue Fragen aufgeworfen werden. Ansprechende Zeichnungen runden gelungen ab. Gerade das reifere Publikum, das Reihen wie La Esperanza, Monster oder Homunculus schätzt, wird von Spiral bestens unterhalten.

Spiral - Gefährliche Wahrheit 10 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spiral - Gefährliche Wahrheit 10

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 5.95

ISBN 13:
978-3-551-78710-1

186 Seiten

Positiv aufgefallen
  • komplexe Story voller unerwarteter Wendungen
  • vielschichtige Charaktere
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 30.07.2011
Kategorie: Spiral
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