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Comic-Besprechung - Prinzessin Sakura 4

Geschichten:
Kap. 12 - 16
Autor: Arina Tanemura
Zeichner: Arina Tanemura
Tuscher: Arina Tanemura

Story:
Prinzessin Sakura wurde von dem geheimnisvollen Enju entführt, aber nicht auf den Mond, sondern in seinen abgelegenen Palast, in dem er mit vier Getreuen haust. Da er sich als Sakuras angeblich verstorbener Bruder Kai zu erkennen gegeben hat, kann und will sie sich nicht gegen ihn wehren. Zu groß ist die Freude über das unverhoffte Wiedersehen, und noch immer bringt sie ihm tiefe Gefühle entgegen, die fast schon über Geschwisterliebe hinaus gehen.

Enju wünscht sich, dass sie wieder zusammenleben wie früher und dass sich Sakura von den Menschen, die sie beide von jeher manipuliert haben, abwendet. Vergeblich versucht Sakura Enju zu überzeugen, dass nicht alle Menschen schlecht sind. Auch seine Diener schenken ihr kein Gehör, da sie ebenfalls ihre Gründe haben, voller Hass zu sein. Freiwillig sind sie durch Mondwasser zu Mondwesen geworden und haben Ihresgleichen den Rücken gekehrt.

Rurijos Ablehnung richtet sich auch gegen Sakura, als das magische Wesen merkt, dass Enjus wahre Liebe seiner Schwester gilt und sie selber nichts anderes als ein Lückenbüßer mit dem Gesicht der Prinzessin ist. Als sich die Gelegenheit dafür ergibt, versucht Rurijo, die vermeintliche Rivalin zu töten. Unterdessen schmieden die Schamanin Byakuya und Sakuras Freunde Pläne, um die Prinzessin zu befreien.


Meinung:
Nachdem der vorherige Band mit einem überraschenden Cliffhanger endete, wird die Konfrontation zwischen Sakuras Freunden und Enjus Handlangern sowie Sakuras Entscheidung, ob sie bei ihrem Bruder bleiben will oder nicht, durch Rückblenden gezielt aufgeschoben. Zwar erreichen Byakuya, Aoba, Kohaku, Hayate und Asagiri das Versteck der Mondwesen, aber sie werden getrennt und müssen sich allein oder zu zweit durchschlagen, bis sie auf die ihnen zugedachten Gegner treffen. Bevor jedoch der Kampf so richtig beginnt, erfährt der Leser die tragischen Geschichten von Rurijo, Maimai (zwei von Enjus Diener) und der Schneejungfrau Asagiri.

Das und Rurijos Aktionen machen den Band zu dem bislang interessantesten der Serie, auch wenn der Handlungsfluss durch die vielen Rückblenden nahezu gestoppt wird. Kleine Szenen lassen den aufmerksamen Leser ahnen, dass Enju – er ist auf der beiliegenden Trading Card/Character Card abgebildet - Sakura nicht alles verraten hat und er sie offenbar genauso manipuliert wie die Menschen, insbesondere der Kaiser, ihn und seine Schwester.

Sakuras Feldzug gegen die Yoko tritt darüber in den Hintergrund, ist aber nicht vergessen, denn die Bedrohung durch die Monster könnte noch ganz andere Dimensionen annehmen, falls es Enju gelingt, einen Weg zu öffnen, über den man nicht nur vom Mond auf die Erde sondern auch wieder zurück reisen kann. Tatsächlich ist auf dem Mond etwas zugange, was die Existenz der Mondwesen und der Yoko bedroht.

Auch wenn das Setting in der Heian-Zeit spielt und das Märchen von der Mond-Prinzessin Kaguya bemüht wird, fallen Parallelen zu Arina Tanemuras Top-Titel Kamikaze Kaito Jeanne auf:

In beiden Serien steht ein junges Mädchen im Mittelpunkt, das einen Auftrag hat und dafür mit magischen Kräften ausgestattet wurde. Sie hat einen Love-Interest, der einerseits ihr Gegner, dann aber immer wieder auch ihr Retter ist. Unterstützung erhält die Protagonistin von einigen treuen Freunden, die besondere Fähigkeiten haben und/oder als niedliches Maskottchen fungieren. Der wahre Gegner zeigt nicht sofort sein Gesicht. Er lässt andere für sich kämpfen, bevor er selbst aktiv wird und seine Motive enthüllt. Nicht jeder ist eindeutig gut oder böse, die Grenzen sind fließend, auch ein Wechsel der Seiten liegt stets im Bereich des Möglichen. Aufgrund humoriger Einlagen und viel Romantik, ergänzt durch aufwändige, ‚süße‘ Illustrationen im ‚typischen Shojo-Stil‘ (riesige Augen, wallendes Haar, verspielte Gewänder), wirkt die Handlung etwas kindlich-naiv, doch die Monster sind tatsächlich Furcht erregend, und auch Sympathieträger können sterben.

Wer sich für das phantastische Thema, Magical Girls und einen Stil, wie ihn beispielsweise auch Mayu Sakai, Clamp, Peach Pit und andere Künstlerinnen pflegen, begeistern kann, wird von Prinzessin Sakura bestens unterhalten.


Fazit:
Mit fortschreitender Handlung wird es immer schwieriger für Quereinsteiger, in der Serie Prinzessin Sakura Fuß zu fassen. Es ist bereits eine Menge passiert, die Zahl der Akteure hat zugenommen, manchmal muss man sogar schon zwei Mal hinsehen, um sicher zu sein, mit wem man es gerade zu tun hat, aber wie bei den Superhelden helfen die Kostüme meistens weiter. Die eigentliche Handlung stagniert, da diesmal – und vermutlich auch in dem kommenden oder den beiden nächsten Bänden – die Geschichten einiger Charaktere aufgerollt werden, was sich stellenweise spannender liest als bislang die eigentliche Story. Viele Fragen sind noch nicht beantwortet, so dass die Fans von Arina Tanemura und von Prinzessin Sakura gespannt der Fortsetzung entgegen fiebern.


Prinzessin Sakura 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Prinzessin Sakura 4

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-86719-933-9

190 Seiten

Positiv aufgefallen
  • spannende Fantasy-Story
  • aufwändige, gefällige Illustrationen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 11.04.2012
Kategorie: Prinzessin Sakura
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