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Comic-Besprechung - Nico 1: Atomium Express

Geschichten:

Nico 1: Atomium-Express
Autor
: Fred Duval
Zeichner: Philippe Berthet
Colorist: Hubert



Story:
1947 stürzen zwei UFOs ab. Jeweils in den USA und eines in der Sowjetunion. Das amerikanische wird in die Area 51 gebracht, um dort untersucht zu werden. Die Regierung entschliesst sich, die Entdeckung öffentlich zu machen, damit jeder Wissenschaftler und Ingenieur mit der Technik arbeiten kann. Jahre später ist die junge Nico eine aufstrebende Agentin der CIA. Einer ihrer ersten Aufträge führt sie nach Paris, wo sie allerdings in eine Falle gerät. Sie muss untertauchen und erfährt, dass ihre Mutter wohl noch am Leben ist. Doch kann sie der Quelle trauen: Fidel Castro?

Meinung:

Mit dem ersten Band der Serie Nico, Atomium-Express, liegt ein Abenteuer im klassischen Ligne-Clair-Stil vor. Nicht zuletzt mit einem sehr deutlichen Zitat und einer Verbeugung in Richtung von Tim und Struppi von Herge wird der Einfluss deutlich gemacht. Mit der riesigen Plakatwand zu dem Abenteuer Die Reise zum Mond wird nicht nur ein zeitlicher Bezug und eine kulturelle Referenz eingebaut, sondern auch aufgezeigt, dass sich hier nicht wenige Science-Fiction-Elemente befinden. Dem Zeichenstil zugehörend, ist die graphische Gestaltung sehr glatt und flächig, wobei vor allem der recht einheitliche Kolorierungsaspekt auffällt. Die Farben sind fast einheitlich, wobei es doch immerhin recht geschickt ist, dass sich die Farben von kleinen Abstufungen voneinander abheben. Das ein Panel allein durch verschiedene Rottöne gestaltet ist, hat seinen Reiz, wirkt auf Dauer aber etwas eintönig.

Inhaltlich lebt der Band von seiner "Was-wäre-Wenn"-Prämisse. Dadurch wird eine Welt erschaffen, die unserer historischen sehr ähnlich, aber doch recht unterschiedlich ist. Dabei spielt Nico mit dem Gedanken, dass die UFO-Abstürze in Roswell öffentlich gemacht worden sind, um so die in den Schoß gefallene Technik nutzen zu können. Doch nicht nur die Amerikaner haben so eine Quelle, sondern auch die Sowjets. Man merkt recht schnell: man befindet sich als Leser mitten im Kalten Krieg. Die technischen Möglichkeiten anhand der Raumschiffe haben aber die Gesellschaft sehr verändert und so sind auch einige historische Tatsachen anders verlaufen. Stalin wird etwa durch technische Mittel am Leben gehalten, die kubanische Revolution war nicht erfolgreich und Kennedy wurde nicht ermordet.

Diese veränderte, historisch durchaus möglich gewesene Welt reisst den Leser mit sich, was durch viel Action und Tempo noch verstärkt wird. Worum es aber inhaltlich eigentlich geht, bleibt vollkommen unklar. Wenn man den Band genauer betrachtet, so sind die Handlung und die Story mehr als dürftig. Auch die Charakterisierungen fehlen. Abgesehen von einer recht groben Typisierung und jeweils einem markanten Merkmal wurde keine der Figuren sonderlich angereichert. Insgesamt also ein recht spannender und temporeicher aber im wahrsten Sinne oberflächlicher Alternativweltabenteuerspass. Die Oberfläche deckt hier wirklich alles zu, was nicht unbedingt berauscht, aber doch Vergnügen bereitet.



Fazit:
Spannend und temporeich, aber im wahrsten Sinne des Wortes oberflächlich. Der flächige Ligne-Clair-Stil korrespondiert mit eindimensionalen Charakterisierungen und einer Handlung die eigentlich keine ist. Ganz nett für den Comichunger zwischendurch, aber beileibe kein Festmahl.

Nico 1: Atomium Express  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Nico 1: Atomium Express

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Zack Edition

Preis:
€ 14,95

ISBN 10:
3864620074

ISBN 13:
9783864620072

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Alternativwelt mit "was-wäre-wenn"-Prämisse
  • Tempo und Spannung
  • ligne-clair-Stil
Negativ aufgefallen
  • sehr oberflächlich
  • keine Charakterisierungen
  • keine erkennbare Handlung
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 04.05.2012
Kategorie: Nico
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