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Comic-Besprechung - Spice & Wolf 7

Geschichten:
Spice & Wolf 7, Kap. 36 - 41
Autor:
Isuna Hasekura
Zeichner: Jyuu Ayakura (Charakterdesign), Keito Koume
Tuscher: Keito Koume

Story:
Der Kaufmann Kraft Lawrence hat der weißen Wölfin Holo, einer Erntegottheit, versprochen, sie nach Yoitsu, in ihre Heimat, zu bringen. Seit sie zusammen reisen, haben sie bereits eine Menge erlebt, und oft konnte sich Holo bei Lawrence für seine Gefälligkeit revanchieren, indem sie ihm aus der Patsche half, wenn ein Geschäftspartner versuchte, ihn übers Ohr zu hauen.

Im Dorf Tereo hoffen die beiden, Hinweise zu finden, wo sie nach Yoitsu suchen müssen. Die Diakonin Elsa, die nach dem Tod ihres Vaters die Leitung der kleinen Kirche übernahm, schickt Lawrence und Holo jedoch fort und behauptet, nichts zu wissen. Tatsächlich befürchtet sie, die beiden könnten Spione aus der Stadt Emberch sein, die schon seit langem versucht, Tereo und seine Kirche unter ihren Einfluss zu bringen.

Es gelingt Lawrence und Holo schließlich, Elsa davon zu überzeugen, dass sie mit dem Konflikt nichts zu tun haben. Ihre Recherchen in der verborgenen Bibliothek, die der Pater angelegt hatte und in der sich auch ketzerische Schriften befinden, müssen sie schon bald abbrechen, weil aus Emberch schlimme Nachrichten kommen: Das Getreide, das Tereo verkauft hatte, war mit Mutterkorn infiziert, und mehrere Personen sind erkrankt oder gestorben.

Da man nun einen Sündenbock sucht und ihn in Elsa gefunden zu haben glaubt, verhelfen Lawrence und Holo ihr und ihrem Freund Evan zu Flucht. Aber ist dies der richtige Weg? Der Verdacht liegt nahe, dass das Ganze eine Intrige der Embercher ist, denen sich durch die Wiedergutmachung eine Chance eröffnet, Tereo unter ihre Herrschaft zu zwingen …


Meinung:
Spice & Wolf 7 eignet sich zum Quereinstieg, da eine neue Storyline beginnt und man aus der Handlung das Wesentliche über die Hauptfiguren Lawrence und Holo erfährt. Auf der Suche nach Holos mythischer Heimat kommt das Paar ein Stück weiter, doch sind die Informationen so vage, dass nicht vorhersehbar ist, ob es Yoitsu und seine Wölfe überhaupt noch gibt. Zu rechnen ist mit dem Schlimmsten – aber dieses Thema wird ebenso vertagt wie die Frage, ob Holo, wenn sie ihr Ziel erreicht hat, Lawrence wirklich verlassen wird, da die Gefühle, die beide insgeheim füreinander hegen, längst über reine Freundschaft hinaus gewachsen sind.

An erster Stelle steht, wie auch schon in den vorherigen Bänden, ein lokaler Konflikt, in den Holo und Lawrence hinein gezogen werden. Den Hintergrund liefert das Gewinn- und Machtstreben von Handelshäusern und Kirche. Da Lawrence selbst ein Kaufmann ist, durchschaut er die Winkelzüge. Indem er Holo die Vorgänge erklärt, werden sie auch für den Leser verständlich aufgeschlüsselt. Gemeinsam mit den neuen Freunden, denen sie zu ihrem Recht verhelfen wollen, bemühen sie sich, kleine und größere Betrügereien zu verhindern und selbst vielleicht noch ein gutes Geschäft zu machen.

Ein weiterer Aspekt ist die Position der Kirche, die angedeutet, aber bislang nicht konkretisiert wurde, dabei durchaus Anleihen aus dem Zeitalter der Hexenverfolgung aufweist: Die Kirchenfürsten setzen sich für den Glaube an einen einzigen Gott ein, während in manchen Dörfern noch immer ‚heidnische Gottheiten‘ – wie Holo – verehrt werden. Würde Holos wahre Natur bekannt, wären ihr und Lawrence der Kerker, ja, der Tod gewiss.

Der Band endet mit einem Cliffhanger, denn Elsa trifft eine Entscheidung, und Lawrence scheint einen Plan zu haben. Nun darf man gespannt auf die Fortsetzung warten, will man wissen, was Emberch vorhat und wie die Freunde die hinterlistigen Aktionen von Bischof Van vereiteln wollen.

Ein dicker Pluspunkt von Spice & Wolf sind der realistisch anmutende spätmittelalterliche Hintergrund (Europa im 15./16. Jahrhundert), die überzeugend dargestellten Charaktere und die spannende Handlung, die auf unnötige Gewalt verzichtet. Hinzu kommen ansprechende, zarte, sehr detaillierte Zeichnungen, die hervorragend zu der Geschichte passen. Schätzt man ungewöhnliche und niveauvolle Fantasy, kann man mit dieser Serie keinen Fehlgriff tun.


Fazit:
Spice & Wolf zählt zu den stilleren Mangas, die sich an ein reiferes Publikum wenden, da auf unnötigen Krawall und Klamauk verzichtet wird. Die Serie bezieht die Spannung aus der Dynamik, die zwischen den Hauptfiguren Lawrence und Holo besteht, und aus einer intelligenten Handlung. Auch die Illustrationen sind gefällig, so dass ein rundum positiver Eindruck bleibt.


Spice & Wolf 7 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spice & Wolf 7

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 7,95

ISBN 13:
978-3-86201-392-0

200 Seiten

Positiv aufgefallen
  • sympathische, glaubwürdige Protagonisten
  • intelligente, spannende Story
  • ansprechende, detailreiche Illustrationen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 18.09.2012
Kategorie: Spice & Wolf
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