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Comic-Besprechung - Neon Genesis Evangelion 13: Calling

Geschichten:
Neon Genesis Evangelion Volume 13
Autor:
Yoshiyuki Sadamoto (Gainax, Khara)
Zeichner: Yoshiyuki Sadamoto


Story:
Der Third Impact steht kurz bevor. Seele hat sein Ziel, die Vernichtung NERVs und der EVAs, nahezu erreicht. Nur Shinji kann sich gegen die Bedrohung durch die feindlichen Mächte stemmen, obwohl er die endgültige Vernichtung nicht wird aufhalten können. Denn die entscheidenden Ereignisse finden in der Kammer mit dem gefangenen Adam statt, mit dem sich Rei (oder auch Lilith) konfrontiert sieht. Während ihre Verwandlung kurz bevor steht, macht auch Shinjis EVA eine Transformation durch, die letztendlich das Ende einläuten wird. Die finalen Tage der Menschheit scheinen nicht mehr fern.


Meinung:
Wieder ist viel Zeit ins Land gegangen und schon hebt sich die Hand zitternd zu den anderen Neon Genesis Evangelion-Bänden, damit man ein wenig Gedächtnisauffrischung betreiben kann. Aber siehe da – Heureka – kaum ist Neon Genesis Evangelion 13: Calling aufgeschlagen wird einem klar, man braucht gar nicht mehr in den Vorgängern zu blättern (obwohl die beinharten Fans den neuen Band so und so zum Anlass nehmen). Das Finale steht an und das heißt Action satt. Keine Sorge, Band 13 ist noch nicht das Ende der Fahnenstange, aber er leitet vermutlich die endgültig letzte Phase ein. Und die kann sich sehen lassen.

Das NERV-Hauptquartier scheint am Ende und die EVAs  vollständig ausgeschaltet. Zu allem Überfluss sind die Feinde mit ihren Mechas in der Überzahl. Als letzte Hoffnung verbleibt Shinji, der sich im letzten Band gerade noch so in seinen EVA retten konnte, nachdem die Zentrale von feindlichen Kräften gestürmt wurde. Der Third Impact steht kurz bevor.

Die Fronten sind nun klar und ebenso die Stoßrichtung. Kein Hin und Her-Geschachere mehr, keine Kabale. Die seit langem vorbereiteten Handlungsstränge kommen zu einem Ende. Hauptsächlich steht dabei der Kampf Shinjis mit den fremden EVAs im Vordergrund, die sich auf ihn stürzen, wie eine Horde Aasgeier und immer wieder etwas in petto haben. Aber auch Shinjis Vater versucht seinen großen Plan mit Rei zu verwirklichen und konfrontiert sie mit Adam ... mit unvorhersehbaren Konsequenzen.

Es sah schon im letzten Band nicht gut aus für die Truppe der EVA-Piloten und NERV und auch jetzt, wo Shinji erneut zur Rettung schreiten möchte, bleibt es ein Kampf mit der Wand im Rücken. Denn er mag die feindlichen Mechas besiegen, doch auf die Entwicklung Reis und ihre plötzliche Wandlung kann er keinen Einfluss nehmen. Darin mag vielleicht auch das Problem liegen, dass die eigentlichen Helden kaum noch Möglichkeiten haben die Ereignisse in ihrem Sinne zu lenken. Vermutlich musste deshalb Ritsuko Akagikun in der Kammer mit Adam die Fahne für die Guten hochhalten - soweit sie es vermochte - obwohl die Konfrontation Shinjis mit seinem Vater aus Perspektive der Charaktere die interessantere Option gewesen wäre.

Durch das nahende Finale wird notgedrungen die menschliche Seite des ganzen Spektakels vernachlässigt. Stellte sie in den Vorgängerbänden einen wichtigen Stützpfeiler der Handlung dar, werden die weiteren Beteiligten nunmehr zu stummen Zeugen und Kommentatoren der Ereignisse, ohne dass sie viel ausrichten können. Hier hätte man durchaus ihre Hilflosigkeit besser herausstellen können, was aber natürlich den Fortgang der Geschichte etwas gebremst hätte. Platz hierzu wäre aber im Grunde da gewesen und hätte die Spannung in jedem Fall sehr erhöht. So laufen die Ereignisse zwar parallel zueinander, doch interagieren erst ganz am Ende wieder, wo es allerdings schon zu spät ist.

Optisch beeindruckend bleibt Neon Genesis Evangelion allemal. Die klaren und übersichtlich komponierten Zeichnungen bringen die rasanten Action-Szenen auf den Punkt, ohne dass man als Leser die Übersicht verliert. Keine kleine Kunst, wenn man sich andere Manga-Serien anschaut. Außerdem gelingt es der Serie wie keine zweite epische Szenen aufzubauen, bei denen man sich ein größeres Format für die Bände wünschen würde. Der Kampf an sich folgt dagegen dem üblichen Aufbau, den man schon aus den anderen Episoden kennt. Dafür wird die Verwandlung des EVA jetzt endgültig auf die Spitze getrieben und auch Reis Verwandlung ist mehr als ansehnlich. Teilweise werden Erinnerungen an Akira wach, obwohl dem natürlich nicht das Wasser gereicht werden kann. Dafür lässt sich dann Neon Genesis Evangelion für seine Apokalypse zu wenig Zeit.

Wer die Anime-Fernsehserie kennt, kennt jetzt den langsamen Übergang auf psychologische Ebenen. Ähnliches deutet sich nach den epischen Szenen in Band 13 auch bereits für den Manga an. Auf die ein oder andere Weise wird man also doch mit Shinjis Vater-Sohn-Konflikten und ihrem eventuellen Ausgang auf einer metaphysischeren Ebene konfrontiert. In jedem Fall der bessere Weg, denn so bleibt die Mecha-Action ganz dem aktuellen Band vorbehalten.


Fazit:
Der 13te Band bietet wieder alles, was dem Fan an Neon Genesis Evangelion so am Herzen liegt. Die Schwächen im Spannungsaufbau und der fehlende Bezug zu den Charakteren wird durch das sich endlich ankündigende Finale und die epischen Szenen wieder etwas wettgemacht.


Neon Genesis Evangelion 13: Calling - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Neon Genesis Evangelion 13: Calling

Autor der Besprechung:
Alexander Smolan

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 5,95

ISBN 13:
978-3-551-75453-0

180 Seiten

Positiv aufgefallen
  • das Startsignal für das Finale
  • klassische Mecha-Action ... evangelionstyle
  • Epik, die eines größeren Formates bedürfte
Negativ aufgefallen
  • folgt bekannten Mustern
  • Zwischenmenschliche gerät zu kurz
  • wieder warten ...
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Rezension vom: 03.03.2013
Kategorie: Neon Genesis Evangelion
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