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Comic-Besprechung - Lanternjack

Geschichten:
Lanternjack
Autor / Zeichner / Colorist: Martin Frei


Story:
Jack O`Leary ist ein Hufschmied, der geistigen Getränken nicht allzu abgeneigt ist und sehr nach Geld strebt. Vor allem eine junge Witwe macht ihm zu schaffen, da sie partout ihre Rechnung nicht zahlen will. So vergreift sich Jack ein um das andere Mal an den von ihr gezüchteten Rüben. Eines Tages, als Jack mal wieder seine Wirtshausrechnung zahlen kann, kommt der Teufel persönlich zu ihm, um ihm einen Vorschlag zu machen. Doch Verträge mit dem Gehörnten haben immer so ihre Eigenarten.

Meinung:
In der Graphic Novel Lanternjack wird nicht, wie man vielleicht anhand des Titels erwarten möge, der Ursprung von Halloween erzählt, sondern eher warum der Kürbis zum Symbol des Festes geworden ist. Somit wird vom deutschen Künstler Martin Frei eine alte irische Legende neu erzählt.

Halloween selber ist nämlich um einiges älter als das Symbol. Die wahren Ursprünge liegen in grauer Vorzeit und sind bis heute nicht vollständig geklärt.  Jedenfalls stammt der Begriff Halloween von dem Namen All Hallow`s Even ab und greift auf alte keltische Vorstellungen zurück.  Im Laufe der Christianisierung wurden heidnische Feiertage oft mit christlicher Symbolik oder dem Kalender vermischt, um so den Wechsel zu erleichtern und die „ketzerischen“ Bräuche durch Assimilation auszumerzen. So ist Weihnachten nicht ganz zufällig zeitlich bei der Wintersonnenwende angesiedelt, welche von Heiden gefeiert worden ist. Und bei jedem christlichen Fest finden sich auch heute noch immer wieder auch heidnische Symbole. So wurden bei Halloween in heidnischer Auffassung die Tore zur Unterwelt geöffnet und Geister konnten auf der Erde wandeln. Die Kirche setzte dem Allerheiligen entgegen, an dem der Toten gedacht wird.

An sich bietet das spannende Aspekte für eine Comicstory. Nur ist dieses natürlich sehr schwer umzusetzen, da man dann auch eine griffige Story braucht. So ist es nicht weiter verwunderlich das sich Martin Frei ein später hinzugekommenes Symbol herausgreift, um anhand dessen eine unterhaltsame Story zu erzählen.  Da ein Symbol, oder besser: eine Legende, allein aber eine albenlange Geschichte nicht selber tragen kann, werden noch andere folkloristische Elemente mit eingebaut wie etwa Elfen und Leprechauns. Eingebaut ja, aber leider fügen sie sich nicht ganz so richtig ein. Stattdessen sorgen sie dafür, dass der Band etwas zerfasert. Ebenso sind die humoristischen Einfügungen zwar gelungen, tragen aber auch dazu bei, dass kein einheitlicher Tonfall gefunden werden kann. Denn sie passen auch von der Gesamtstimmung her recht wenig. Denn diese ist eigentlich recht düster, wie es sich für eine Geschichte um Geister, Teufel und Flüche gehört. Insgesamt ergibt das kein stimmiges Gesamtbild.

Zu den Stärken gehört der Charme und man merkt dem ganzen Teil die Lust am Fabulieren an. Die Zeichnungen sind kantig und leider auch sehr flächig. Aber wenn man andere Reihen und Bände von Frei betrachtet, zeugt das wieder von einer großen stilistischen Bandbreite. Gut und unterhaltsam, aber preisverdächtig? Letzteres eher nicht. Dennoch ist der Band auf jeden Fall einen Blick wert.

Warum eigentlich hat der Paniniverlag diesen Band in sein Programm aufgenommen, der auf den ersten Blick so gar nicht dazu passen will, was sonst von dem Verlag auf den Markt gebracht wird? Gut, abseits von amerikanischen Serien und Veröffentlichungen von Superheldentiteln finden sich in letzter Zeit auch immer mehr Titel, die man vorher hier nicht erwartet hätte. Hier seien nur Israel verstehen oder Marzi erwähnt. Positioniert sich der Verlag vermehrt in weiteren Bereichen oder liegt es daran, dass der Titel Lanternjack in Spanien bei einem Wettbewerb den zweiten Preis gewonnen hat? Oder das Martin Frei kein Unbekannter mehr ist? Durchaus nicht, denn der recht hohe Fantasy- und Gruselanteil rechtfertigt durchaus den Platz bei Panini.



Fazit:
Man merkt dem Band die Fabulierlust an und er besitzt seinen ganz eigenen Charme. Witz, Dramatik und Grusel werden hier dem geneigten Leser geboten. Leider ergibt sich aber kein ganz stimmiges Gesamtbild und sowohl die Story als auch die Elemente zerfasern etwas.



Lanternjack - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lanternjack

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,95

ISBN 10:
3862014894

ISBN 13:
978-3862014897

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Storyidee
  • Fabulierlust
  • Witz und Charme
Negativ aufgefallen
  • manche Elemente wollen sich nicht richtig einfügen
  • Zeichnungen bisweilen sehr flächig
  • kein stimmig rundes Gesamtbild
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(6 Stimmen)
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Rezension vom: 25.04.2013
Kategorie: One Shots
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