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Comic-Besprechung - Morning Glories 4

Geschichten:
Morning Glories 4: Schatten an der Wand (Morning Glories 16-19)

Autor: Nick Spencer
Zeichner: Joe Eisma
Colorist: Alex Sollazzo


Story:
Während des ominösen Waldlaufs sind die Schüler der Morning Glory Academy verloren gegangen. Jedenfalls ist die Schule selber plötzlich verschwunden. Im Dunkel des Waldes brechen einige Konflikte unterhalb der Schülerschaft auf, welche tödlich enden können. Während Casey die Flucht gelingt, welche zu einem überraschenden Ort führt, erfährt man erstaunliches über die Vergangenheit der Schüler.


Meinung:
Der Überraschungserfolg von Morning Glories geht in die nächste Runde. Und es sei gleich gesagt: wer die Serie verpasst ist selber schuld. Dafür muss man nun etwas ausholen. Meist beschränken sich neue Serien in den ersten Bänden darin, eine Mythologie bzw. ein Rätsel aufzubauen, welches dann im Laufe der Handlung immer mehr aufgedeckt wird und letztendlich alle Charaktere in einem großen Finale gegeneinander antreten. So ist die Klärung des Rätsels manchmal noch vor der Konfliktlösung gegeben und die angestauten Emotionen der Figuren brechen dann hervor.

Und was macht nun der Autor Nick Spencer? Er würfelt alles durcheinander. Was nicht so negativ ist wie es klingt. Ganz im Gegenteil. Denn indem sich der Autor den herkömmlichen, oben geschilderten, Strukturen verweigert, macht das jede Seite von neuem sehr spannend. Denn auch im vierten Band gibt es noch keinerlei Antworten auf einige der vielen Rätsel, welche schon gestellt worden sind. Ganz im Gegenteil: es werden immer mehr aufgebaut, wobei diese Mysterien immer auch inhaltlich und charakterlich eingebettet sind. So wird hier mehr und mehr angedeutet, dass die Kinder, bzw. Jugendlichen, lange nicht so unschuldig ist wie sie zu sein scheinen und beileibe nicht nur Opfer sind. In dieser Hinsicht man schon in den Vorgängerbänden einen Blick auf die Hintergründe der Charaktere werfen können. Zwar erhält man sie diesmal auch, aber die Helden haben durchaus auch zwiespältige bis negative Eigenschaften. Da gibt es hier dann deutliche Überraschungen. Nicht nur die zwischenmenschliche Dynamik ändert sich dadurch, sondern es ist schon überraschend das in einer amerikanischen Comicmainstreamserie einer der Helden auf einmal homosexuelle Neigungen offen auslebt. Wobei das nicht die einzige Überraschung bleibt. Vor allem das Ende ist nämlich schockierend und eine der zentralen Figuren verlässt die Serie. Oder doch nicht? Hier kann man sich bei so gut wie nichts sicher sein.
Das Spiel mit den Erwartungen und die Negierung genretypischer Dramaturgie gelingt hier auf das vorzüglichste und man kann wirklich nie sicher sein, was einen erwartet, wie es weiter gehen mag und auf welcher Seite nun welcher Charakter steht. Die Grenzen zwischen Gut und Böse werden mittlerweile immer weiter aufgehoben und alles und jeder ist im Graubereich anzusiedeln.

Die Zeichnungen sind zwar flächig aber jedes Panel ist gut strukturiert und gerade die Slashpanels mit ihren Schocks sind geschickt gesetzt. Wobei gerade die Ausdrucksstärke der Mimik und Gestik in einer Serie wichtig ist, die auch maßgeblich durch den Dialog vorangetrieben wird. Was hier fulminant gelingt. Hervorragend.


Fazit:
Auch der vierte Teil lässt in keinerlei Hinsicht nach. Es werden immer mehr Rätsel aufgebaut und die Sympathien gegenüber den Figuren verschieben sich langsam. Es gibt kein Gut und Böse, sondern nur Grau. Da man nie weiß, was einen erwartet, gehört die Serie mit zu den spannendsten derzeit.


Morning Glories 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Morning Glories 4

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 18,95

ISBN 10:
3862017427

ISBN 13:
978-3862017423

140 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spiel mit Erwartungen
  • Spannung, Tempo, Dramatik
  • Überraschungen
  • groß angelegte Mythologie
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 26.10.2013
Kategorie: Morning Glories
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