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Comic-Besprechung - Saiyuki 2

Geschichten:
Kap. 6 - 11
Autor: Kazuya Minekura, Zeicher: Kazuya Minekura, Tuscher: Kazuya Minekura


Story:
Dieser Band beinhaltet zwei abgeschlossene Stories sowie die beiden ersten Episoden eines fünfteiligen Mini-Story-Arcs: Auf ihrer Reise nach Westen finden Sanzo, Gojyo, Hakkai und Goku Aufnahme im Haus einer jungen Frau. Schon bald erfahren sie die traurige Geschichte Junreis. Der Mann, den sie liebte, verwandelte sich in einen Youkai und verließ sie. Seither wartet sie auf die Rückkehr Chens und hofft auf eine Zukunft, in der Menschen und Youkai glücklich zusammenleben können und auch ihre Nachkommen nicht als Tabu-Kinder ausgegrenzt werden. Gojyo, selbst ein Tabu-Kind, versteht Junrei besser als jeder andere. Auch er hofft, jemanden namens Chen zu finden und wundert sich, ob sie beide dieselbe Person kennen. Sein Halbbruder verschwand vor vielen Jahren, nachdem er die eigene Mutter getötet hatte, die versuchte, Gojyo, den illegitimen Sohn ihres Mannes und einer menschlichen Frau, umzubringen. Als in der Nähe des Dorfs Youkai auftauchen, glaubt Junrei, Chen wäre unter ihnen und begibt sich auf die Suche nach ihm. Prompt fällt sie einigen Youkai in die Hände. Sanzo und die anderen ahnen, dass Junrei in großer Gefahr schwebt und folgen ihr. Insgeheim hofft auch Gojyo auf ein Wiedersehen… Kougaijis Bemühungen, Sanzo und seine Gefährten unschädlich zu machen, blieben bislang erfolglos. Nun plant Yaone, die als Chemikerin und Heilerin in seinen Diensten steht, die Vier zu vergiften. Als Kellnerin verkleidet erwartet sie die Gruppe in einem Gasthaus. Einige unglückliche Zufälle lassen Yaones Vorhaben fehlschlagen. Zunehmend findet sie ihre Opfer sympathisch, doch ihre Treue zu Kougaiji ist letztlich stärker als das Bedauern darüber, dass es keine Freundschaft geben darf und sie ihre Aufgabe erfüllen muss. Sanzo, Gojyo und Goku haben keine Chance – nur Hakkai steht nach Yaones Angriff noch. Zwar kann er sie entwaffnen, aber dann erscheint Kougaiji… Auf ihrer weiteren Reise entdecken Sanzo und seinen Kameraden Youkai-Leichen, die übersäht sind mit Talismanen. Im nächsten Dorf erfahren sie, dass ein Wanderpriester dafür verantwortlich ist. Sanzo kannte vor langer Zeit einen Mönch, der die Talismanmagie beherrschte, und die Vergangenheit holt ihn ein - auf höchst fatale Weise…

Meinung:
Die Reise nach dem Westen geht weiter, und auch wenn das Ziel noch in großer Ferne scheint – gelegentlich wird daran erinnert, dass Sanzo und seine Kameraden verhindern sollen, dass der Youkai-Herrscher Gyumao wiedererweckt wird, da sonst kein Frieden mehr in Togenkyo einkehren kann -, so kommen die Vier diesem immer ein kleines Stückchen näher. Handelte es sich bei den ersten Gegnern in Bd. 1 noch um Banden unorganisierter Youkai und einzelne, recht simple Attentäter, die Kougaiji geschickt hatte, so trifft die Sanzo-Bande diesmal auf eine enge Vertraute ihres Feindes und schließlich auf Kougaiji selbst. Das kurze Aufeinandertreffen ist nur ein kleines Geplänkel, ein Kräftemessen, bei dem die Weichen für spätere Duelle gestellt werden. Auch wird deutlich, dass Kougaiji ein besonderer Gegner ist und er, wie auch seine Gefolgsleute, konkrete Motive für sein Handeln hat. Dadurch erscheinen diese Quasi-Feinde selbstlos und ehrenhafter als die Sanzo-Bande, die nach eigener Aussage für sich selbst kämpft, sehr unberechenbar und oft skrupellos agiert. Das Klischee von den noblen, tadellosen Helden passt besser zu Kougaiji und seiner Gruppe als zu den Hauptfiguren. Dieses Abweichen von sattsam bekannten Traditionen ist einer von vielen Punkten, die „Saiyuki“ zu einer reizvollen Fantasy-Reihe machen. Aber damit nicht genug, auch in den eigenen Reihen trifft Sanzo auf einen starken Gegenspieler. Rikudo alias Shuei war einst sein Freund, doch die Macht eines verbotenen Talismanzaubers hat Shuei verändert. Wieder erleidet Sanzo einen harten Verlust, aber es soll noch schlimmer für ihn kommen. Die Begegnung weckt alte Erinnerungen, und der Leser erfährt Dank einiger Schlüsselszenen endlich mehr von Sanzos Herkunft, wie er in den Rang eines Sanzos aufstieg und zu dem wurde, der er nun ist – aber es bleiben noch genügend Geheimnisse um seine Person gewahrt. Auch über Gojyo wird einiges verraten. Der coole Playboy leidet ebenfalls an einer traumatischen Vergangenheit und verbirgt unter der unbekümmerten Fassade ein weiches Herz. Sein Grund, Sanzo zu begleiten, wird enthüllt: Er hofft, seinen vermissten Halbbruder zu finden. Auch die tiefe Freundschaft zwischen ihm und Hakkai wird einige Male verdeutlicht, was den Schluss zulässt, dass er diesen nicht allein hätte die Reise antreten lassen; und auch mit Sanzo und Goku fühlt Gojyo sich trotz aller Reibereien verbunden. Andeutungen über Hakkais Geschichte und ein Cliffhanger sind ein Versprechen auf noch mehr interessante Ereignisse in den folgenden Bänden. Der Handlungsaufbau birgt eine langsame, aber stetige Steigerung. Nicht nur die Gegner werden gefährlicher und raffinierter, nach und nach wird die Vergangenheit der einzelnen Protagonisten aufgerollt, werden ihre Charaktere und Beweggründe beleuchtet. Dabei vermeidet es die Mangaka geschickt, zu viel zu verraten, so dass immer noch einige offene Fragen bleiben und jede neue Antwort dem Leser weitere Rätsel aufgibt. Yaone erscheint als Quotenfrau innerhalb einer Männer-dominierten Serie. Ihre Gefühle für Kougaiji und bedingt auch für Hakkai bleiben oberflächlich, denn Kazuya Minekura selbst hat erheblich mehr Spaß an den zweideutigen Szenen zwischen ihren männlichen Figuren als an einer Hetero-Paarung. In Folge gibt es keine eindeutigen erotischen Handlungen, in die eine der weiblichen Haupt- oder Nebenfiguren involviert wird, dafür jedoch mehr oder minder unterschwellige Anspielungen auf die Bindungen der Männer untereinander. Die Geschichte ist spannend und actionreich. Neben den Streitigkeiten zwischen Gojyo und Goku, die als Running Gag in nahezu allen Episoden zu finden sind, gibt es weitere humorige Einlagen, oft superdeformed. Aber auch Tiefgang, wenn auf die Schicksale der Einzelnen eingegangen und ihr Gefühlsleben betrachtet wird, fehlt nicht. „Saiyuki“ ist eine mitreißende Serie voller faszinierender Charaktere, die auch durch den ungewöhnlichen Zeichenstil der Mangaka auffällt.

Saiyuki 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Saiyuki 2

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 10,-

ISBN 10:
3-551-75962-6

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • sympathisch-skurrile Charaktere, die immer für Überraschungen sorgen
  • spannend-humorige Handlung, die oft hintergründig und zweideutig ist
  • dynamischer Zeichenstil; vorzugsweise setzt die Mangaka ihre Jungs in sexy Posen in Szene
Negativ aufgefallen
  • die Übersetzung ist stellenweise etwas dünn und auf die Leserschaft ab 12 abgestimmt, obwohl sich die Handlung (z.B. leichenfressende Youkai, homoerotische Anspielungen) eher an ein etwas älteres Publikum richtet
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 18.09.2003
Kategorie: Saiyuki
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