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Comic-Besprechung - Saiyuki 3

Geschichten:
Kap. 12 - 17
Autor: Kazuya Minekura, Zeicher: Kazuya Minekura, Tuscher: Kazuya Minekura


Story:
Dieser Band beinhaltet das Ende des in # 2 begonnen Mini-Arcs und den Beginn eines neuen: Auf ihrer Reise gen Westen treffen Sanzo und seine Begleiter auf den Mönch Rikudo, der die Youkai durch seine Talisman-Magie auszurotten versucht. Er ist ein Freund aus Sanzos/Kouryus Kindertagen und nannte sich damals Shuei. Für das, was aus ihm geworden ist, gibt Rikudo Sanzo die Schuld – Gründe, weshalb dieser zögert, den dämonischen Mönch auszuschalten. Rikudo spürt, dass Sanzos Begleiter Youkai sind und will sie töten. Bevor er Goku niederstrecken kann, wirft sich Sanzo dazwischen und geht schwer verwundet zu Boden. Die Sorge um Sanzo bewirkt in Goku ein solch gewaltiges Gefühlschaos, dass sein Magie-Kontroller zerbricht und er seine wahre Gestalt annimmt, die von Seiten Taisei Son Goku. Sogleich stürzt er sich auf Rikudo, der sich verletzt zurückzieht. Da sich Hakkai um Sanzo kümmert, bleibt nur Gojyo, um Gokus wildes Alter Ego zu stoppen, doch gegen diese mordlüsterne Kreatur kann Gojyo kaum etwas ausrichten, und wenn kein Wunder geschieht… Auf ihrem weiteren Weg begegnen Sanzo und seine Gefährten einem merkwürdigen Wahrsager, der ihnen allen den Tod prophezeit und offenbar Dinge über Hakkai weiß, die niemandem bekannt sein dürften. Plötzlich wird der Ort von einem gewaltigen Monster attackiert. Die Vier stellen sich ihm in den Weg, doch ist es ein kleines Mädchen, das den magischen Angreifer ausschaltet: Lirin, die Schwester Kougaijis – und dieser erscheint zusammen mit seinen Gefolgsleuten nur wenig später, um Lirin zurück zu holen. Prompt kommt es zu einem Kampf, bei dem sich erneut Goku und Kougaiji, sowie Hakkai und Yaone gegenüberstehen. Gojyo bekommt einen Überraschungsgegner, doch ihm bleibt wenig Zeit, mit Dokugakuji zu reden, denn ein noch größerer Shikigami taucht auf. Beiden Gruppen wird schnell klar, dass sie diesen Feind nur gemeinsam besiegen können…

Meinung:
Noch sind Sanzo und seine Kameraden weit weg vom Ziel ihrer Reise, und es wird zweifellos noch eine Menge Bände geben, bis sie dieses erreichen, um die Wiedererweckung des Youkai-Kaisers Gyumao zu verhindern. Auf ihrem langen Weg erleben sie spannende, mal tragische, mal komische Abenteuer, die nicht nur den kulturellen Hintergrund – ein fiktives mittelalterlichem China mit einzelnen modernen westlichen Elementen - beleuchten, sondern auch die Gegner und unzuverlässigen Helfer vorstellen, doch in erster Linie nach und nach die Vergangenheit der Hauptcharaktere enthüllen und deren individuellen Eigenarten hervorheben. Diesmal wird Gokus großes Geheimnis verraten, doch weshalb er sich nicht daran erinnern kann, warum man ihn in einem Berg sperrte und wer die drei Männer sind, die er in einer kurzen Vision sieht, bleibt ein Rätsel – für jede Antwort gibt es mindestens zwei neue Fragen. Auch Sanzo enthüllt weitere, mitunter recht verblüffende Eigenschaften, die von ihm kaum jemand erwartet hätte. Tatsächlich sind es nicht immer die Informationen von großer Tragweite, sondern oftmals die kleinen Schrullen, mit denen die Mangaka ihre Figuren liebevoll ausstattet, die der Handlung eine pfiffige Pointe verleihen oder für eine Wende sorgen. Auch Gojyo definiert zwei Beziehungen neu, zum einen die zu Sanzo, die bislang nur aus wechselseitigen Provokationen und Beleidigungen bestand, und zu einer Person aus der Vergangenheit. Nachdem Gojyo und Sanzo einen indirekten Kuss austauschten (was im Original und im Anime etwas direkter beschrieben wird als in der dt. Übersetzung, in der man aus den Sprechblasen vielfach sogar die kleinen Symbole – Herzchen, Flash, Schweißtropfen, pulsierende Ärger-Vene – entfernte), zeigt Gojyo für Sanzos Motive mehr Verständnis als die anderen und beweist, dass in ihm mehr steckt als nur ein oberflächlicher Lady-Killer. Endlich richtet sich der Focus auf Hakkai, über den bislang am wenigsten erzählt wurde. Geschickt baute Kazuya Minekura diesen Charakter zunächst als überaus freundlichen, stets lächelnden und in dieser zusammengewürfelten Gruppe um Ausgleich bemühten ruhenden Pol auf. Die vagen Andeutungen bringen dieses Bild noch nicht ins Wanken, und der Band endet mit einem Cliffhanger, der verspricht, dass Hakkais Maske fallen wird. Leider müssen die Leser ein Vierteljahr warten, bis sie erfahren, welche finsteren Geheimnisse Hakkai verbirgt, wer der mysteriöse Wahrsager ist und wie sich tragische Geschehnisse, die sich drei Jahre vor dieser Reise ereigneten, auf die ganze Gruppe auswirken werden. Die Handlung ist genauso sorgfältig aufgebaut wie jeder einzelne Charakter. Immer wieder gibt es Überraschungen, und sobald ein Rätsel gelöst wird, tauchen dafür unerwartet neue auf, bleiben manche Dinge ewig im Dunkeln und bieten Raum für reichliche Spekulationen. Manchmal mag man den Eindruck haben, dass ein Deus ex Machina notwendig ist, um die Handlung zu retten, doch das Erscheinen Kanzeon Bosatsus kann man nicht als solches erachten. Zwar stammt Gokus Diadem aus dem Himmel und vermag ihm nur durch göttliche Macht angelegt werden, so dass das Eingreifen überirdischer Kräfte zeitweilig notwendig wird, doch soll damit deutlich gemacht werden, dass der Bodhisatva der Barmherzigkeit ebenso an den Fäden seiner/ihrer rebellischen Marionetten – Sanzo und seine Begleiter – zieht, wie auf der Gegenseite Gyokumen Kougaiji und seine Getreuen zu lenken versucht. Überdies bringt er/sie in kleinen Häppchen neue Rätsel, Spaß und etwas Erotik (endlich Küsse zwischen Gojyo und Sanzo, wenn auch mit einem Hermaphrodit als Mittler… - eine köstliche Symbolik, wie die Charaktere zueinander stehen, und deutlicher Yaoi-Support). Der Stil der Mangaka ist eigentümlich – es gibt keine Serie, die wirklich vergleichbar ist. Solch dynamische Bilder, eine actionreiche Handlung, Erotik bei männlichen und weiblichen Figuren zugleich findet man sonst nicht in Shojo-Mangas. Durch all das fällt die Serie durchaus auf zwischen all den anderen derzeit erscheinenden Titeln und ist sicher zu Recht das Zugpferd der jap. Anthologie „Zero Sum“. „Saiyuki“ ist ein Lesespaß für weibliche und männliche Leser, für die Freunde von Fantasy und Shonen-Ai.

Saiyuki 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Saiyuki 3

Autor der Besprechung:
Irene Salzmann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 10,00

ISBN 10:
3-551-75963-4

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • individuelle, faszinierende Charaktere, die immer für Überraschungen gut sind
  • originelle Handlung, die durch den Mix aus archaischer Exotik und vertrauter Moderne bezaubert
  • dynamische, detailreiche Zeichnungen, oft mit einer Prise Erotik
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 11.12.2003
Kategorie: Saiyuki
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