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Comic-Besprechung - XIII 23: Botschaft eines Märtyrers

Geschichten:
XIII 23: Botschaft eines Märtyrers
Autor: Yves Sente, Zeichner: Iouri Jigounov, Colorist: Bérengère Marquebreucq


Story:
Jason Mac Lane besitzt zwar mittlerweile seine Identität, hat aber immer noch nicht sein Gedächtnis wiedererlangt. Doch gerade auf dieses hat es ein Geheimbund abgesehen, der hinter den Kulissen der Macht seine Fäden zieht. Denn XIII hat Dokumente geerbt, welche die Geschichte der USA neu schreiben würden. Gejagt von einer Söldnertruppe macht sich XIII auf eine Schnitzeljagd die ihn bis nach Holland führt.


Meinung:
Die Actionserie XIII gehört zu den großen modernen Klassikern des frankobelgischen Comics und bekommt im Herbst auch auf Deutsch ihre wohlverdiente Gesamtausgabe. Was das Geschehen dann auch etwas übersichtlicher machen wird. Denn XIII ist deutlich ausgeufert und wurde mit der Zeit sehr verwirrend. Prompt glaubte man nach dem vierten Band, dass nun der Held seine Identität gelüftet habe, so musste man feststellen, dass auch diese nur eine Tarnidentität war. Das Spiel setzte sich quasi endlos fort und manches wurde ihm vorgegaukelt, damit er die Zwecke anderer verfolgt. Da konnte der Leser mit dem Helden nahezu verzweifeln und wusste nicht mehr was nun richtig ist oder nicht. Immerhin sorgten die unterschiedlichen Identitäten immer auch für verschiedene Hintergründe was auf dramaturgischer Ebene viele verschiedene Möglichkeiten eröffnete. Und spannend war es immer.

Mittlerweile ist man schon beim 23. Band angelangt und es ist schon erstaunlich, das seit einiger Zeit XIII nun seinen wahren Namen kennt. Wobei: die Geschichte der Serie machte ja schon mehr als einmal deutlich das hier nichts sicher ist. Allerdings besitzt XIII immer noch nicht sein Gedächtnis. In der seit drei Ausgaben laufenden zweiten Staffel der Serie geht es weniger um eine Identitätssuche, sondern um eine Schnitzeljagd nach Dokumenten. Diese betreffen nicht nur XIII und seine Vergangenheit, sondern reichen bis in die Gründerzeit der USA zurück. Das erinnert stellenweise sehr an die Romane von Dan Brown und seinen ganzen Epigonen: man folgt Spuren die in kulturellen Erzeugnissen hinterlassen wurden, um ein Geheimnis der Geschichte aufzudecken. Das ist nicht neu, sondern mittlerweile sehr festgelegt. Auch das der Held kein Gedächtnis mehr hat ist zwar auch ein Klischee, aber die Comicserie hat immerhin dafür gesorgt das diese Thematik erst zu einem solchen wurde. Insofern war sie also ein Vorreiter. Allerdings ist diese Rolle doch zusehends abgelegt. Zu sehr reitet XIII mittlerweile auf bekannten Bahnen.

Aber da hier ein übermächtiger Gegner vorkommt der sehr skrupellos ist und auf seiner Jagd nach XIII alle möglichen Zeugen brutal beseitigt, ist das zwar nicht innovativ, aber sehr spannend. Allerdings ist das nicht immer logisch. Eine Söldnertruppe will XIII rekrutieren, setzt dafür aber auch Erpressung und Gewalt ein. Wie soll denn dann der Held, falls er sich den Söldnern anschließen sollte, denen gegenüber loyal sein? Manchmal knirscht es hier etwas im Gebälk, aber angesichts des rasenden Tempos fällt das nicht immer sonderlich auf.

Zudem ist es geschickt erzählt. Hier werden zwei Handlungsebenen mal parallel gelegt. Der Off-Kommentar gibt wichtige Informationen der Vergangenheit. Diese werden aber bebildert mit dem was XIII gerade macht. Er liest diese Aufzeichnungen während einer Reise und auf diese geschickte Art und Weise wird die Handlung, der Raum und die Zeit enorm verdichtet. Die Erzählzeit an sich kommt dann ohne jede Erklärung aus. Zudem gibt es einen neuen interessanten Charakter der etwas Frische hineinbringt, obwohl da eine dunkle Vergangenheit schlummert und Potential für Verwicklungen eröffnet. Aber nicht nur deren Charme, sondern auch das gute Setting machen den 23. Teil zu einem guten Actionthriller und bietet sehr gute Unterhaltung.

Fazit:
Auch wenn manche Pfade hier schon in anderen Erzählungen zu oft betreten worden sind und nicht immer alles logisch ist, so bekommt man doch angesichts des rasenden Tempos und des guten Settings einen sehr spannenden Actionthriller für sein Geld.

XIII 23: Botschaft eines Märtyrers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

XIII 23: Botschaft eines Märtyrers

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 10:
355171939X

ISBN 13:
978-3551719393

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • hohes Tempo
  • Spannung, Action, Dramatik
  • naturalistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • nicht immer logisch
  • manchmal bewegt man sich auf ausgetretenen Pfaden
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Rezension vom: 18.10.2015
Kategorie: Alben
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