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Comic-Besprechung - Sankarea 10

Geschichten:
Sankarea 10
Autor / Zeichner: Mitsuru Hattori


Story:
Chihiro und Darin haben einen im Eis eingefrorenen Zombie entdeckt, der sich nach dem Auftauen als die zweite Ehefrau von Chihiros Großvater entpuppt und den zwei verdutzten Jugendlichen die Geschichte des Zombieserums erzählt. Währenddessen kann sich Rea immer noch nicht erinnern und vermag ihre Instinkte kaum noch zurückzuhalten und greift Bekannte an.


Meinung:
Es kommt jetzt schon ein bisschen Wehmut auf. Sogar in doppelter Hinsicht. Nicht nur aus dem Grunde weil dieser vorliegende zehnte Band der Mangaserie Sankarea der vorletzte der Reihe ist und dementsprechend im nächsten Teil das Finale vorliegt. Der doppelte Wermutstropfen liegt darin, dass die so umwerfend gestartete Saga um das Zombiemädchen Rea in letzter Zeit so nachgelassen hat.  Am Anfang war noch alles offen und es wurden viele verschiedene Büchsen geöffnet und man war äußerst gespannt darauf, aus welchen Töpfen jeweils einige Zutaten genommen werden und diese in einer ungewohnten Mischung eine Magie entfalten konnten. Gerade die Verschmelzung mancher scheinbar unvereinbarer Themen wie etwa die Liebe zu einer Untoten (was immerhin in den Tabubereich der Nekrophilie zu rutschen droht), der Charme, der Witz und die dezente Erotik machten die Reihe unwiderstehlich. Zudem war zeichnerisch alles hochwertig und selbst unspektakuläre Szenen gerieten allein schon durch die Gestaltung spannend. Doch schnell wurden manche Aspekte fallen gelassen.  Gerade einige dramatische Aspekte wie das Familienverhältnis von Rea wurden nicht weiter verfolgt. Still und heimlich konzentrierte man sich auf einige bestimmte Aspekte und behandelte manches noch oberflächlich. Nach den vielversprechenden Anfängen wurde alles immer konventioneller und Mitsuru Hattori fuhr immer mehr in sicheren Fahrwassern. Gerade in den letzten Teilen wurde mehr auf den Horror gesetzt, der aber nicht sonderlich überzeugen konnte. Da machte es sich sträflich bemerkbar, dass die dramatischen Aspekte recht oberflächig geblieben sind. Zudem war der Horror immer nur im Hintergrund und wirkte zunächst wie ein Fremdkörper.

So ist es auch hier. Im Grunde macht der aktuelle Band alles wieder mehr als deutlich, was man den Vorgängern vorwerfen kann. Witz und Charme sind kaum mehr zu finden. Stattdessen gibt es einen sehr langen Rückblick in die Vergangenheit des Opas des Helden Chihiro. Das ist an für sich nicht schlecht, sondern nur innerhalb der Reihe schlecht platziert. So kurz vor dem Finale wirkt es wie ein Lückenfüller, wie eine Verschleppung des unvermeidbaren Endes und hätte eher an eine frühere Stelle gehört, die eine Steigerung im Fortlaufen der Handlung zulässt. So wäre es sehr viel geschickter gewesen, an die Enthüllung eine Konfrontation zu knüpfen, welche ein kleines Zwischenfinale gewesen wäre. Auch ist nicht sonderlich klar, ob es mit den Enthüllungen hier wirklich einige Erkenntnisse gibt, die sich für das Finale als relevant herausstellen müssen. Jedenfalls ist es recht nichtssagend.

Immerhin sind auch diese Passagen zeichnerisch sehr ansprechend gestaltet. Beispielsweise sind die Erinnerungen die sich langsam und unsicher bei Chihiro einstellen in einem sehr blassen Bleistiftton gezeichnet, der nicht nur deutlich macht, das es eine Rückblende ist, sondern auch die Fragilität der Ereignisse betont. Und das letzte Drittel des Bandes macht mit der erotischen Spannung und zwei sehr packenden Horrorszenen wieder einiges Wett. Insofern wird man wieder etwas versöhnt. Zudem ist der Cliffhanger recht unaufdringlich und gewinnt seine Spannung eben aus den gesamten Geschehnissen der Serie. So ist man wieder auf die Fortsetzung gespannt. Insgesamt hängt aber dieser Band etwas in der Luft.


Fazit:
Der vorletzte Band der Reihe wird durch eine sehr lange Rückblende geprägt, die innerhalb der Serie unglücklich platziert worden ist und die Handlung nur aufhält. Das letzte Drittel und die graphische Umsetzung machen einiges wieder wett.

Sankarea 10 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sankarea 10

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 10:
377048780X

ISBN 13:
978-3770487806

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • zeichnerische Umsetzung
  • dezenter Cliffhanger
  • erotische Spannung
Negativ aufgefallen
  • unglücklich platzierte Rückblende
  • Enthüllungen führen nirgendwo hin
  • Statik der Handlung
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Rezension vom: 21.01.2016
Kategorie: Mangas
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