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Comic-Besprechung - Undertaker 2– Der Tanz der Geier

Geschichten:
Text Xavier Dorison
Zeichnungen: Ralph Meyer
Colorist: Caroline Delabie und Ralph Meyer


Story:
Die Geschichte aus dem ersten Band der Serie „Undertaker“ wird zu Ende gebracht: Lance Strikland, auf den eine Belohnung ausgesetzt ist und der als Totengräber in der Provinz untergetaucht ist, versucht immer noch seinen Auftrag zu erfüllen. Dieser besteht darin, den letzten Wunsch des reichen Mineninhabers Cusco zu erfüllen – in einer seiner Minen begraben zu werden. Einziges Problem dabei: Cusco hat sein Vermögen in Gold umgesetzt und die Nuggets kurz vor seinem Tod geschluckt, mit dem Erfolg, dass Lance und seine beiden weiblichen Helfer, die ehemalige Gouvernante von Cusco Rose und seine Dienerin Lin, von einem Haufen Männer verfolgt werden. Dass sie es und wie sie es schaffen spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig am Ende des Bandes ist lediglich, dass Lance mit Rose und Lin zwei neue Geschäftspartner gefunden hat und ihre Abenteuer weiter gehen.



Meinung:
Endlich liegt wieder eine Comicserie vor, die in die Fußstapfen des Italo-Western tritt. Nachdem die Neuauflage von Yves Swolfs geniale Serie „Durango“ wohl vorerst ins Stocken gekommen ist, feiert der Splitter-Verlag mit „Undertaker“ die Auferstehung dieses Genres.
Sicherlich, der Plot der Geschichte ist nicht wirklich neu: Reicher alter Mann im Wilden Westen stirbt, sein Tod ruft eine ganze Meute zwielichtiger Gestalten hervor, ein Held, der nicht minder fragwürdig ist, stellt sich mit nicht immer ganz gesetztestreuen Aktionen gegen den Mob. Wenn jetzt noch ein paar schöne Frauen hinzukommen, nebst einem Übermaß an Brutalität und skurrile Typen, ist der Mix perfekt. Oder um es mit den Worten von Sergio Corbucci, der 1966 mit seinem Film „Django“ den Italo-Western mitbegründete, zu sagen: „Django ist die polemische Antwort auf John Wayne, der mit buntem Hemdchen durch den Western stiefelt“. Denn während Hollywood seine Helden strahlen ließ im Kampf gegen die Indianer ohne sie dabei jemals vom rechten Weg abzubringen, kamen die Protagonisten der Spaghetti-Western dreckig daher. Ihre Moral unterschied sich nur wenig von der ihrer Gegenspieler. 
Und genau so ein Held ist Lance Strikland - Jonas Crow, wie er sich nennen lässt - oder einfach kurz „Undertaker“. Und wie schon im ersten Teil der Serie zitieren Meyer und Dorison ähnlich wie es auch Swolfs tat, fleißig beim cineastischen Vorbild. Da wird schon mal ein Sarg an Seilen durch die Landschaft gezogen, Männer, die einander umbringen, erschießen nicht einfach, sondern fesseln am Wüstenboden, um den Geiern ein vortreffliches Mahl zu bereiten, keine Verletzten werden lebend zurückgelassen und irgendwann kommt für jemanden der Moment, wo er entscheiden muss, ich oder der andere.
Die Geschichte bei „Undertaker“ tritt hinter dem Genre zurück. Wichtig ist nicht, wie sich die Protagonisten aus den Gefahren befreien, ihre Verfolger überlisten und am Ende als Gewinner in die untergehende Sonne reiten. Wichtig ist bei dem Comic die Atmosphäre, die vermittelt wird. Eine Atmosphäre, die direkt von Sergio Leone oder Sergio Corbucci inspiriert scheint. Hier dreht sich eine Spirale aus Gewalt und Makaberen, von der man schon nach ein paar Seiten gar nicht mehr weiß, was am Anfang stand. Alle handelnden Personen geraten in ihren Sog. Der Totengräber, der eigentlich der Gewalt abgeschworen hatte ebenso, wie der brave Familienvater, der nur für seine Lieben zuhause etwas zu Essen braucht. Sie alle werden zu mordenden Bestien, deren Resignation treibende Kraft wird. 



Fazit:
„Undertaker“ sprüht sicherlich nicht vor neuen Ideen oder einem außergewöhnlichem Plot. Es handelt sich um einen harten Western, der die Erwartungen bedient, die die Fans des Genres haben. Dabei handelt es sich um eine überaus kurzweilige Geschichte, die Lust auf mehr macht. Band drei ist bereits angekündigt und soll „Der Kannibale vom Sutter Camp“ tragen. Das klingt nach einer Menge Italo-Spaß.



Undertaker 2– Der Tanz der Geier - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Undertaker 2– Der Tanz der Geier

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 14,80

ISBN 13:
978-3-95839-128-4

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Empfehlenswert für Italo-Western-Fans
  • Bewegt sich treffsicher im Genre
  • Zeichnungen, die Staub schlucken lassen
  • Beste Unterhaltung
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(5 Stimmen)
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Rezension vom: 12.07.2016
Kategorie: Alben
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