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Comic-Besprechung - XIII Mystery - Martha Shoebridge

Geschichten:

Zeichnungen: Colin Wilson

Text: Frank Giroud



Story:
Martha Shoebridge ist eine junge und attraktive Hebamme. Ihr Leben besteht aus ihrer Arbeit und einsamen Stunden zuhause mit ihrem Hund auf dem Sofa. Nichts scheint sie aus diesem Trott herausreißen zu können. Bis zu jenem Tag, an dem ihr auf einer Party der aufstrebende Politiker William Sheridan vorgestellt wird. Die beiden verlieben sich ineinander. Marthas Glück scheint vorprogrammiert zu sein. Allerdings gibt es noch weitere Frauen, die sich um den Platz an Williams Seite bewerben wollen. Und William selbst hat vor allem seine politische Karriere im Blick. Am Ende ist Martha wieder alleine. Sie ist gebrochen, trinkt und findet eine einsame Zuflucht an der Küste. Der Zufall will es, dass an diesem Abschnitt ein Mann mit einer eintätowierten XIII an Land gespült wird.

Meinung:

Eingefangen wird die Geschichte in gewohnt hochwertiger Weise von Colin Wilson. Der neuseeländische Zeichner, der in Deutschland zunächst mit den Abenteuern aus der Jugend von Blueberry auf sich aufmerksam machte, hat auch zu der Serie „Tag X“ bereits zwei Bände beigesteuert. Seine Art Geschichten in Bilder umzusetzen ist klar, schnörkellos, und der Leser kann sich ganz auf die Charaktere des Plots einlassen. Einerseits mag es daran liegen, dass bekannt ist, wie es mit Martha in der Zukunft stehen wird. Der Leser erwartet kein Happyend und bekommt selbstverständlich auch keines geboten. Andererseits ist der Band zwar Martha Shoebridge gewidmet, allerdings ist die Charakterstudie von William Sheridan, die nebenbei erfolgt, hauptverantwortlich für die Qualität des Bandes.

Giroud präsentiert uns einen machtbesessenen Politiker, der nicht nur ob seiner Rücksichtslosigkeit die Leser in Erstaunen versetzt. Vor allem ist es diese Unbestimmtheit, ob Sheridan nun von Grund auf böse ist, oder ob er einfach falsche Berater hat, die die Spannung in dem Band ausmachen. Das nebenbei auch noch sein Bruder Walter “Wally” auftritt – die spätere Nummer I innerhalb der XX-Verschwörung – trägt auch nicht eben zur Beruhigung des Lesers bei.Ja, Band 8 der Serie bietet eine Menge Klischees. Die intrigante Nebenbuhlerin fehlt genauso wenig, wie das klassische Märchen von der mittellosen Frau, die sich in einen reichen Mann verliebt.

Und dennoch ist es dem Können Girouds zu verdanken, dass die Geschichte eben nicht im einfachen Fahrwasser einer Schmonzette vor sich hin dümpelt, sondern den Leser fesselt. Und das bis zur letzten Seite. Warum sie zu der wurde, wie van Hamme sie uns zeigt, das klärt „XIII Mystery“ auf. Entstanden ist ein Comic, der in der High Society spielt, in der Intrigen und Hinterhältigkeiten einfach dazugehören. So zumindest suggeriert es die Geschichte von Frank Giroud – Autor so grandioser Werke wie beispielsweise „10 Gebote“ (Comicplus). Und wäre es nicht Giroud, der das Skript verfasst hat, so würde ich vermutlich an dieser Stelle sagen: „Gesellschaftsschmonzette, die man nicht unbedingt lesen muss!

Bis Band 19 war van Hamme verantwortlich für das Szenario der Serie XIII und hat eine schier unüberblickbare Anzahl an Personen eingeführt. Martha Shoebridge begegnet uns im ersten Band „Die schwarze Sonne“ als Frau, die an ihrem Leben zerbrochen ist. Aber sie war in einem früheren Leben einmal Ärztin und das reicht zumindest aus, dass sie dazugerufen wird, als XIII mehr tot als lebendig an Land gespült wird. Aber bereits im zweiten Band der Hauptserie wird sie für eben diesen Dienst getötet. Dazwischen gibt es nicht viel. Ein paar vereinzelte Gespräche mit XIII und der Entschluss, das eigene Leben umzukrempeln. In der Spin off-Serie „XIII Mystery“ werden Charaktere aus dem XIII-Universum näher vorgestellt. So wurden beispielsweise bisher die Charaktere La Mangoust, Jones, Steve Rowland oder Colonel Amos näher betrachtet. Im jüngsten, achten Band der Serie wird die Biographie der Ärztin Martha Shoebridge geschildert. Und das ist durchaus verwunderlich, da der Charakter in der Hauptserie von William Vance und Jean van Hamme nicht zu den stärksten oder wichtigsten gehört.



Fazit:
„XIII Mystery“ ist als spin-off Serie vornehmlich interessant für Kenner der Hauptserie. Und die sollten sich definitiv auch den 8. Band zulegen. Eine spannend erzählte Hintergrundbiographie. Mir zumindest geht es so, dass ich jedesmal, wenn ich einen Band von „XIII Mystery“ gelesen habe, sofort auch noch mal in die Hauptserie reinblättere.

XIII Mystery - Martha Shoebridge - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

XIII Mystery - Martha Shoebridge

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-551-71078-9

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gelungene Charakterstudie
  • Spannende Ergänzung zur Hauptserie
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 04.09.2016
Kategorie: Alben
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