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Comic-Besprechung - Okitenemuru Band 1

Geschichten:
Okitenemuru 1
Autor, Zeichner: Hitori Renda, Übersetzung: Antje Bockel

Story:

Das Leben von Kanata ändert sich, als er Zeuge wird, wie sich ein Mensch verwandelt. Auf einmal trägt dies Person einen Tierkopf und beißt andere Leute einfach tot. Was ist da nur los?



Meinung:

"Okitenemuru" ist das Werk des Mangakas Hitori Renda. Dieser hat bereits zuvor bei "Ousama Game" die Zeichnungen geliefert. Man darf also gespannt sein, was dieser Horror-Manga so bringen wird.

Kanata verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten. Wenn er sein linkes Ohr auf eine bestimmte Weise berührt, kann er Entferntes ganz nahe sehen. Und so entdeckt er eines Tages, wie ein Schulkamerad sich verwandelt hat und anscheinend ein Massaker unter anderen Menschen veranstaltete. Und noch während er sich fragt, was da nur los ist, wird er auf einmal Teil einer mysteriösen Organisation.

Es geht bei "Okitenemuru" nicht gerade zimperlich zu. Detailliert zeichnet der Mangaka Hitori Renda, wie die Menschen sich verwandeln und andere zerfleischen. Das Blut spritzt dann nur so aus den Seiten. Wobei es einen gewissen Gegenpart gibt, denn die Transformationen der Menschen sind geradezu abstrus. Ein Mensch, der auf einmal einen gigantischen Giraffenkopf hat und andere zerfleischt… Da weiß man nicht so recht, was man davon halten soll. Ob man Lachen oder sich gruseln soll. Was wohl auch im Sinne des Autoren ist.

Denn es gibt wiederholt Szenen, die betont komisch sind, obwohl einem nicht wirklich danach ist. Wie zum Beispiel, als ein Mediziner in aller Seelenruhe am Schauplatz eines solchen Massakers isst. Und das ist beileibe nicht das einzige Mal, das Hitori Renda einen etwas ungewöhnlichen Sinn für Humor beweist. Man weiß halt nur nicht, ob man sich wirklich darüber amüsieren soll.

Immerhin kann die Handlung ansonsten überzeugen. Der Autor präsentiert eine spannende Story, bei der er immer wieder Fragen aufwirft, sich aber auch nicht allzu viel Zeit lässt, sie wenigstens teilweise zu beantworten. So erfährt man bereits in der ersten Ausgabe, was das Geheimnis hinter diesen Transformationen ist und welche Rolle Kanata dabei spielt.

Der ist der unbestrittene Hauptcharakter des Mangas. Er ist neugierig und will immer wissen, was hinter einem bestimmten Geheimnis steckt. Dabei erfährt er mitunter mehr, als ihm lieb ist.

Gleichzeitig ist er auch von allen Charakteren der Einzige, der mehr als das notwendigste Minimum an Charakterisierung erfährt. Alle anderen Figuren, die ebenfalls in der Geschichte dabei sind, haben dieses Glück nicht. Am schlimmsten trifft es dabei Shiki, ein weiblicher Charakter, der für die Action verantwortlich ist und ansonsten nur stumm in der Gegend herumsteht. Und das ist natürlich zu wenig. Man hätte sich gewünscht, mehr über diese faszinierende Gestalt zu erfahren. Doch leider ist dem eben nicht so!

Vielleicht wird sich dies im nächsten Band ändern. Jedenfalls hofft man es. Denn nur Kanata als Person, die wirklich glaubwürdig wirkt, reicht einfach nicht aus. Dasselbe trifft auch auf den älteren Arzt zu, der bislang nur als Comedy Relief auftritt. Und dessen Timing einen nicht wirklich überzeugt.

Die Zeichnungen von Hitori Renda sind solide. Sein Characterdesign ist überzeugend, wobei seine Monster wunderbar bizarr wirken.

Letzten Endes ist dieser Manga "Ganz Nett", mehr aber auch nicht.



Fazit:

Hitori Rendas "Okitenemuru" ist ein solider Manga, bei dem allerdings vor allem die Charakterisierung nervt. Denn bis auf die Hauptfigur Kanata wird kein anderer Charakter näher vorgestellt. Die Handlung versucht eine Balance aus Humor und Horror zu erreichen, was ihr allerdings nicht immer gelingt. Die Illustrationen sind solide, hauen einen aber nicht vom Hocker.



Okitenemuru Band 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Okitenemuru Band 1

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 7,99

ISBN 13:
978-3-551-79727-8

196 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Darstellung von Kanata...
  • Mischung aus Humor und Spannung ...
Negativ aufgefallen
  • ... der als einziger ausführlich charakterisiert wird
  • ... die nicht immer funktioniert
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 01.01.2017
Kategorie: Okitenemuru
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