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Comic-Besprechung - X-Men Archiv 1

Geschichten:
Giant-Size X-Men 1, X-Men 95-107
Autor: Chris Claremont , Zeicher: David Cockrum , Tuscher: Sam Grainger


Story:
In der ersten Geschichte um die lebende Insel Krakoa (hätte Chirac damals mal lesen sollen!) wird gezeigt, wie die neuen X-Men zusammenkamen und welche Fähigkeiten sie haben. Danach beginnen die Abenteuer des neuen Teams dann „richtig“. Zuerst geht es gegen Baron Nefaria, eine Mission, die den neuen X-Man Thunderbird das junge Leben kostet. Danach stoßen die X-Men zum ersten Mal auf das Volk der N´Garai, dessen verbotener Schrein sich just auf deren Privatbesitz befindet. Nachdem man den Schrein (fürs erste) zerstört hat, tritt Erik der Rote wieder auf und gewinnt Kontrolle über Polaris und Havok. Zu Weihnachten dann hetzt Steven Lang dem Team die Sentinels auf den Hals, und diese Auseinandersetzung führt die X-Men bis auf eine Station im Orbit der Erde. Als sie nach Langs scheinbarem Tod im Shuttle zurückkehren, geschieht es: Von Solarpartikeln verstrahlt, wird Jean Grey (scheinbar) zu Phoenix. Zurück auf der Erde machen einige X-Men Urlaub in Irland. In Sean Cassidys Schloss geraten sie jedoch in einen Hinterhalt von Black Tom Cassidy, den sie nur mit Hilfe der schlosseigenen Kobolde (!) bezwingen können. Anschließend geht es gegen Magneto, der hier seine Premiere in der neuen X-Serie hatte. Als Drahtzieher hinter allem kristallisiert sich mehr und mehr Erik der Rote heraus, dessen Bemühungen darauf abzielen, Xavier auszuschalten, damit dieser nicht Lilandra helfen kann, die hilfesuchend zur Erde kommt. Ihr Bruder ist der Shi´Ar-Thronwelt ein schlechter Kaiser, vor allem weil er drauf und dran ist, das ganze Universum zu vernichten, und Lilandra hat eine Rebellion initiiert - was sie zu einer verfolgten Verräterin macht. Erik ist kein anderer als Shakari vom Imperialen Sicherheitsdienst, von Lilandra ins Exil auf die Erde verbannt. Er kann mit Lilandra durch ein Stargate nach Hause fliehen, doch die X-Men folgen ihm. Nach dem kurzen Intermezzo des folgenden Heftes, das einen Einblick in Xaviers Seelenleben gewährt und schon deshalb höchst interessant ist, weil hier erstmals eine Andeutung Onslaughts auftaucht, kommt es in der Abschlussausgabe des Cockrum-Claremont-Runs dann zum Endkampf im Weltall.

Meinung:
Die erste, kreuzdämliche Geschichte um die lebende Insel Krakoa (jedesmal wenn ich sie lese suche ich nach der Sprechblase „Hey Leute, die Insel spricht Englisch!“) dient im wesentlichen nur dazu zu zeigen, wie die neuen X-Men zusammenkamen und über welche Fähigkeiten sie verfügen. Doch schon in diesem Abenteuer zeigen sich die wirklichen Neuerungen um dieX-Men, die die Serie während den folgenden Abenteuern schließlich zum Hit machten: In wunderbaren Zeichnungen zeigen uns die Macher hier kein 0815-Superheldenteam wie es die „alten“ X-Men waren, sondern eine Gruppe gesellschaftlicher Außenseiter, deren Gaben Fluch statt Segen sind, und die auch untereinander durchaus zu Antipathie und gar Aggression fähig sind. Das ganze Konzept des harmonischen Supiegrüppchens wird hier auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig werden erstaunliche, phantasievolle und spannende Geschichten geboten, die jede für sich echte Perlen darstellen. All diese Geschichten sind natürlich Kinder ihrer Zeit und wirken somit heute etwas naiv (obwohl sie im Vergleich zu anderen Comics dieser Zeit erstaunlich modern daherkommen!). Setzt man jedoch die Brille der modernen Lese- und Storygepflogenheiten ab, so eröffnen sich einem neue Comic-Dimensionen, die ihresgleichen suchen. Chris Claremont, der damals noch einer von den Guten war, schreibt ungeheuer dichte Geschichten, so intensiv und dabei so abwechslungsreich, dass man die heute vorherrschende, perfekt gestylte Handlungsarmut am liebsten im Klo runterspülen möchte. Auch die Dramatik kommt nicht zu kurz: Vor allem der Moment, in dem Jean sich, den Tod vor Augen, von Scott verabschiedet, sucht ihresgleichen. (Man ist noch Seiten später so mitgenommen, dass man ganz vergisst, sich schimmelig zu lachen, als Phoenix sich mit ihrer unbegrenzten neuen Macht zuallererst mal ein neues Kostüm zaubert.) Was die Hefte zudem für X-Fans absolut unentbehrlich macht, sind die weichenstellenden Ereignisse, auf die noch heute in jedem zweiten Heft verwiesen wird, und die in diesem Schuber live passieren. Bisher war dieses Basiswissen nur inform von Condor-Tb´s zugänglich („Die Zeit der Dürre und großen Trauer“) und das hieß, man konnte sich seine eigene Geschichte zurechtlegen - denn aus den Condortexten wurde sie ganz sicher nicht ersichtlich. Jetzt also bietet sich endlich die Gelegenheit, all diese coolen coolen Sachen im Originalformat und aus erster Hand mitzuerleben. Wir sind dabei wenn Thunderbird über die Klinge springt, wenn Moira MacTaggert zur Xavier School kommt (als Haushälterin!), Jean Grey zu Phoenix wird, undsoweiterundsofort. Die einzigen Wermutstropfen dieses Schubers sind das offene Ende - der Claremont-Cockrum-Run endete mit der Mutter aller Cliffhanger -; das Klopapier, auf dem die Hefte gedruckt sind; der - gerade deshalb - unverschämt teure Preis; und die Tatsache dass auch in dieser Edition keine Erklärung gegeben wird, warum Xavier seine Jungs und Mädels in die lustigen Kostüme gesteckt hat (bei den ultimativen X-Men war das ja anders)...

X-Men Archiv 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

X-Men Archiv 1

Autor der Besprechung:
Ronny Schmidt

Verlag:
Marvel Deutschland

Preis:
€ 99,00

Positiv aufgefallen
  • geniale Zeichnungen
  • ungeheuer dichte, abwechslungsreiche, spannende, phantasievolle Geschichten
  • Klassiker mit „Basiswissen“
Negativ aufgefallen
  • offenes Ende
  • sehr sehr teuer bei ultra-billigem Schleifpapier
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Rezension vom: 31.08.2001
Kategorie: X-Men
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