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Comic-Besprechung - In / Spectre 1

Geschichten:
In / Spectre 1
Autor: Kyo Shirodaira, Zeichner: Chashiba Katase


Story:
Kotoko wurde als Kind von geisterhaften Wesen namens Yokai entführt. Indem  sie ihr ein Bein und ein Auge nahmen, machten sie Kotoko zu ihrer Göttin der Weisheit. Ihre Aufgabe besteht darin nicht  nur zwischen den Yokai zu vermitteln, sondern auch zwischen ihnen und den Menschen. Als sie sich in den Studenten Kuro verliebt, reagieren die Yokai aber gänzlich unerwartet.


Meinung:
Mit dem ersten Band von In / Spectre liegt kein originärer Manga vor, sondern eine Comicadaption einer Light Novel. Wer den Roman kennt, kann aber bei dem Manga durchaus zugreifen, da der Autor selber im Nachwort erzählt, dass er geschmeichelt war, als ihm das Angebot unterbreitet worden war, eine Adaption aus seinem Stoff zu machen. Da er nach eigenem Bekunden keine Ahnung von Comicskripts hat, ließ er dem Mangaka freie Hand, was zu einigen Abänderungen führte. So gehen einige Straffungen und die Actionszenen auf den Zeichner zurück.

Zwei Dinge werden allein durch die Tatsache, dass hier eine Adaption vorliegt schnell erklärt. Zum einen warum der Band so dialoglastig ausgefallen ist und zum anderen warum eben gerade diese Dialoge so gut sind. Ganz offensichtlich wurde in dem Roman die Handlung vorrangig durch die Gespräche vorangetrieben und man enthielt sich ausufernden Beschreibungen, welche das Lesetempo verringert hätten. In der Übernahme dieses Stilmittels geht man ein Risiko ein, da es schnell statisch werden kann und sich alles im Kreise dreht (wie es etwa der Serie Box of Spirits ergangen ist). Aber das wird gut vermieden. Zum einen sind die Gesprächssituationen dynamisch gezeichnet, da immer wieder die Perspektiven geändert werden, zwischen Nahaufnahmen, Totalen, Halbtotalen und Close Ups gewechselt wird und auch die Reaktionen des Gegenübers gezeigt werden, während der Gesprächsanteil noch bei jemand anderem liegt. Das lässt die Dialoge lebendig und realistisch wirken.

Zum anderen sind sie einfach gelungen. Sie sind flüssig, lustig und dienen nicht einfach nur einer Beschreibung einer Handlung und einer Reflektion darüber, sondern erklären die Figuren und ihre Gedanken. Was gezeigt werden kann, wird gezeigt und die Dialoge enthüllen hier weitaus mehr  von den Figuren, ihren Gefühlen, Gedanken und Umständen als es ausgiebige Actionszenen hätten tun können. Indem man von den Gefühlen, Sorgen, Ängsten und Traumata der Charaktere erfährt, kommt man ihnen so näher. Nahezu unbemerkt taucht man sehr tief in den Band und seine Welt ein. Es ist kaum zu spüren, aber Schritt für Schritt ist man gefangen und mag die Charaktere die angenehm schräg sind, ohne jemals albern und unglaubwürdig zu wirken. Was gerade bei der Heldin sehr leicht der Fall hätte sein können. Aber hier wird die soziale Inkompetenz gut durch ihre langen Krankenhausaufenthalte erklärt. Zudem sorgt die Diskrepanz zwischen Lebensalter und Erfahrung für einen durchaus komödiantischen Zusammenprall zwischen unreifen Gefühlen und Abgeklärtheit bezüglich des Übernatürlichen und des Kampfes. Wozu dann auch die Dialoge wieder gedient haben und so mehr zum Vergnügen der Lektüre beigetragen haben als wenn es nur um die reinen Effekte bei den Actionszenen gegangen wäre. Auch die Horrorelemente die durchaus vorkommen, sind so sehr viel wirkungsvoller und der Band hat einen allein schon wegen seiner Hauptfigur, bei der man sich nicht auf einen Niedlichkeitsfaktor verlässt, schon längst am Haken.


Fazit:
Eine sehr gelungene Adaption einer Light Novel. Interessante Charaktere, eine spannende Geschichte, dynamische Zeichnungen und vor allem sehr gelungene Dialoge ziehen einen in die Handlung.

In / Spectre 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

In / Spectre 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
3842040873

ISBN 13:
978-3842040878

192 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • interessante Charaktere
  • Dialoge
  • dynamische Zeichnungen
  • Komik, Horror, Fantasy in einem gelungenen Mix
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 30.03.2018
Kategorie: Mangas
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