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Comic-Besprechung - Batman Metal Sammelband

Geschichten:

Batman Metal Sammelband
(Dark Days: The Forge 1, Dark Days: The Casting 1, Dark Nights: Metal 1-6, Dark Knights Rising: The Wild Hunt 1)
Autor: Scott Snyder, James Tynion IV, Joshua Williamson, Zeichner: Greg Capullo, Jorge Jimenez, Andy Kubert, Jim Lee, Doug Mahnke, Howard Porter, John Romita Jr, Inker: Jonathan Glapion, Klaus Janson, Jorge Jimenez, Doug Mahnke, Jaime Mendoza, Danny Miki, Howard Porter, Scott Williams, Colorist: Fco Plascencia, Hi-Fi, Wil Quintana, Alejandro Sanchez, Alex Sinclair, Jeremiah Skipper



Story:
In der letzten Zeit wurde Batman auf verschiedene seltsame Metalle aufmerksam. Als er die näher untersucht und weitere aufzufinden versucht, ahnt er nicht das er ein Spielball böser Mächte ist. So öffnet Batman unfreiwillig ein Portal in das Dunkle Universum und böse Spiegelbilder seiner Selbst und der Mitglieder der Justice League fallen über die Erde her. Und in ihrem Schlepptau ist niemand geringeres als der Gott der Furcht. Kann die Justice League nicht nur Batman, sondern die ganze Welt retten?


Meinung:
Das dicke Paperback Batman Metal beinhaltet die komplette Miniserie und einige kleinere weitere US-Hefte. Die verschiedenen Tie-Ins der anderen Superheldenserien wie etwa diejenigen von Green Lantern und Flash und deren jeweiligen Kämpfe gegen ihre Äquivalenten der bösen Batmen waren ja schon in diversen Paperbacks erschienen, so dass die hier unter den Tisch fallen, was zur Folge hat, das einige Handlungsabläufe abgebrochen werden, da sie auf anderen Seiten vervollständigt werden. Aber so was kennt man ja bereits von großen Events welche verschiedene Serien betreffen.

Nun hat man also die Hauptstoryline vor sich und es wird hier umso deutlicher, dass dieser Event schon lange vorbereitet worden ist. In verschiedenen Rückgriffen auf bisherige Ereignisse in der Batman-Serie erkennt man nun in der Retrospektive die Andeutungen was gleichzeitig den etwas merkwürdigen Titel erklärt. Denn Batman war verschiedenen Metallen ausgesetzt, was ihn nun zu einem Portal für eine böse Macht zu entwickeln droht. Dabei kann der Verdacht nicht ausgebügelt werden das Batman eigentlich der falsche dafür ist, eine universelle Krise auszulösen und sie natürlich auch zu verhindern. Denn trotz aller Fähigkeiten ist Batman schließlich nur ein Mensch und besitzt keine besonderen Fähigkeiten. Aber gerade diese Umkehrung macht auch einen speziellen Reiz aus. Bruce Wayne fungiert hier nämlich eher als Auslöser und Katalysator. Für den eigentlichen Kampf sind die stärkeren Helden die richtigen. Aber gerade aus dem Grund das der menschlichste der Justice League, jedenfalls was die Kräfte anbelangt, der Auslöser und der Kern der Krise ist, erlaubt es den Autoren einen Blick auf den Charakter zu werfen der hier etwas Neues und Frisches dazubekommt.

So führt die Arroganz des Mitternachtsdetektivs erst zur Katastrophe. Er ist der Meinung alles alleine regeln zu können und vertraut sich der Justice League oder seiner Bat-Familie nicht an. Die Erkenntnis, das Streben nach Wissen stellt er allen anderem voran und in Teilung der Kenntnis hätte er zugeben müssen, dass sogar Batman Angst hat vor dem was er erfahren hat. Das ist wohl eine der erstaunlichsten Szenen des Bandes, wenn er gegenüber Superman zugibt das er Angst hat. Dazu passt auch das die bösen Inkarnationen von ihm nicht nur Spiegelbilder der Mitglieder der Justice League sind, was die Kämpfe dann natürlich herausfordernder macht, sondern auch seine Ängste darstellen. Etwa die Mischung aus Batman und dem Joker, als der lachende Batman, dürfte wohl seine zentrale Furcht sein und so bekommt dieser Schurke auch den meisten Raum. Und Bruce Wayne hatte ja das Kostüm der Fledermaus gewählt, um Schurken Angst einzujagen und nun kommt ein Gott des Bösen in dieser Form auf die Erde. Batman wird also damit konfrontiert, was er anderen zugefügt hat oder besser noch: wie er die Welt sieht.

Was aber die Geschichte vor allem kurzweilig werden lässt, sind die immer wieder überraschenden Wendungen, welche auch die teilweise geschwätzig ausgefallen Szenen aufwiegen. Letztere wollen tiefgründig sein und es wird viel um den heißen Brei herumgeredet und unheilvolle Andeutungen fallen gelassen, aber letztlich wirkt das nur aufgebläht, da im Grunde keiner eine Ahnung hat, aber der Anschein davon erweckt werden soll.

Die Zeichnungen hingegen sind durchwegs gut gelungen und man kann tief in das Geschehen eintauchen. Paradoxerweise zeigt der Band aber auf, was sowohl Freunde als auch die Feinde solcher universeller Krisen als Argumente anführen können. So bleibt in der Essenz ein etwas gemischtes Gefühl zurück da vieles zu oberflächlich ist und die charakterliche Tiefe oft auf der Strecke bleibt. Es ist alles aufgebläht und wie so oft sind es dann die intimen Szenen die einem nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Aber allein schon das Team-Up zwischen Batman und dem Joker lohnt auf jeden Fall einen Blick in den Band hineinzuwerfen.


Fazit:
Durchwachsen. Zwar gibt es Action und einige Glanzstücke gerade in den ruhigeren Momenten, aber die Story wirkt auch unnötig aufgebläht und oberflächlich.

Batman Metal Sammelband - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman Metal Sammelband

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 28

ISBN 10:
374161257X

ISBN 13:
978-3741612572

284 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • unerwartete Wendungen
  • einige Glanzpunkte in den stillen Momenten
  • dynamische, detailreiche Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • aufgebläht und oberflächlich
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 03.07.2019
Kategorie: Batman
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