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Comic-Besprechung - Das letzte Einhorn

Geschichten:
Text: Peter S. Beagle
Adaption: Peter B. Gillis
Zeichnungen: Renae de Liz
Farben: Ray Dillon


Story:
Es ist das letzte – das letzte Einhorn. Und es macht sich auf eine phantastische Suche all die anderen Einhörner ausfindig zu machen. Die Legende berichtet von einem roten Stier, der alle anderen Einhörner ins Meer getrieben hat und dort gebannt hält. Um seine Artgenossen zu erretten, muss das eine verbleibende zum Menschen werden – sterblich werden. Gemeinsam mit den Freunden dem Magier Schmendrick und Molly Grue nimmt das letzte Einhorn, zur Frau geworden, den Kampf auf.



Meinung:
„Das Einhorn lebte in einem Fliederwald, und es lebte ganz alleine“ Mit diesen worten beginnt der Roman „Das letzte Einhorn“ von Peter S. Beagle. Das 1968 erstmals veröffentlichte Buch hat es nicht zuletzt durch den Zeichentrickfilm aus den 1980er-Jahren und der Filmmusik von Jimmy Webb zu Weltruhm geschafft. Nachdem bei Panini bereits 2011 eine Adaption des Stoffes für die Neunte Kunst erschienen war, liegt nun eine bibliophile Neuausgabe vor.
Beagle stellt mit seinem Roman eine Gratwanderung an. Die Geschichte des letzten Einhorns auf der Erde ist so märchenhaft, dass sie zwischen absolutem Kitsch und spannender Geschichte immer hin und her pendelt. Der Film von 1982 hat es seinerzeit geschafft dieses hin und her nahezu perfekt aufzugreifen und filmisch umzusetzen. Im Comic ist es für mich allerdings kein hin und her mehr, sondern nur noch ein hin – hin zum Kitsch, zum Zuckerguss. Das ist zwar definitiv schön anzusehen, aber unterm Strich einhornt es mir zu viel in diesem Band.
Beispielweise die Episode am Anfang der Geschichte bei Mama Fortuna und ihrem Zoo aus Sinnestäuschungen. Buch und Film transportieren Schein und Wirklichkeit perfekt. Die echte Harpyie, die unter allen Tieren, das einzige echte magische Wesen ist, wird bedrohlich und nicht von dieser welt dargestellt. Der Comic übergießt die Szene mit reichlich Zuckerguss, so dass am Ende, trotz eingesetzter dunkler Farben, nichts von dem Schrecken bleibt, den die Harpyie eigentlich verbreiten sollte. Ganz im Gegenteil, als es sich am Ende der Szene auf Mama Fortuna stürzt, sie sie eher aus wie eine alte Frau, die noch gerade ein paar Zähne im Mund hat.
Möglicherweise liegt das auch an den Zeichnungen von Renae de Liz. Das Artwork der Künstlerin scheint mir eine Spur zu glatt zu sein. Alle Seiten wirken wie aus einem Hochglanzmagazin. Die Mimik der Personen kommt über Mangaqualität nicht hinaus. Das ist eigentlich sehr schade, denn die Geschichte bietet so viele Emotionen. Aber eine märchenhafte Geschichte, in der es um Einhörner geht und dazu glatte Zeichnungen aus einem Hochglanzprojekt. Das ist mir too much – es einhornt zu viel.
Das darf natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich eigentlich um eine tolle Geschichte handelt, die natürlich vor allem in der Weihnachtszeit perfekt passt. Immerhin gibt es redaktionelles Zusatzmaterial, dass sich im Wesentlichen mit der Romanvorlage beschäftigt.



Fazit:
Die Comicadaption des Buches von Peter S. Beagle ist mir etwas zu zuckrig geraten. Raue stellen wurden glattgebügelt. Deshalb rate ich zu diesem Titel nur denjenigen, die es einhornig mögen. Es empfiehlt sich dazu der Soundtrack vom Jimmy Webb gesungen von „America“.



Das letzte Einhorn - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das letzte Einhorn

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 25

ISBN 13:
978-3-7416-1447-7

180 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Bibliophile Neuauflage
  • Redaktionelles Material
Negativ aufgefallen
  • Es einhornt zu viel
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 23.12.2019
Kategorie: Alben
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