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Comic-Besprechung - M.O.R.I.A.R.T.Y – das mechanische Imperium

Geschichten:
Text: Fred Duval / Jean-Pierre Pécau
Zeichnungen: Stevan Subic
Farben: Scarlett Smulkowski 


Story:
Wieder einmal treffen die legendären Sherlock Holmes und Professor Moriarty aufeinander. Diese Mal geht es um Androiden, die Poker spielen und den englischen Adel um ihr Vermögen erleichtern. Holmes enttarnt eine der genialen Maschinen und vermutet sofort dahinter einen Plan des Professors. Gemeinsam mit seinem treuen Freund Dr. Watson und seinem Verbündeten Winston Chruchill (!) macht sich der Meisterdetektiv auf, Moriarty zu stoppen. 



Meinung:
Das ausklingende 19. Jahrhundert ist für den modernen Menschen unserer Tage ein Füllhorn an Mystik und Geheimnisvollen. Reale und erfundene Figuren wie Dracula, Sherlock Holmes, Jack the Ripper, Frankenstein, dem Zeitreisenden oder Kapitän Nemo stehen für eine Zeitepoche, die als das viktorianische Zeitalter bekannt geworden ist. Mit einer lockeren Serie von Comicbänden feiert der Splitter-Verlag diese Epoche seit einigen Jahren und liefert eine überaus gelungene Hommage ab.
Gentlemen in entsprechender Kleidung strahlen Macht und Wohlstand aus. Herrschaftliche Häuser mit Dienern, Herrenclubs und feines Benehmen. Auf der anderen Seite Verkommenheit, Laster und eine Armut, die so groß ist, dass man für ein paar Pennys jeden verrät. Nebel wabert durch die Straßen, nur ab und zu durchbrochen von dem spärlichen Licht vereinzelt leuchtender Gaslampen. Das sind die äußeren Gegebenheiten, in denen eine lockere Reihe von Comics aus dem Splitter Verlag spielen. Angesiedelt in der Zeit zwischen 1876 und 1894 haben sie die Hochzeit der viktorianischen Zeitepoche zum Hintergrund. 
In realistischen Zeichnungen gehalten, spielt „M.O.R.I.A.R.T.Y – das mechanische Imperium“ mit unseren Vorstellungen jener Epoche. Es ist dunkel, düster und geheimnisvoll. Eine Welt voller aberwitziger Erfindungen: Von Maschinen, die wie Menschen aussehen. In dem Band, als Splitter Double, wird der Leser in eine dunkle Epoche versetzt, in der es fast so scheint, als wäre menschlicher Wahnsinn an der Tagesordnung – eine faszinierende Welt.
Tobias Weskamp, Pressesprecher der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft, kann die Faszination dieser Zeitepoche gut nachvollziehen: „Gesellschaftlich gesehen war es der unsrigen Zeit schon sehr ähnlich, daher können wir uns gut hineinversetzen. Andererseits waren durch die weißen Flecken auf der Landkarte noch Abenteuer möglich. Menschen studierten nicht jahrelang ein Fach, sondern machten Entdeckungen und Erfindungen durch eigene Experimente. Gleichzeitig war es aber auch die Zeit der vornehmen Ladys und Gentlemen mit Tournürenkleidern, Zylindern und Gehröcken.“
Es ist das spannende an den Holmes-Bänden, dass sie sich aber nicht ausschließlich auf den berühmten Detektiv beschränken. Geschickt werden Fäden zu anderen Personen aus der Zeit gesponnen. So tritt im aktuellen Band Winston Churchill auf. Man spürt in jeder Szene den liebevollen Umgang mit der Epoche.



Fazit:
Der Band „M.O.R.I.A.R.T.Y – das mechanische Imperium“ reiht sich perfekt in die anderen Sherlock Holmes-Bände aus dem Splitter Verlag ein. Schön gezeichnet, mit vielen spannenden und schaurigen Momenten ist es eine unterhaltende Lektüre. Ich habe dazu „Fanfare for the common Man“ von Aaron Copland gehört – empfehlenswert.



M.O.R.I.A.R.T.Y – das mechanische Imperium - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

M.O.R.I.A.R.T.Y – das mechanische Imperium

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 24

ISBN 13:
978-3-96219-298-3

128 Seiten

Bewertungen unserer Redaktion und unserer Leser

Positiv aufgefallen
  • Steampunk
  • Spannender Plot
  • Variationen bekannter Personen
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1.67
(3 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 23.01.2020
Kategorie: Alben
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