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Comic-Besprechung - Duke 4

Geschichten:
Von Gott verlassen
Text: Yves H.
Zeichnungen: Hermann


Story:
Duke, Sharp, Clem und Mullins – sie alle sind hinter den 100.000 Dollar her, die Mullins einst in einer Postkutsche unter Dukes Bewachung transportieren ließ. Während Sharp und seine Männer in dem Moment, als sie sich am Ziel ihrer Träume wähnten buchstäblich alles verloren, tragen Duke und Clem einen Bruderstreit aus. Dabei geht es um Clems tote Frau Mildred. Clem versucht deshalb sein Glück allein und will mit dem Geld abhauen. Aber er kommt nicht weit. Und auch Duke hat so seine Probleme, als er nach Kalifornien kommen soll – mit dem Geld. Dorthin ist auch seine Freundin Peg unterwegs. Die Zeichen deuten auf einen Showdown.



Meinung:
Die Alben von Hermann und seinem Sohn Yves H. können zu einer lieb gewonnenen Routine werden. Mindestens einmal im Jahr flattert ein neues Album ins Haus – sei es ein Oneshot oder eben ein neuer Band der Serie „Duke. Das urteil zu den jeweiligen Neuerscheinungen fiel sehr ähnlich aus: graphische Meisterwerke, die leider einen leicht zu durchschauenden Plot haben.
Nicht so im neuen Band von „Duke“. Er hat ich tatsächlich überrascht, denn die Geschichte ist spannend und lässt den Leser kaum Atem holen. Das liegt vor allem daran, dass das Autoren/Zeichner-Team einen großen Schritt in Richtung Italo-Western macht. Lange textlose Passagen gab es auch schon in den vorherigen Bänden der Westernserie. Aber mit dem neuen Band legen die Kreativen eine Hommage an den Spagetti-Western hin. 
Der Leser reitet im Geleit von wortkarge Antihelden ohne Biographie, irgendwo in der beeindruckenden Natur des Westens. Hier ist selbst die Armee verschlagen und jeder sucht seinen persönlichen Vorteil. Sergio Corbucci, der 1966 mit seinem Film „Django“ den Italo-Western mitbegründete, beschrieb seinen Typus Antiheld einmal so: „Django ist die polemische Antwort auf John Wayne, der mit buntem Hemdchen durch den Western stiefelt“. Und genau von diesem Typus Revolverheld strotzt der neue Duke-Band.
Damit einher geht natürlich auch eine zunehmende Brutalität in der Geschichte. Peg, Dukes Freundin, ist ein gutes Beispiel dafür. Sie wird entführt und beim Verschleppen in einen Sarg eingesperrt. Hermann hat in sehr eindrucksvollen Panels ihre Verzweiflung und die Enge ihres Verstecks dargestellt. Da ist der belgische Zeichner in seinem Element. 
Es bleibt spannend, wie Yves H. und Hermann die einzelnen Erzählstränge in einem potenziellen Band 5 zusammenführen. Die Bühne ist bereitet. Es wird vor allem spannend, ob sie die Spirale aus Gewalt und Makaberen weiter hochschrauben werden zur reinen Persiflage. 



Fazit:
Erstaunlich, dass einen der Altmeister franko-belgischer Comics immer noch überraschen kann – wenn auch „nur“ im Duo mit Yves H. Ein gelungener Band, voller guter und spannender Momente. Ich habe mir dazu von „Bad Religion“-Sänger Greg Greffin „Cold as a clay“ angehört. 


Duke 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Duke 4

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Erko-Verlag

Preis:
€ 14,95

ISBN 13:
978-9617081169

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Artwork
  • Spannender Plot
  • Hommage an den Spagetti-Western
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 01.05.2020
Kategorie: Alben
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