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Comic-Besprechung - Batman/Deathblow: Nach dem Feuer

Geschichten:
Text: Brian Azzarello
Zeichnungen: Lee Bermejo
Farben: Grant Goleash


Story:
Bei einer Straßen-Maustelle in Gotham-City wird eine abgehackte Hand entdeckt. Sie hält noch eine Todeskarte fest – also jene Karte, die Berufskiller als ihr Markenzeichen nach ausgeübtem Job hinterlassen. Die Karte besteht aus zwei parallelen roten Linien. Zehn Jahre vor diesem Zwischenfall ist Michael Cray, alias Deathblow, in den Straßen Gotham Citys unterwegs, um einen Killer zu fangen, der mit seinen bloßen Gedanken Feuer entzünden kann. Wie hängen die beiden Geschichten zusammen?



Meinung:
Die dreiteilige Geschichte „Nach dem Feuer“ von Brian Azzarello und Lee Bermejo, ist ursprünglich 2002 erschienen, also einige Jahre vor der Veröffentlichung ihres großartigen Joker-Comics, und auch vor „Before Watchmen: Rorschach“. Dennoch zeigt sich bereits in diesem frühen Band, dass sich mit Azzarello und Bermejo zwei kreative Köpfe gefunden haben.
Obwohl ich die Geschichte von Batman/Deathblow streckenweise etwas fad finde, muss die brillante Erzähltechnik von Azzarello hochgelobt werden. Denn anstatt des klischeehaften Wegs, den wir gerade in Superhelden-Comics öfters lesen müssen, hat das kreative Team einen anderen Weg gewählt, indem es zwei verschiedene Geschichten zu zwei verschiedenen Zeitpunkten erzählt. Diese Erzählungen – eine Detektivgeschichte mit Batman und ein Action-/Spionage-Thriller mit Deathblow von vor 10 Jahren – laufen parallel, während sich ein größeres Rätsel entfaltet, wobei die verschiedenen Ereignisse nach und nach ein Teil des Puzzles hinzufügen. Die Helden der Geschichte teilen dabei nie die gleiche Seite zusammen.
Dabei ist vor allem der erste Teil des Comics besonders gut gelungen: Batmans Bemühungen etwas über Deathblows Vergangenheit zu erfahren. Hier hat der band seine Stärken. Das Fischen im Trüben, die Mutmaßungen – genial umgesetzt. Aber als der Band sich immer weiter dem Bösewicht öffnete, einen pyrotechnischen Killer und gleichzeitig die Verstrickungen der Politik und verschiedener geheimer Regierungsstellen zu thematisieren, ließ mein Interesse nach. In diesen Abschnitten werden die Zusammenhänge undurchsichtig, unlogisch und wirr. Vielleicht hätte der Geschichte ein Kapitel länger gutgetan, um die Nebenstränge der Erzählung besser einfangen und erläutern zu können.
Der Bösewicht der Geschichte verfügt über die Gabe mittels seiner Gedanken Feuer entstehen zu lassen. Was im ersten Moment auf mich wie eine explosiv-heiße Nuance wirkte, entpuppt sich beim zweiten hinsehen als lauwarme Inspiration. Denn alle weiteren Vorgänge im Comic werden als möglichst realistisch dargestellt, so gibt es häufige Verweise auf Regierungsorganisationen aus der Realität. Selbst Batmans Rolle entspricht eher der eines Detektives. Da wirken die plötzlichen Feuerbälle überflüssig und deplatziert. Manchmal ist weniger einfach mehr.
Was diesen Band am meisten auszeichnet ist das hyperrealistische Artwork von Lee Bermejo. Die Farbauswahl, in allen Bilder schwingt ein giftig grüner Stich mit, lässt mich grausen. Seine großen Bilder, aufgesplittet in viele Panels faszinieren mich. Es wird nicht einfach sein, ein andere Batman-Geschichte zu finden, die gleichfalls so düster und realistisch aussieht wie „Nach dem Feuer“. Die Farben in diesem Buch sind wirklich großartig und geben den Ton an. So kann, vor allem im zweiten Teil der Band eher als graphische Delikatesse gelesen werden. 



Fazit:
Brian Azzarello und Lee Bermejo erzählen eine atmosphärisch sehr dichte Geschichte. Sie ist düster und brutal – alle Zutaten also, die eine gute Batman-Geschichte haben sollte. Dennoch wirkt sich phasenweise etwas verwirrend und deshalb mitunter auch abgestanden. 



Batman/Deathblow: Nach dem Feuer - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Batman/Deathblow: Nach dem Feuer

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Panini

Preis:
€ 17,99

ISBN 13:
978-3-7419-1795-9

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Erzählstruktur
  • Artwork
  • Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • Story ist etwas fade
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Bewertung:
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Rezension vom: 30.05.2020
Kategorie: Alben
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