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Comic-Besprechung - Hombre – Gesamtausgabe 2

Geschichten:
Jingle Bells…Jingle Bells
Bis zum Hals im Schlamm
Im Feuer
Du bist nicht Adam
Die bestmögliche Welt
Siedler der Hölle
Text: Antonio Segura
Zeichnungen: Jose Ortiz


Story:
Die Reise durch eine postapokalyptische Welt geht weiter. Städteeinwohner dürfen ihre Städte nicht mehr verlassen. Sie sollen ausgehungert werden. Währenddessen werden auf dem Land weiter Lebensmittel produziert. Ein Nährboden auf dem der Schmuggel floriert. Einer der Besten: Hombre. In diesem Umfeld spielen die sechs Geschichten, von denen zwei in Farbe und die übrigen schwarz-weiß sind. Dabei hängen die Abenteuer nur lose zusammen. Der spanische Zeichner Paco Roca steuert ein Vorwort bei und Bernd Frenz beschließt den opulenten Band mit einem 14-seitigen redaktionellen Nachwort.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Hombre, was auf Spanisch „Mann“ bedeutet, lebt in einer post-apokalyptischen Welt. Kriege, Krisen, Rassenunruhen, die Welt lief nicht gut. Die Regierung erklärte daraufhin, dass Energie rationiert werden müsse, „vorübergehend“. Einige Monate später wurde der Strom abgestellt, das Benzin kam nicht mehr, die Städte wurden zu Fallen von Hungersnot und Krankheiten, während die Armee die Menschen am Aussteigen hinderte. Und als die Armee schließlich verschwand, setzten die Minenfelder die Arbeit fort.
In einer der Städte, in denen das Gesetz des Stärkeren herrscht, ist Hombre ein glatzköpfiger Vierzigjähriger und lässt sich nicht gerne verarschen. Als Kind kannte er die alte Welt. Während im ersten Teil der Gesamtausgabe seine Abenteuer weitestgehend in der Stadt stattfinden, mit all den Problemen von Banden, Schmuggel, Betrug, Diebstahl usw., versammelt der nun vorliegende zweite Teil auch Geschichten, die außerhalb der Stadtmauern spielen. Hier geht es eher um den Kampf um Ressourcen zwischen Gruppen von Überlebenden. 
Aber egal, ob innerhalb oder außerhalb der Städte, in beiden Fällen enden die Szenarien selten gut, und die Mitreisenden von Hombre überleben selten mehrere Abenteuer. Er scheint ein Engel des Todes zu sein, der das Unglück anzieht. 
Segura und Ortiz liefern ein zutiefst desillusioniertes Werk über die menschliche Natur. Sie zeigen die charakterlichen Schwächen der Menschen gnadenlos auf, sowohl in überfüllten Ghettos als auch auf dem Land. Bei Ersteren überwiegt die Habgier und im zweiten Fall der Wahnsinn – wie Hombre vor allem in der Geschichte „Du bist nicht Adam erfahren muss.
Seine Erfahrungen machen aus ihm einen zynischen Anti-Held, der sich einzureden versucht, dass er seine Gefährten ohne Zögern sterben lassen würde, wenn er müsste, versucht jedoch jedes Mal, dem Menschen zu vertrauen. Das wird ihm allerdings eins ums andere Mal schlecht gedankt.
Mir hat am zweiten teil der Gesamtausgabe vor allem die große Anzahl an schwarz-weiß Geschichten gefallen. Denn auf diesen Seiten kann die ganze großartige Zeichenkunst von Ortiz bewundert werden. Sein Strich schafft in diesen Originalversionen eine unvergleichliche Atmosphäre. Während im ersten Teil der dreibändigen Edition leider nur sechs Seiten in schwarz-weiß waren, präsentiert der neue Band rund zwei Drittel so. Ein Genuss!
Höhepunkt des Bandes ist für mich die Geschichte „Die bestmögliche Welt“, die mit rund 50 Seiten auch gleichzeitig die längste im Band ist. Erzählt wird im wesentlichen wie Hombre einen Wagen voller Lebensmittel zurückerobert, der ihm gestohlen worden war. Einerseits zeichnet das Artwork diese Geschichte aus. Mit vielen Details entwirft Ortiz postapokalyptische Hintergründe. Man sieht Denkmäler, die vom grün wieder überwachsen sind, kaputte Straßenzüge oder verfallene Häuser. Großartig. Dazu liefert und Segura eine spannende Geschichte, die immer wieder durch eine erzählende Stimme aus dem Off in den Hintergrund gedrängt wird. Hier erfährt der Leser spannende Details, wie sich die Gesellschaft nach ihrem Zusammenbruch neu sortiert hat und das Barbarische obsiegte.



Fazit:
Der zweite Teil der Gesamtausgabe bietet wieder spannende Geschichten aus einer postapokalyptischen Welt. Dazu viele Seiten in schwarz-weiß, auf denen die ganze Pracht des Artworks bewundert werden kann. Wer „Jeremiah“ und „Mad Max“ mag, sollte unbedingt zugreifen.



Hombre – Gesamtausgabe 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Hombre – Gesamtausgabe 2

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
All Verlag

Preis:
€ 29,80

ISBN 13:
978-3-946522-94-2

184 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Postapokalyptische Atmosphäre
  • Ein Klassiker wieder zugänglich
  • Herausragendes Artwork
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 05.07.2020
Kategorie: Alben
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