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Comic-Besprechung - Mark Brandis: Aufbruch zu den Sternen

Geschichten:
Mark Brandis: Aufbruch zu den Sternen
Autor:
Nikolai von Michalewsky
Titelillustration und Zeichnungen: Michael Vogt



Story:
Die Besatzung eines Raumfrachters, entdeckt auf dem Flug zur Venus einen blinden Passagier, in seinem Frachtraum. Captain Nelson ist anfangs nicht ganz so begeistert von Mark Brandis, aber in der Stunde der Not merkt er sehr schnell, wie sehr er sich auf den Jungen verlassen kann.

Auch die Heimkehr eines Astronauten steht unter keinem guten Stern und bei Floby Dick handelt es sich um eine von einem menschlichen Gehirn bemannten Raumsonde, die durch das Sonnensystem schwirrt. Eigentlich ganz harmlos, jedoch das  Ziel eines gelangweilten Superreichen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Obwohl die eigentliche Serie abgeschlossen ist, so hat Michael Vogt doch noch nicht sein ganzes Pulver in Bezug auf Mark Brandis verschossen. In einem Sonderband reicht er nun die verschiedenen Kurzgeschichten-Adaptionen nach.

Zwei der drei Kurzgeschichten sind schon einmal erschienen, aber Aufbruch zu den Sternen und Die Heimkehr eines Astronauten wurden von dem Künstler noch einmal bearbeitet und letztere sogar noch um zwei Seiten erweitert, um die Geschichte etwas runder und glaubwürdiger zu machen. Die Titelgeschichte ist zudem auch in ein zweiteiliges Hörspiel umgesetzt worden, da dass die Wahrscheinlichkeit die Story zu kennen, noch ein wenig größer ist.

Neu ist nur die dritte Geschichte „Floby Dick“, die nicht wie die anderen vor den Romanen mit dem erwachsenen Vega-Commander spielt, sondern viel später. Längst hat dort Mark mit Freunden eine neue Organisation gerettet, die nun jeden – ungeachtet der Herkunft – auszieht, um Menschen im All zu retten.

Allerdings führt diese Geschichte vor Augen, dass es manchmal ausgerechnet die Monster sind, die sich menschlicher als die Erdlinge verhalten. Eine klare und nicht neue, aber eindringliche Aussage, die gerade zum Ende dieser Geschichte hin beeindruckend in Szene gesetzt ist.

Wie immer legt der Künstler sehr viel Wert darauf, das Ambiente der Original-Geschichten wieder zu geben, sei es nun in der Darstellung der Raumschiffe und Inneneinrichtungen oder dem Verhalten der Charaktere. Durch die Vermischung aus Retro-Stil und modernen Einflüssen entstehen zeitlose Erzählungen, die manchmal etwas naiv wirken, dann aber doch wieder etwas sehr Kraftvolles und Aktuelles ausstrahlen.



Fazit:
Mark Brandis: Aufbruch zu den Sternen ist die würdige Ergänzung zu der vierbändigen Comic-Reihe von Michael Vogt zu den Geschichten von Nicolai von Michalewski. Drei Kurzgeschichten aus der Jugend und der Zukunft der Helden strahlen noch einmal das aus, was die Reihe so besonders macht – die zeitlosen Sci-Fi-Abenteuer mit nachdenkenswerten Momenten, die Jung und Alt gleichermaßen ansprechen.



Mark Brandis: Aufbruch zu den Sternen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mark Brandis: Aufbruch zu den Sternen

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17,00

ISBN 13:
978-3741617881

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Atmosphärisch gezeichnet
  • Gelungene Kurzgeschichten-Adaptionen
  • Weitere spannende Abenteuer aus dem Mark Brandis-Universum
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 20.07.2020
Kategorie: Alben
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