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Comic-Besprechung - DC-Horror: Der Zombie-Virus

Geschichten:
DC-Horror: Der Zombie-Virus (Dceased 1-6,  Dceased: A Good Day to Die 1)
Autor: Tom Taylor, Zeichner / Inker: Trevor Hairsine, Stefano Gaudiano, Laura Braga, Richard Friend, James Harren, Darick Robertson, Trevor Scott, Neil Edwards, Colorist: Rain Beredo


Story:
Wieder einmal gelingt es der Justice League, Darkseid zurückzuschlagen. Seine Invasion wird verhindert, doch leider hat der böse Gott sein Ziel erreicht und die letzte Komponente der Anti-Lebens-Formel gefunden. Sie steckt in Cyborg der kurzerhand entführt wird. Bei der Entnahme kommt es aber zu einem Unglück der nicht nur Apokolips zerstört, sondern auch durch Technologie Menschen in zombieähnliche Monster verwandelt. Gelingt es den Helden, die Erde zu retten?


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Mit einem Verlags-Imprint namens Black Label erwartet man nicht nur Themen für erwachsenere Leser, sondern durchaus schon handfesten Horror. Die bisherigen deutschen Veröffentlichungen waren zwar düster und deutlich reifer gehalten, aber als reinen Horror konnte man sie nicht gerade bezeichnen. Gut, Batman Damned war deutlich übersinnlich geprägt, aber Superman: Das erste Jahr und Harleen konnte man nun wahrlich nicht dem Horror zuordnen. In einer späten Nachfolge zu den Marvel Zombies halten die lebenden Toten nun auch, sehr spät, Einzug in die DC-Welt.

Dabei wird es wohlweislich vermieden, die Infizierten als Zombies zu bezeichnen. So kann man den Vorwurf gerade noch umschiffen, viel zu spät auf den bereits abgefahrenen Zug der Zombie-Welle aufzuspringen. So sind es hier auch nicht klassische Zombies welche zu einer Apokalypse führen, sondern es wird sehr geschickt eine Tradition aufgegriffen. Der böse Gott von dem Planeten Apokolips, Darkseid, hatte schon viele Invasionspläne durchgeführt, ist aber immer an den Helden gescheitert. So auch diesmal. Schon auf den ersten Seiten wird er besiegt. Allerdings hat er nun den letzten Bestandteil der Anti-Lebens-Formel gefunden und kann sie nun verwirklichen. Sie wird zu einem zerstörerischen Virus der alle Lebewesen zombiehaft werden lässt. Aber sie infizieren sich nicht nur durch Bisse, wie es klassisch wäre. Stattdessen kann man sich auch über Internet anstecken. Folglich geraten alle Kommunikationsmöglichkeiten zur Lebensgefahr. Mit der Formel und Darkseids Ziel behält man also einen traditionellen Bestandteil bei, aber die Vermischung mit der Technologie und Zombies, was nicht neu ist, da es schon Stephen King in einem Roman verwendete, macht es beängstigend, da man kaum Möglichkeiten besitzt sich ihnen zu entziehen. Diese Verwandlung betrifft übrigens nicht nur Menschen und sogar Tiere, sondern auch die Helden und Schurken.

Wie passend ist da das phonetische Wortspiel des Originals. Das englische Wort „Deceased“ bedeutet verstorben und indem es anders geschrieben wird, nämlich „DCeased“ verliert es nicht an Bedeutung, aber arbeitet den Verlagsnamen geschickt ein. Autor Tom Taylor ging schon in Injustice nicht gerade zimperlich mit den Helden und Fanlieblingen um. So muss man sich auch hier auf einige Schocks einstellen und auch die Fanlieblinge sind nicht sicher. Manche Ikonen fallen auch recht schnell dem Virus zum Opfer und gerade die langlebigsten von ihnen sind nur kurz menschlich und die Garanten der Hoffnung werden zum Träger des Bösen. Man merkt also recht schnell, dass nichts und niemand sicher sind und das macht alles sehr spannend. Man sorgt sich sehr viel mehr um seine Lieblinge und Favoriten was alles sehr dramatisch macht.

Allerdings gibt es in der Story auch einige kleinere Schwachpunkte. So sind manche Entwicklungen etwas sprunghaft und die psychologischen Auswirkungen vom Kampf gegen Freunde und deren Tod kommt so gut wie gar nicht vor. Aber die alptraumhaften Bilder, die Brutalität und Schonungslosigkeit im Umgang mit Ikonen haben ihren Reiz und rechtfertigen allemal die Zuordnung zu diesem Label, wo am Ende nicht alles krampfhaft auf null gesetzt wird und sich als Traum entpuppt oder Alternativwelt (wie etwa bei Marvel). Ein starker Band. Grimmig, düster und auch für Horrorfans mehr als geeignet.


Fazit:
Grimmig, düster und der schonungslose Umgang mit den Ikonen des DC-Universums macht den Band sehr spannend.Nichts und niemand ist hier sicher und angesichts der Brutalität und der Dynamik verzeiht man auch manche etwas sprunghafte Entwicklungen.


DC-Horror: Der Zombie-Virus - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

DC-Horror: Der Zombie-Virus

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 24,00

ISBN 10:
3741618004

ISBN 13:
978-3741618000

220 Seiten

Positiv aufgefallen
  • schonungsloser Umgang mit Ikonen
  • Action, Spannung, Dramatik
  • düster, brutale Bilder
Negativ aufgefallen
  • manche Entwicklungen etwas sprunghaft
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Rezension vom: 23.08.2020
Kategorie: Black Label
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