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Comic-Besprechung - Eine Hommage an Leutnant Blueberry 1

Geschichten:
Das Trauma der Apachen
Text: Joann Sfar und Christophe Blain
Zeichnungen: Christophe Blain


Story:
Leutnant Blueberry wird Zeuge, wie zwei Indianerinnen von drei jugendlichen Weißen erschossen werden. Die jugendlichen gehören zu einer Minensiedlung, die von einem religiösen Fanatiker angeführt wird. Während die Apachen die schuldigen Mörder suchen, macht sich Blueberry auf den Weg, um eine Auseinandersetzung zu verhindern. Dabei läuft für ihn auch im Ford nicht alles rund, denn eine Affäre mit der Frau des Befehlshabers, Colonel Benjamin Tyreen, verkompliziert seine Mission. Und während er verzweifelt gegen seine Gefühle ankämpft, hat der Vater der Mörder die Todesschützen verstoßen, damit sie sich im Kampf den Apachen stellen soll. 



Meinung:
Nach „Spirou“, „Alix“, „Blake und Mortimer“ sowie vielen anderen Topserien aus der franko-belgischen Comicküche, ist nun an „Blueberry“ neu aufbereitet zu werden. Ein spannender Versuch, bei dem ich gespannt war, ob mehr als eine lauwarme Kost zustande kommt.
Joann Sfar und Christophe Blain, die beiden Kreativköpfe der Hommage an Blueberry, treten dabei in die Fußstapfen von Jean-Michel Charlier und Jean Giraud. Es dürfte sich sicherlich um eine der ehrgeizigsten Herausforderungen der jüngsten Welle zur Wiederbelebung franko-belgischer Klassiker handeln. Um die Aufgabe (ein wenig) zu vereinfachen, haben sich die Autoren dafür entschieden, ihr Abenteuer vor dem Hauptteil der Serie anzusiedeln, als Mike auf einem Außenposten „irgendwo im Westen“ stationiert war – kurz nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs. Damit entledigen sie sich der Verantwortung, Charaktere oder Schauplätze aus der ursprünglichen Serie zu übernehmen. Ein guter Schachzug, meines Erachtens, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass wir mit der „Eine Hommage an Leutnant Blueberry“ ein gutes Album vorliegen haben.
Sehr gut hat mir der Gegensatz zwischen Zeichnungen und Inhalt gefallen. Beim ersten Durchblättern musste ich angesichts des ruppigen Zeichenstils von Sfar und Blain an die Arbeit des jungen Giraud denken – eben an die ersten Blueberry-Bände. Das fand ich im ersten Moment etwas enttäuschend, da ich die Befürchtung hatte, dass die Wiederbelebung des Leutnants einfach nur ein neuer Aufguss ist. Aber, der Plot des Albums belehrte mich schnell eines Besseren. Die Geschichte trägt durch den Indianerkonflikt, die sich Zuspitzende Handlung und nicht zuletzt durch die unaufgeregte und detaillierte Erzählweise (immerhin ist die Geschichte auf mindestens zwei Bände angelegt) zwar Elemente der alten Blueberry-Saga, aber sie ist vom ersten Panel an spannend. Dazu mag auch die Brutalität beitragen, die das Kreativ-Duo eingebaut hat und die aus den Charlier-Geschichten unbekannt ist. 
Aber nicht nur durch das Erzähltempo und dem ausgewählten Plot verneigen sich Sfar und Blain vor den Schöpfern der Serie. Auch die Blueberry-Tradition reale Personen in die Geschichte aufzunehmen findet Einzug in den neuen Band. So kommt im Lauf der Geschichte ein farbiger Soldat namens Woody zum Einsatz. Dessen Gesichtszüge kamen mir bekannt vor. Aber ich brauchte etwas, bis ich ihn zuordnen konnte. Es dürfte sich um Woodrow Wilson Woolwine Strode, kurz Woody Strode, handeln. Kommt nicht bekannt vor? Hierbei handelt es sich um einen amerikanischen Schauspieler und Sportler, der mir vor allem durch seine Rolle in Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ bekannt war. Die Einstiegsszene, in der drei Killer auf Mundharmonika warten. 



Fazit:
Obwohl Blueberry im Band von Sfar und Blain neue Wege beschreitet, werden einige Aspekte der Kultserie von Charlier und Giraud übernommen. Dabei gelingt ihnen der Spagat zwischen Hommage und Neuentwicklung - alles andere als lauwarme Kost. Ich jedenfalls freue mich schon auf das Ende der Geschichte.



Eine Hommage an Leutnant Blueberry 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Eine Hommage an Leutnant Blueberry 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Egmont Comic Collection

Preis:
€ 15

ISBN 13:
978-3-7704-4103-7

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aspekte des Klassikers aufgenommen
  • Passt sich problemlos in die Serie ein
  • Neue Erzählweise
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 25.09.2020
Kategorie: Alben
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