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Comic-Besprechung - Aliens – Staub zu Staub

Geschichten:
Text und Zeichnungen: Gabriel Hardmann
Farben: Rain Beredo


Story:
Max, eigentlich Maxon, ist ein zwölfjähriger Junge, der eines morgens sein ganzes Leben im Chaos versunken vorfindet. Irgendwo auf einem weit entfernten Planeten klebt etwas entsetzliches an dem Gesicht seiner Mutter und draußen vor der Tür schießen Männer auf einen unsichtbaren Feind. Überall Geschrei. Und das ist erst der Anfang einer Horrorfahrt aus Sicht eines Kindes auf dem Sprung zum Jugendlichen.



Meinung:
In seinem kurzen Vorwort erläutert Gabriel Hardman, was ihn an den Alien-Filmen so fasziniert. Es sind vor allem die ersten beiden Teile, die von Ridley Scott und James Cameron inszenierten Streifen, die es dem Comickünstler angetan haben. So war es der Grusel, der ihn beim ersten Teil überzeugt und die Action beim zweiten. Hardmans Vorstellung war es nun, das Unheimliche und die Action miteinander zu verbinden in einer Geschichte. 
Herausgekommen sind knapp 90 Seiten Hochspannung. Der Leser erhält kaum die Gelegenheit einmal durchzuatmen. Der junge Max wird in seinem Bett wach und von da an geht die Post ab: durch die Siedlung, in der Rettungsfähre, auf der Planetenoberfläche und schließlich in der Terraformanlage – und überall spürt er und seine kleine Schar Verbündeter im Überlebenskampf den Atem der Xenomorphs im Nacken. 
Freilich hat diese Hetzjagd ohne Pause auch seine Nachteile. Das Herausarbeiten von Charakteren zählt dabei sicherlich nicht zu den Stärken des Bandes. Wann sollte das auch passieren? Beim Rennen über die unwirtliche Planetenoberfläche? Oder im Angesicht einer neuen Alienattacke. Hardman hat seine Prioritäten gesetzt. Und das zieht er vom ersten bis zu letzten Panel durch.
Auch der Horror des ersten Films kommt in dem Band nicht zu kurz. Dazu passt ausgezeichnet der Stil von Hardman, dessen rauer Pinselstrich an Sean Murphy erinnert, aus dessen Feder unter anderem „The Wake“ oder auch der vierte Band von „American Vamire“ stammen. Dieser harte mitunter ungenaue Strick mit viel schwarz schafft die unheimliche Atmosphäre, die es braucht, um dem Horror den Weg zu ebnen.
Bilder in denen Menschen mit weit aufgerissenen Augen, die Klaue eines Xenomorph ihr halbes Gesicht verdeckend den Betrachter um Hilfe anzuflehen scheinen, ziehen ihn in die Geschichte, offenbaren das ganze Grauen, das von den unheimlichen Wesen aus dem All ausgeht. Hardman tut gut daran, nicht alles auszuleuchten. Viele Panels bleiben im Dunkel, zeigen die Szene nie ganz, deuten an, lassen Platz für Spekulationen. So geht Horror im Comic und so funktioniert der auch der erste Teil der Filmsaga.
Ein weiterer Punkt, der den Horror in der Geschichte vorantreibt ist die Perspektive. Hardman erzählt seine Geschichte aus Sicht des 12-jährigen Max. Max versteht seine Welt nicht mehr. Seine Mutter, die sich um ihn gekümmert hat, die ein neues Leben mit ihm beginnen wollte, explodiert schier vor seinen Augen. Alles um ihn herum versinkt im Chaos. Und aus den Trümmern seines Lebens entsteigt ein Wesen – schwarz, mit einem grässlichen Maul und Säure als Blut.



Fazit:
Ein neuer Alien-Band bei Cross Cult. Eine Geschichte, die es in sich hat. Eine wilde Achterbahnfahrt. Alien ist der Stoff, der niemals langweilig wird. Eine fesselnde und gruselige Geschichte.



Aliens – Staub zu Staub - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Aliens – Staub zu Staub

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 15

ISBN 13:
978-3-96658-123-3

96 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Rasanter Erzählstil
  • Unheimliche Panels
  • Fesselnder Plot
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 17.11.2020
Kategorie: Alben
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