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Comic-Besprechung - Spirou und Fantasio Spezial 30

Geschichten:
Spirou bei den Sowjets
Text: Fred Neidhardt
Zeichnungen: Fabrice Tarrin


Story:
Spirou und Fantasio in den 1950er-Jahren. Der Kalte Krieg tobt weltweit. Graf Rummelsdorf wird in die UdSSR entführt. Dort soll er den Sieg des Kommunismus vorantreiben. Denn sowjetische Wissenschaftler haben das Gen des Kommunismus entdeckt, das nun weltweit verteilt werden soll. Spirou und Fantasio machen sich sofort auf die Suche nach ihrem Freund und erleben das Land der Sowjets auf ganz eigene Weise.



Meinung:
Jeder weiß, dass die beiden Verlagshäusern von „Spirou“ und „Tintin“ eine traditionelle Rivalität miteinander verbindet. Und wenn man sich dann vor Augen führt, dass das erste Abenteuer von Tim und Struppi im Lande der Sowjets stattfand, war es nur eine Frage der Zeit, bis Spirou sich ebenfalls auf den Weg in die Sowjetunion macht. Und wie sein rotschopfiger Kollege verbrät Spirou im Wesentlichen Vorurteile, nur dass der Page dies bewusst zur allgemeinen Erheiterung tut. Kein Wunder auch, denn zwischen „Tim im Lande der Sowjets“ und „Spirou bei den Sowjets“ liegen über 80 Jahre. Was für Tim noch Fakt war, stellt sich bei Spirou als Überspitzung da. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die beiden Helden bereits 1990 in „Abenteuer in Moskau“ von Tome und Janry zum ehemaligen Klassenfeind geschickt wurden.
Mittlerweile liegen von der Sonderreihe „Spirou und Fantasio Spezial“ bereits 30 Bände vor. Zusammen mit der normalen Reihe und dem „Spirou präsentiert“, zeugt das von einem großen Austausch an Spirou-Bänden. Da ist es schön, mal wieder einen überragenden Band aus dem Spirou-Universum lesen zu können. Denn „Spirou bei den Sowjets“ ist ein großer Lesespaß. Vor allem auf den ersten Seiten sprudelt der Band nur so vor Andeutungen. Es gibt Reminiszenz an Gaston, Tim und Struppi, James Bond und viele mehr. Fast in jedem Panel gibt es was zu entdecken. Zwischen den vielen kulturellen Bezügen (und ich bin sicher, dass ich eine Menge davon verpasst habe), den Wortspielen und Anspielungen („Kennen Sie meinen Onkel Vania?“ fragt eine Russin) gestehe ich, dass ich oft gelächelt habe und sogar einige Male in Gelächter ausbrach. Die Dynamik und der Enthusiasmus der Geschichte trugen mich durch ganz Sowjetrussland.
Mir hat die Lektüre dieses Albums, das Abenteuer, Action und respektlosen Humor vermischt, wirklich Spaß gemacht. Mit dem vorliegenden Band haben die beiden Kreativen Fred Neidhardt und Fabrice Tarrin die zweite gemeinsame Arbeit vorgelegt. Aber im Gegensatz zu ihrem Erstlingswerk, „Die Gruft derer von Rummelsdorf“ haben sie hier noch mal deutlich zugelegt. Das Szenario ist eingängig. Es ist voller Wendungen, so dass ich mich keine Sekunde gelangweilt habe. Vor allem in der doppelten Wendung in den Schlussszenen der Geschichte zeigt sich die Ideenvielfalt der Geschichte. 
Ich empfand die Geschichte als einzige Hommage an Franquin, aber auch an die Zeit von Tome und Janry. Dazu passen ausgezeichnet die Zeichnungen von Fabrice Tarrin. Er hat sich den grafischen Stil Franquins, aber auch sein gesamtes Universum perfekt angeeignet. Von der ersten Seite an fühlte ich mich an die frühen Abenteuer erinnert. Die Passagen in Moskau erinnern unweigerlich an die Albumen von Tome und Janry. 



Fazit:
Ein spritziges Album voller Gags und guter Einfälle. Nach einigen eher mittelmäßigen Bänden endlich mal wieder ein Abenteuer, bei dem ich weiß, wieso ich Spirou und Fantasio so mag.



Spirou und Fantasio Spezial 30 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spirou und Fantasio Spezial 30

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-551-77639-6

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Gute Einfälle
  • Reminiszenzen
  • Spritzige Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 15.12.2020
Kategorie: Alben
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