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Comic-Besprechung - Green Lantern 3: Die Herrschaft der Blackstars

Geschichten:
Green Lantern 3: Die Herrschaft der Blackstars (Green Lantern: Blackstars 1-3; The Green Lantern Annual 1)
Autor: Grant Morrison, Zeichner: Xermanico, Giuseppe Camuncoli, Inker: Trevor Scott, Colorist: Steve Oliff


Story:
Hal Jordan hat sich den Blackstars angeschlossen und nennt sich nun wieder Parallax. Die Green Lanterns gibt es nicht mehr und die Blackstars machen sich daran einen rigiden Polizeiapparat aufzubauen. Doch als Beelzebeth als Hochzeitsgeschenk von Hal verlangt das er die Erde zerstören soll, kommt es zum Krieg mit Hals alten Freunden.

Meinung:
Der dritte Paperback des Runs von Autorenstar Grant Morrison zu dem klassischen Helden Green Lantern ist ein interessantes Gedankenspiel. Es war im letzten Band schon absehbar das sich Hal Jordan den Blackstars anschließt wobei es in der Schwebe blieb ob es auf Geheiß der Wächter oder aus eigenen Antrieb war.

Nun ist Hal Jordan also eine Blackstar und nennt sich wie sein altes böses Ich Parallax, was eigentlich schon die Richtung vorgibt in der er sich entwickelt hat. Er ist mit der Vampirin Beelzebeth zusammen und bildet nicht nur ein Führungsduo der Blackstars, sondern sie sind ein Paar und sogar verlobt. Das Gedankenspiel betrifft nun die Rolle der Blackstars welche im Grunde das böse Spiegelbild der Green Lanterns sind. Was geschieht, wenn die Polizei nicht in die Schranken gewiesen wird? Wenn es keine Kontrollinstanz gibt, welche die Ordnungskräfte davon abhalten ein Selbstläufer zu werden? Der Sprung von Gesetzeshütern zu faschistischen Einheiten  mit dem passenden Gedankengut führt über den Law und Order Gedanken der nicht reglementiert wird, nicht in produktive Bahnen für die Gesellschaft gelenkt wird.

Hier haben die Blackstars nun die Lanterns abgelöst und ohne die Wächter, in dem Sinne einer verkörperten Kontrollinstanz, sind sie durchwegs rassistisch. Dazu gehört auch der messianische Gedanke ihres Gründers, des Commanders. Dieser ist an sich nicht schlecht und er meint es vielleicht sogar gut, aber die Story zeigt auf wenn messianische Gedanken im eigenen Sinne interpretiert werden und so die Religion zum Machtfaktor wird.

Natürlich ist der Comic keine politische und philosophische Abhandlung aber die genannten Themen schwingen im Unterbau immer mit, da sie das Handeln der Charaktere bestimmen und somit auch die Konflikte begründen. Es wird dramatisch als die Hochzeit konkreter wird, denn Beelzebeth  (deren Name eine Vermischung von Beelzebub und der Gräfin Elizabeth Bathory darstellt welche angeblich im Blut von Jungfrauen badete, um sich ihre Schönheit zu erhalten) verlangt von Hal die Auslöschung der Erde als Hochzeitsgeschenk. Natürlich nehmen das Superman, die Justice League und die anderen Helden das nicht hin und es kommt zum Krieg was Freunde kosmischer epischer Weltraumschlachten erfreuen dürfte. Manches wirkt gegen Ende dramaturgisch etwas zu bemüht, aber immerhin werden bis dahin einige beeindruckende, ja sogar alptraumhafte Bilder gefunden die es doch vermögen manche Logiklöcher zu stopfen und abrupte Entwicklungen beinahe vergessen machen. Man sieht angesichts der Opulenz und graphischen Fantasie einfach drüber hinweg.

Nach der eigentlichen Storyline um die Blackstars gibt es noch eine Zusatzgeschichte welche durchaus interessant ist mit einer Umkehrung des ersten Eindrucks von einem Flüchtigen, einen Einblick in die dysfunktionale Jordan-Familie und deren Story mit ihrer Kritik an dem Smartphone-Wahn durchaus interessant ist, wofür aber auch diesmal nicht genügend Raum ist. Insgesamt gesehen also ein durchaus interessanter Band der aber doch einige Schwächen in der Glaubwürdigkeit aufweist.


Fazit:
Einige Lücken in der Story lassen die Dramaturgie etwas bemüht erscheinen, aber die Opulenz der Zeichnungen lässt einen darüber hinwegsehen. Nicht der beste Band von Morrison, aber dennoch faszinierend.


Green Lantern 3: Die Herrschaft der Blackstars - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Green Lantern 3: Die Herrschaft der Blackstars

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,00

ISBN 10:
3741620319

ISBN 13:
978-3741620317

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • unterschwellige Gesellschaftskritik
  • Action
Negativ aufgefallen
  • Logiklöcher
  • dramaturgisch etwas bemüht
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Rezension vom: 19.11.2020
Kategorie: Green Lantern
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