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Comic-Besprechung - Geschichten aus dem Hellboy Universum 10

Geschichten:
Geschichten aus dem Hellboy Universum 10
B.U.A.P.: Der Exorzist

Autor: Mike Mignola, Cameron Stewart, Chris Roberson, Zeichner: Mike Norton, Colorist: Dave Stewart

B.U.A.P.:Möge die Stunde kommen
Autor: Mike Mignola, John Arcudi, Zeichner: Laurence Campbell, Colorist: Dave Stewart

Abe Sapien: Der trostlose Strand
Autor: Mike Mignola, Scott Allie, Zeichner: Max Fiumara, Sebastian Fiumara, Colorist: Dave Stewart

Witchfinder: Stadt der Toten
Autor: Mige Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Ben Steinbeck, Colorist: Michelle Madsen


Story:
Eine B.U.A.P.-Agentin hat auch Erfahrungen als Exorzist und macht auf der Suche nach verschwundenen Kindern eine gefährliche Entdeckung. Gleichzeitig geht der Krieg der B.U.A.P. gegen die Monster in eine entscheidende Phase. Während das Hauptquartier bedroht wird, entdeckt Johann eine Möglichkeit die Monster zu vernichten. Doch gelingt ihm das rechtzeitig? Abe hingegen bekommt einige Antworten auf seine Fragen und Befürchtungen. Im viktorianischen London bekommt es der Witchfinder ebenfalls mit Monstern zu tun, die eine dunkle Herrschaft über die Erde anstreben.


Meinung:
Für Fans ist der zehnte Band der Geschichten aus dem Hellboy Universum so oder so ein Pflichtkauf. Nicht nur aus den bekannten Gründen. Zum einen ist die Auflage dieser ziegelsteindicken Bände limitiert und demnach schnell vergriffen, zum anderen werden die hier enthaltenen Geschichten nicht anderweitig auf Deutsch veröffentlicht, so dass diejenigen welche nicht auf die englischsprachigen Ausgaben ausweichen wollen, hier ebenso schnell sein müssen.

Neben diesen bekannten Gründen, welche vor allem die Die-Hard-Fans ansprechen dürften, lohnt sich die Anschaffung für alle anderen Fans auch weil hier eine deutliche Zäsur vorgenommen wird. Es wird nicht eindeutig gesagt, aber vom Inhalt her dürfte der Zyklus Hell on Earth der Reihe B.U.A.P. hier zu Ende sein. Ob und in welcher Form mit welchem Inhalt weitere Geschichten aus dem Hellboy-Universum veröffentlicht werden, dürfte also spannend sein. Zumindest das Kapitel um Abe Sapien schließt sich hier und mit den hier enthaltenen Kapiteln endet die US-Soloserie des beliebten Fischmenschen. Man sieht also: drei Viertel der hier enthaltenen Geschichten bedeuten das Ende einer Serie oder zumindest eines großen Erzählzyklus. Grund genug für die Fans also, den Band zu kaufen.

Die erste Erzählung ist dabei grundsolide. Es wird ein in sich abgeschlossenes Abenteuer einer B.U.A.P.-Agentin erzählt die dem Rätsel nach verschwundenen Kindern nachgeht was sie zu einem geheimnisvollen Haus führt. Da diese Agentin Erfahrungen als Exorzist hat, nimmt sie die Sache auf sich. Diese Story ist spannend, atmosphärisch und weiß klassischen Grusel mit dem Hellboy-Universum glaubwürdig zu verbinden, wenngleich auch das etwas Besondere fehlt. Zudem ist es relativ schwach das viele Monologe der Heldin vorkommen. Mit gutem Willen kann man das dem Zustand zuschreiben, dass sie Angst hat und sich durch die Selbstgespräche selber Mut zuspricht. Mit bösem Willen wollte man auf Teufel komm raus Gedankenblasen vermeiden und durch die Vermeidung vom Off-Kommentar es flüssig lesbar belassen. Schwerer wiegen allerdings die kleinen Fehler in den Zeichnungen da die Figuren hier oftmals schielen.

Dann kommt das Zyklus-Finale und es weiß absolut zu überzeugen. Es ist actionreich, spannend, nimmt nochmal Nebenfiguren in den Blick und wie die Gegner schließlich bezwungen werden ist durchaus logisch. Hier darf allerdings nicht zu viel verraten werden, denn der Sieg kostet Opfer und einige Personen des Stammpersonals werden die Ereignisse nicht überleben. Sofern man das überhaupt sagen kann mit all den übersinnlich begabten Wesen und den übernatürlichen Geschehnissen. Jedenfalls ist dieses Kapitel absolute Pflicht.

Die Solo-Serie um Abe Sapien konnte bislang nicht überzeugen und es war eine weise Entscheidung vom Verlag Cross Cult sie nicht separat zu veröffentlichen, sondern im Rahmen dieser dicken Bände. Die hier enthaltenen Kapitel sind allerdings die besten. Sie sind spannend, fantasievoll, düster und actionreich. Wenngleich es insofern unbefriedigend ist das endgültige Antworten nicht gegeben werden, Abe also im Grunde nicht mehr weiß als vorher, es nun aber auf einmal akzeptiert. Sein weinerlicher Selbstfindungstrip geht also zu Ende indem er sich selber akzeptiert, annimmt und in einer symbolischen Schlacht sein dunkles Spiegelbild vernichtet. Fans werden hier viele Referenzen auf vorherige Ereignisse aus B.U.A.P. und Hellboy finden.

Die vierte Story um den Witchfinder Sir Edward Grey ist wieder einmal sehr gelungen. Man weiß das viktorianische Gruselfeeling mit modernem Horror und dem Hellboy-Universum gelungen zu verbinden. Leider sind die Zeichnungen aber arg flächig geraten und angesichts  des Settings hätte man doch gerne mehr Details in den Zeichnungen gehabt. Aber die Story an sich ist gelungen: atmosphärisch, spannend und es gibt genug Wendungen das man sich lange nicht sicher sein kann, um welche Art von Monster es sich hier überhaupt handelt.

Mindestens die Hälfte dieses Bandes ist für die Fans also wahre Pflicht. Gelegenheitsleser werden sich hier wohl nur schwer zurechtfinden, aber auch durch den hohen Preis abgeschreckt werden.


Fazit:
Für Fans ist dieser Band ein Pflichtkauf. Vor allem da hier die Solo-Serie um Abe Sapien endet und wohl auch der Zyklus Hell on Earth dramatisch zu Ende geht. Gelegenheitsleser werden aber ihre Schwierigkeiten haben.


Geschichten aus dem Hellboy Universum 10 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Geschichten aus dem Hellboy Universum 10

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 50

ISBN 13:
978-3966581011

500 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action, Spannung, Dramatik
  • Atmosphäre
  • Glaubwürdigkeit
  • Zäsuren
Negativ aufgefallen
  • schwächelnde Zeichnungen
  • manches Handeln unglaubwürdig
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
5
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 29.12.2020
Kategorie: Hellboy
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