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Comic-Besprechung - Heroes in Crisis

Geschichten:
Heroes in Crisis (Heroes in Crisis 1-9)
Autor: Tom King, Zeichner: Clay Mann, Lee Weeks, Mitch Gerards, Travis Moore, Jorge Fornes, Colorist: Tomeu Morey, Arif Prianto, Mitch Gerards


Story:
Superman, Batman und Wonder Woman hatten ein geheimes Sanctuary geschaffen in denen Helden nicht nur ihre physischen Verletzungen auskurieren können, sondern vor allem auch psychologische Hilfe bekommen. Denn die vielen Kämpfe und Verluste hinterlassen auch psychische Spuren. Doch dieses Refugium wird in seinem Innersten erschüttert als die Patienten ermordet werden. Während sich Booster Gold und Harley Quinn gegenseitig die Schuld geben, versuchen die anderen Helden den Täter zu ermitteln und gleichzeitig das Geheimnis um das Sanctuary zu bewahren, um ihre Kollegen und Freunde zu schützen.


Meinung:
Das dicke Tradepaperback beinhaltet die komplette Maxiserie Heroes in Crisis, also alle neun US-Hefte. Auch diejenigen welche von all den Events mittlerweile arg übersättigt sind, sollten sich von dem Titel nicht abschrecken lassen. Denn „Crisis“ bezeichnete bei DC schließlich immer Mega-Spektakel welche das bekannte DC-Universum umkrempelten, oder wieder herstellten, dann wieder minimierten, wieder ausufern ließen was Gelegenheitsleser komplett verwirren dürfte. Aber hier ist die Krise wörtlich zu verstehen, denn es geht nicht  um die Krise des Universums oder des Multiversums, sondern um die Helden die in einer Krise stecken. Und zwar in einer ganz persönlichen.

Im Grunde ist die Ausgangsidee genial und eigentlich auch wieder, wie bei so vielen genialen Ideen, so einfach und logisch das man sich fragt wie bislang niemand darauf gekommen ist. Da brauchte es mit Tom King einen ehemaligen CIA Agenten als Autor der weiß wie es Agenten und Soldaten ergeht die in einem Kriegsgebiet tätig waren. Helden und Anti-Helden erleben ja in all ihren Kämpfen und Schlachten nicht nur körperliche Verletzungen, sondern auch belastende Ereignisse und Verluste (hier sei nur der kontroverse Fall erwähnt wo die Green Lantern Kyle Rayner seine ermordete Freundin in einem Kühlschrank gestopft vorfindet). So entwickeln auch Superhelden posttraumatische Belastungsstörungen welche an einem geheimen Ort behandelt werden, welcher von Superman, Batman und Wonder Woman geschaffen worden ist. So logisch und einfach, das es eine geniale Idee ist.

Bis eben in diesem Refugium, also dem „Sanctuary“, Morde geschehen und alle Patienten getötet werden. Hier ist eine große Schwachstelle zu Beginn festzustellen. Es wird zwar mit einer hervorragenden Szene zwischen Booster Gold und Harley Quinn gestartet, aber es fehlt etwas an Dynamik da dann die Leichen gefunden werden, aber die Morde (noch) nicht gezeigt werden. So ist der Abgang einiger wichtiger Figuren wie Flash, Arsenal und Poison Ivy und einiger unbekannterer DC-Charaktere fast schon beiläufig und dadurch wenig dramatisch. Doch gibt das durchaus die Richtung vor: es geht hier nicht um ein ausuferndes Action-Spektakel. Auch wenn hier durchaus Action vorkommt, so ist es doch ein klassischer Krimi um die Auflösung eines Mordes. Also ein Whodunnit im Superheldengewand. Durch viele Rückblenden erfährt man dann auch warum welche Helden das Sanctuary aufgesucht haben und im Zuge dessen gibt es viele Verweise auf die DC-Historie. Etwa auf Alan Moores berühmtes Lächeln bitte in dem Batgirl schwer verletzt wird oder die Drogensucht von Green Arrows ehemaligem Sidekick Speedy der jetzt als Arsenal unterwegs ist. Bevor das alles zu düster wird, gibt es noch einige herrlich witzige Dialoge zwischen Harley Quinn und Batgirl. Die aber auch nicht erklären warum Harley immer wieder zwischen den Kostümen wechselt. Mal ist es das ursprüngliche aus Mad Love, mal das moderne mit den Hot-Pants wie in Suicide Squad. Auch Batman hat auf einmal wieder sein altes graues Kostüm an mit dem schwarzen Bat-Symbol auf der Brust, um dann im nächsten Kapitel wieder rein in schwarz gewandet zu sein. Nehmen wir es mal als Zitatfreude hin.

Insgesamt hat man hier nämlich eine Mischung aus Drama, Spannung, Action, Witz, hervorragend aufgebauten Zeichnungen und eine anspielungsreiche sowie psychologische dichte Erzählung vor sich, die einem bis zum überraschenden, aber etwas bemühten, Ende nicht mehr loslässt. Stark.


Fazit:
Ein starker Band. Hier werden die Charaktere ernst genommen und die Story ertrinkt nicht in einem Actionspektakel. Spannend werden auch die charakterlichen Brüche unter die Lupe genommen was auch zu vielen Verweisen und Zitaten führt. So müssen Superhelden-Krimis sein.


Heroes in Crisis - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Heroes in Crisis

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 26

ISBN 13:
978-3741620348

244 Seiten

Positiv aufgefallen
  • psychologisch dicht
  • Verweise und Zitate auf DC-Historie
  • Spannung
  • kein ausuferndes Actionspektakel
Negativ aufgefallen
  • Beginn zu undramatisch
  • unerklärte Kostümwechsel
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Rezension vom: 20.01.2021
Kategorie: JLA
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