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Comic-Besprechung - Roland, Ritter Ungestüm 1: Neue Edition

Geschichten:
Roland, Ritter Ungestüm: Neue Edition 1
(Der schwarze Prinz, Die Wölfe von Rotteck, Das Gesetz der Steppe)
Autor / Zeichner / Colorist: Francois Craenhals


Story:
Roland der junge Sohn eines Landadligen dessen Jähzorn und Impulsivität ihn oftmals in Schwierigkeiten bringt. Als der schwarze Prinz sich ein Erbe aneignen will, gerät Roland in die Intrige was ihn letztlich an den Hof König Artus bringt. Schließlich muss er auch noch die Gegend  um Rotteck wieder unter königliche Herrschaft bringen und eine Treibjagd in der Steppe überstehen.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Der erste Band der Gesamtausgabe der klassischen Abenteuerserie Roland Ritter Ungestüm ist eine Neuauflage. Vor einigen Jahren gab es schon mal Hardcoverbände beim selben Verlag, aber nun wird es als neue Edition angekündigt. Erfreulicherweise ist die Nachfrage offenbar so groß, dass sich eine Neuauflage der Gesamtausgabe lohnt. Vor allem fällt hier auch der faire Preis auf. Für drei enthaltene Abenteuer zahlt man 25,00 EUR, also weniger als bei einem möglichen Einzelerwerb und deutlich günstiger als vergleichbare Gesamtausgaben bei anderen Verlagen welche die 30,00 EUR oftmals überschreiten. Negativ fällt aber auf das hier keinerlei redaktionelle Extras vorhanden sind, was äußerst schade ist. Denn man hätte doch gerne etwas mehr über den Schöpfer und die Umstände der Entstehung der Serie erfahren.

Schließlich gibt es so einige Leser welche mit der Serie aufgewachsen sind und bei denen die Carlsen Bände zur Lesesozialisation gehörten. Der Autor dieser Zeilen gehört dazu und als er den Band in die Hand nahm kamen Erinnerungen an die Büchereibesuche der Kindheit vor die Augen. So sind die nostalgischen Gefühle schon mal ein Pluspunkt der aber auch den Blick der Lektüre trüben kann. Sich nach so langer Zeit wieder dem Comic zu nähern macht einen etwas vorsichtig, denn nicht alles was einen als Kind beeindruckte vermag viele Jahre noch zu überzeugen. Und wirkt oftmals etwas peinlich. Gerade Abenteuergeschichten können  sich voller Klischees und Vorurteile entpuppen was einem erst mit mehr Leseerfahrung aufzufallen vermag.

Aber Roland Ritter Ungestüm überrascht dann doch. Auf äußerst positive Weise. Denn die Serie wirkt immer noch sehr frisch. Was vor allem an den dynamischen Zeichnungen liegt die auch heute noch temporeich wirken und gerade die Actionszenen hervorragend gestalten. Zudem überraschen die schon fast psychedelisch zu bezeichnenden Szenen in denen die Wahrnehmung des Helden etwa durch Fieber oder Wahn verzerrt ist. Erfreulich ist auch das der Off-Kommentar nicht die Handlung erdrückt. Gut, heutzutage wird er spärlicher eingesetzt, aber dennoch ist er hier nicht so inflationär wie etwa bei Blake und Mortimer oder Der rote Korsar, andere Helden (nicht nur) der Kindheit.  Zwar gibt es auf der zeichnerischen Ebene durchaus einige Klischees welche so auch aus den fünfziger Jahren hätten stammen können. So sind die Schurken immer schwarzhaarig, unrasiert und wirken schmuddelig bis schmutzig und sind so immer schon von äußeren her als die Bösen erkennbar. Aber gerade in Die Wölfe von Rotteck kann das am Ende sogar etwas täuschen. Aber es gibt schon Tendenzen zur Schwarz-Weiß-Malerei ohne Grautöne in den Charakteren.

Was allerdings nicht den Titelhelden betrifft, denn dessen Jähzorn wird oft erwähnt und ist auch so handlungsrelevant das die Serie es sogar im Titel trägt. Und auch wenn Shylock einen jüdischen Namen trägt und optisch als solcher erkennbar ist, so ist er doch frei von Klischees und es droht nicht in antisemitische Klischees abzudriften. Allerdings sind die Frauenfiguren doch sehr blass und altmodisch, wenn sie denn überhaupt eine Rolle spielen. Aber dieser Entwicklungsroman, denn so kann man die Abenteuer in ihrer Gesamtschau sehen, spielt zwar vor einem idealisierten Mittelalter der historische Epochen durcheinanderwirft und einen mythischen König wie Artus einbaut, aber vor diesem Hintergrund ist doch der Held der eigentlich wichtige. Und der vermag auch nach Jahrzehnten zu überzeugen. Und was erwartet man anderes von einem Klassiker?


Fazit:
Auch heute noch wirken die Erzählungen frisch und dynamisch was nun einen Klassiker ausmacht. Und auch die Klischees halten sich in Grenzen was die Lektüre immer wieder lohnt.


Roland, Ritter Ungestüm 1: Neue Edition  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Roland, Ritter Ungestüm 1: Neue Edition

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25

ISBN 10:
3966582414

ISBN 13:
978-3966582414

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • dynamische Zeichnungen
  • surreale Ausflüge
  • Entwicklungsroman
Negativ aufgefallen
  • mache optischen Klischees
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Rezension vom: 06.02.2021
Kategorie: Roland Ritter Ungestm
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