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Comic-Besprechung - Geschichten aus dem Hellboy Universum 11

Geschichten:
Geschichten aus dem Hellboy Universum 11
Aufstieg der schwarzen Flamme

Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Christopher Mitten, Colorist: Dave Stewart

Abe Sapien: Verlorene Leben und andere Geschichten
Autor: Mike Mignola, Scott Allie, John Arcudi, Zeichner: Michael Avon Oeming, Juan Ferreyra, Kevin Nowlan, Alise Gluskova, Santiago Caruso, Mark Nelson, Colorist: Dave Stewart

Der Besucher: Wie und warum er blieb
Autor: Mike Mignola, Chris Roberson, Zeichner: Paul Grist, Colorist: Bill Crabtree

Lobster Johnson: Der Piratengeist und Metallmonster von Midtown
Autor: Mike Mignola, Johnm Arcudi, Zeichner: Tonci Zonjic, Colorist: Dave Stewart

Story:
Britische Kolonie Burma 1923. Einige Mädchen wurden von dem Kult der schwarzen Flamme entführt. Zwei Polizisten machen sich zusammen mit drei Abenteurern auf den Weg in den Dschungel, um den Kult zu bekämpfen und  vor allem die englischen Mädchen zu befreien. Abe Sapien machte in seinem Leben so einige Veränderungen durch, sowohl physisch als auch psychisch. Er erinnert sich an einige Schlüsselabenteuer. Der Besucher bekommt den Auftrag Hellboy bei dessen Ankunft auf der Erde zu töten. Die Macht dazu hat er als Außerirdischer. Doch er entschliesst sich, den Teufelsjungen zu beobachten und entdeckt im Laufe der Jahre die Menschlichkeit.  Lobster Johnson hingegen bekommt es mit riesenhaften, nahezu unbezwingbaren, Robotern zu tun und einem Geist eines Piratenkapitäns.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Man konnte durchaus gespannt sein, wie der nächste ziegelsteindicke Band der Geschichten aus dem Hellboy-Universum zusammengestellt werden würde. Im letzten wurden schließlich zwei Serien beendet. Gut, die Solo-Serie von Abe Sapien hat nicht sonderlich überzeugt, aber gerade der große Zyklus von B.U.A.P., Hell on Earth, war beendet. Was kommt also jetzt? Der Beginn eines neuen Zyklus?

Das nicht, sondern vier lange, jeweils in sich abgeschlossene Geschichten die sehr unterschiedlich sind von der Einordnung, dem Tonfall und dem erzählerischen Hintergrund. Jede für sich ist eigenständig zu lesen, was auch Gelegenheitslesern sehr zu Gute kommt, da sie sich nicht erst in einen groß angelegten Zyklus einlesen müssen. Andererseits bieten alle Geschichten auch so viele Verweise und Zitate das auch langjährige Fans immer wieder was entdecken und diese Einordnung vornehmen können.

Schon die erste Geschichte, Der Aufstieg der schwarzen Flamme, kann man als Prequel verstehen für einen Schurkencharakter der in der ganzen B.U.A.P. Serie eine zentrale Rolle im Hintergrund spielte und letztlich die Hölle auf Erden herbeiführte. Das ist für diese Geschichte aber egal. Es hängt zwar mit Hellboy und der Behörde zusammen, aber man kann sie auch als eigenständige, typische Abenteuergeschichte vor kolonialem Hintergrund lesen. Im kolonialen Asien führt die Entführung einiger Mädchen dazu, dass ein Krimi in Gang gesetzt wird, denn zwei Polizisten sollen die englischen Mädchen wiederfinden (die Einheimischen zählen nicht). Die Suche führt sie  in den Dschungel mit all seinen Gefahren und sie begegnen in einem alten Tempel einer gefährlichen Sekte. Es liest sich wie eine Mischung aus Tarzan und Kipling, nur eben eingebunden in das Universum von Hellboy und mit Verknüpfungen zu dem Witchfinder Sir Edward Grey.  Ein sehr starker und atmosphärischer Auftakt.

Dem Band mit Abe Sapien begegnet man aufgrund der Schwäche der Solo-Serie etwas skeptisch, aber hier kann er überzeugen. Das US-Tradepaperback, welches hier zur Veröffentlichung kommt, enthält einige Kurzgeschichten die nicht nur einige Abenteuer von Abe Sapien erzählen, sondern auch dessen psychische, emotionale und auch körperliche Entwicklung verdeutlichen. Das ist sehr spannend und gerade für langjährige Fans auch sehr interessant. Aber man kann sie eben auch als klassische Kurzgeschichten mit Verbindung von Horror und Action lesen.

Der Besucher fällt irgendwie aus dem Rahmen. Schließlich greift, laut Nachwort, die ganze Geschichte einige wenige Panels aus dem ersten Hellboy-Band auf und dem „Sieger Wurm. In beiden ist in wenigen Panels ein toter Außerirdischer zu sehen. Aber was es mit ihm auf sich hat, wird erst hier erzählt. Überraschenderweise wird das zu einer Geschichte über Menschlichkeit und Verfall und ist zum Teil sehr bewegend und liefert äußere Perspektiven über Hellboys Abenteuer und Aktivitäten. Besonders in diesem Teil werden Fans viele Hinweise entdecken, aber auch so lohnt sich die Lektüre.

Abgerundet wird der Band durch zwei Abenteuer der Pulp-Hommage Lobster Johnson. Dieser Held der in den 1930er Jahren aktiv wird, ist Mike  Mignolas deutlichste Verbeugung vor seinen Einflüssen und den Inspirationen der Pulp-Magazine. Schließlich hätte Lobster Johnson genauso auch einem dieser Magazine entspringen können. Hier, wie übrigens in dem ganzen Band, treten äußerst interessante Charaktere auf und gerade die Nebenfiguren sind mit viel Liebe gestaltet. Insgesamt gesehen liegt hier ein äußerst lohnenswerter Band vor, der nicht nur Fans dringend ans Herz gelegt wird.


Fazit:
Der dicke Band ist sowohl für Fans empfehlenswert, weil hier viele Verknüpfungen und Verweise hergestellt werden, als auch für Gelegenheitsleser, weil jede Geschichte auch in sich abgeschlossen ist. Abwechslungsreich, spannend, empfehlenswert.


Geschichten aus dem Hellboy Universum 11 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Geschichten aus dem Hellboy Universum 11

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 50

ISBN 10:
3966581140

ISBN 13:
978-3966581141

576 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Abwechslungsreich
  • interessante Figuren
  • Atmosphäre
  • viele Verweise und doch abgeschlossene Storys
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 12.05.2021
Kategorie: Hellboy
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