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Comic-Besprechung - Blake und Mortimer 24

Geschichten:

Der Ruf des Moloch
Text: Jean Dufaux
Zeichnungen: Christian Cailleaux und Étienne Schréder 



Story:

In „Die Septimus-Welle“ wurde die Bedrohung durch dem so genannten „Orpheus“ dank Olriks Opfer vereitelt. Seitdem sitzt der Oberst in einer Nervenheilanstalt. Während Philip Mortimer versucht, seinen alten Widersacher mit der berühmten Formel des Scheichs Abdel Razek („Das Geheimnis der großen Pyramide“) wieder zur Vernunft zu bringen, erfährt er, dass es einen anderen Orpheus gibt. An Bord eines zum Geheimlabor umfunktionierten Frachtschiffes entdeckt Mortimer den seltsamen Piloten dieser Maschine: einen Außerirdischen in Menschengestalt, dem die Wissenschaftler den Namen der biblischen Gottheit "Moloch" gegeben haben. Die Reaktionen dieses Molochs und die Hieroglyphen, die er wie so viele unentzifferbare Botschaften hinterlässt, lassen das Schlimmste befürchten. Wieder einmal ist die britische Hauptstadt in Gefahr. 



Meinung:

Der neue Blake und Mortimer-Band in der Auslage deines Comichändlers ist ein echter Hingucker. Olrik im Kostüm des „Gelben M“. Allein deshalb schon musste ich zugreifen und wieder einmal feststellen, dass die Serie immer noch da steht, wo Jacobs sie verlassen hat. Bevor ich mich aber an die Lektüre des neuen Bandes mache, habe ich „Das gelbe M“ und „Die Septimus-Welle“ noch einmal gelesen.
Das gute vorweg: Auch wenn das Szenario bei „Ruf des Moloch“ chaotisch wirkt, ist der Band als Abschlussband einer Trilogie gelesen durchaus klar. Allerdings ist es insgesamt ein schwaches Szenario, dass sich lediglich durch die Bezüge zu den beiden Vorläufern rettet. Dufaux, für mich eigentlich ein guter Szenarist, hat hier eine grobe Geschichte zusammengeschustert, die dermaßen fadenscheinig und unwahrscheinlich ist, dass ich mich mir beim Lesen mehrfach die Augen reiben musste. Sicher, auch Jacobs hat in seinen Geschichten phantastische Elemente verarbeitet. Aber da wo Jacobs noch versucht eine plausible Erklärung zu finden, was ihm auch meistens gelingt, macht sich Dufaux diese Mühe nicht. Sehr zum Leidwesen der Glaubwürdigkeit und damit auch der Unterhaltung.
Interessant ist dagegen der Ansatz, dass sich Dufaux vor allem auf Olrik konzentriert. So macht er Blake und Mortimer zu einfachen Zuschauern ihrer eigenen Abenteuer. Denn beide Protagonisten haben so gut wie keinen direkten Einfluss auf den Verlauf der Ereignisse.
Ich unterstelle Dufaux also gute Absichten. Dann sind da aber noch die Zeichnungen. Schreder hatte bereits bei „Die Septimus-Welle“ zum Zeichenstift gegriffen. Seine Arbeit überzeugt mich nicht, denn die Charaktere sind schlecht gezeichnet, mit verdrehten Gesichtern und aufgeblasenen Ausdrücken, dass man meinen könnte, man würde schlechte Strips aus den 1930er Jahren sehen. Ihre Perspektiven sind unbeholfen, die Positionen stereotyp. 
Die Charaktere sind manchmal nicht wiederzuerkennen. Die Gesichter sind teilweise sehr schwer zu erkennen und auch die Anatomie scheint in einigen Bewegungen noch lange nicht verstanden zu sein. So sieht Lilly Sing überhaupt nicht aus wie in dem Vorläuferband und Mortimer scheint in statischen Posen eingefroren zu sein – fast schon ein Sinnbild für die Unbeweglichkeit der ganzen Serie, seitdem sie wieder fortgeführt wird.
Es ist schade, dass der Band insgesamt nicht überzeugt, denn er war notwendig, um die Episode der Septimus-Welle abzuschließen. Vielleicht sollte irgendjemand den französischen Verlegern begreiflich machen, dass die Cash-Cow „Blake und Mortimer“ sich selbst zerstört, indem sie Alben von solcher Mittelmäßigkeit produziert. 



Fazit:

Wie schon die anderen Bände der neuen Teams, ist auch der „Ruf des Molochs“ ein Band für Komplettisten, nicht für Leser. Zum Glück erscheinen zeitgleich die wundervollen Bibliothekbände der Serie, mit den alten Geschichten. Der Band wirkt insgesamt auf die Schnelle produziert. Für das neue Gewürge gebe ich vier von zehn Olriks.



Blake und Mortimer 24 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Blake und Mortimer 24

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-551-02344-5

56 Seiten

Positiv aufgefallen
Negativ aufgefallen
  • Fehlende Wiedererkennung
  • Unglaubwürdig
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Bewertung:
5
(1 Stimme)
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Rezension vom: 26.06.2021
Kategorie: Alben
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