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Comic-Besprechung - Eve of Extinction: Tödlicher Regen

Geschichten:

Text: Salvatore A. Simeone, Steve Simeone
Zeichnungen: Nik Virella (Kap. 1 - 4), Isaac Goodhart (Kap. 5 - 6)



Story:

„Eve of Extinction: Tödlicher Regen“ ist die Geschichte von Antonia, ihrer Stiefmutter Elizabeth und ihrer leiblichen Mutter Christine. Es ist eine Coming-of-Age-Geschichte. Und ist es doch nicht. Denn die Teenagerprobleme rücken etwas in den Hintergrund angesichts eines gewaltigen Unwetters über Houston, das einen ganz besonderen Regen mit sich führt. Denn alle Männer, die mit diesem in Berührung kommen, verwandeln sich in blutrünstige Monster: Antonias Vater, ihr Ex-Freund und auch ihr neuer Schwarm. Da haben auch die Vorwürfe an ihre Mutter Christine, von der sie sich immer in Stich gelassen fühlt, kaum noch Bedeutung – es geht ums nackte Überleben.



Meinung:

Ich steh total auf apokalyptische Geschichten. Immer wenn es für unsere moderne Gesellschaft heißt: Adios. Und nur noch Chaos und Auflösung herrscht, beginnen meine Augen zu leuchten. Und was gibt es da nicht alles für Geschichten: Zombies, Vampire, Seuchen, Aliens, eine neue Dimension und und und. Das aber ein Wetterereignis den männlichen teil der Bevölkerung ist blutrünstige Viecher verwandelt ist so dermaßen neu und abgedreht, das ich mich schon gefragt habe, was die beiden Autoren eingeworfen haben. Skurril, ungewöhnlich, einfach herrlich!
„Eve of Extinction“ beginnt mit der komplizierten Familiendynamik zwischen dem Ehepaar Elizabeth und Eddie, ihrer Adoptivtochter Antonia und Antonias leiblicher Mutter, Christine. Ein gewaltiger Hurrikan terrorisiert ihre Gemeinde in Houston, da er jeden Menschen mit nur wenigen Regentropfen in ein mutiertes, groteskes Monster verwandelt. Elizabeth und Christine sind gezwungen, ihre Differenzen beiseite zu schieben und zusammenzuarbeiten, um Antonia zu retten, die am anderen Ende der Stadt in einer Schule eingeschlossen ist.
Was sich von da an entfaltet, ist oft fesselnd und gelegentlich verwirrend, und kratzt wirklich nur an der Oberfläche dessen, was Eve of Extinction abdecken könnte. Denn leider schöpft das Autorenteam die Möglichkeiten ihres abgedrehten Plots nicht aus. Vieles wird nur schnell angedeutet und der Leser erwartet, dass es immer mal wieder in die Tiefe geht, Charaktere mehr ausgeleuchtet werden. Das geschieht leider nicht. 
Sicherlich, ich könnte auch schreiben, dass das Highlight dieses Bandes die sehr unterschiedliche Dynamik zwischen Elizabeth, Christine und Antonia ist, die sich im Laufe der Geschichte auf herzliche Art und Weise entwickelt. Vor allem Christine könnte eine großartige und unkonventionelle Protagonistin sein. Aber leider verharrt die Geschichte in den entscheidenden Phasen wieder. Beispiel: Antonia und Christine haben ein entscheidendes Wortgefecht mitten auf der Flucht. Aber in dieser Situation können die Autoren nicht in die Tiefe gehen. Denn schon stehen überall die Monster um sie herum. Jetzt geht es wieder ums Überleben. 
Die Nebenfiguren sind ebenfalls unterentwickelt. Antonias Freunde sind im Grunde austauschbar. Die Farbgebung in einigen Sequenzen könnte daran schuld sein, da es Momente gibt, in denen einige der Mädchen nur winzige Unterschiede in Haarfarbe und Outfit aufweisen. Und Jane und Abby, ein Schwesternpaar, auf das Elizabeth und Christine treffen, sind oft mit hölzernen Dialogen festgefahren, was ihre sporadischen Auftritte in der Serie ein wenig frustrierend macht.
Dazu kommen dann auch noch die eher statischen Zeichnungen. Einen durchaus interessanten Plot einer apokalyptischen Geschichte wünsche ich mir in undurchsichtigen Bildern. Die „Eve of Extiction“-Panels sind zu klar. Da bleibt kaum Spielraum für die eigene Phantasie.



Fazit:

„Eve of Extiction“ ist vom Ansatz her ein sehr guter Comic. Leider bleiben viele schöne Ideen im Keim stecken oder kratzen nur an der Oberfläche. Ich gebe fünf von zehn Monster.



Eve of Extinction: Tödlicher Regen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Eve of Extinction: Tödlicher Regen

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Panini

Preis:
€ 27

ISBN 13:
978-3-7416-2159-8

Positiv aufgefallen
  • Abgedrehte Ideen
Negativ aufgefallen
  • Zu plakative Zeichnungen
  • Oberflächlich
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Rezension vom: 29.07.2021
Kategorie: Alben
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