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Comic-Besprechung - Die Bestie – Teil 1

Geschichten:

Text: Zidrou
Zeichnungen: Frank Pe



Story:

Ein Marsupilami, das mitten in Palumbien von Chahutas-Indianern gefangen und an Händler exotischer Tiere verkauft wurde, kommt in den 1950er Jahren im Hafen von Antwerpen an. Ihm gelingt die Flucht und er kommt in einem Vorort von Brüssel an, wo er von François aufgenommen wird, einem tierlieben Jungen, dessen Alltag alles andere als einfach ist. Ein Junge, der unermüdlich alle gefiederten oder pelzigen Kreaturen nach Hause bringt, die leiden, verletzt oder zu alt sind, um geschlachtet zu werden. Sein voller Name ist François Van Den Bosche. Seine Mitschüler nennen ihn Van le Boche weil seine Mutter gegen Ende des Krieges einen deutschen Soldaten geliebt hatte.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Was für ein Band. Ich glaube, ich bin Marsupilami-Fan, seit ich den Band „Das Nest im Urwald“ das erste Mal gelesen habe. Pé und Zidrou zeigen uns ein Marsupilami, wie wir es noch nie gesehen haben! Vorbei ist es mit dem süßen und lustigen, leicht tapsigen Tier, das mich einst zum Lachen gebracht hat! 
Beim Betrachten des Titelbildes war ich zunächst sehr skeptisch: Ist es möglich, ein Marsupilami realistisch zu gestalten? Und welches Szenario sollte man mit diesem mythischen Tier entwickeln? Nach einer Lektüre und einer direkt folgenden zweiten, aufmerksamen Lektüre bin ich überwältigt. Vor allem die Zeichnungen sind wunderschön und geben die Atmosphäre der Geschichte perfekt wieder. Das Szenario ist überzeugend, düster und mitreißend. Es ist ein großartiges Werk, berührend, bewegend und aktuell. Aktuell? Aber ja, denn Themen wie Tierhandel, Mobbing und Ausgrenzung werden erschreckend realistisch aufgenommen. 
Obwohl das Album ein verstörendes Cover hat und trotz der eher düsterer Zeichnungen richtet sich der Band an ein junges Publikum. Natürlich sind der Ton und die Herangehensweise der Autoren, die mit den ersten Spirou-Büchern die Comics für sich entdeckt haben und sich nostalgisch an gleichaltrige Leser wenden, nach wie vor "jugendlich", und die Behandlung so schwieriger Themen wie Mobbing in der Schule oder die Andersartigkeit von Ausländern ist für junge Leser nie offensichtlich.
Das Marsupilami von Frank Pé und Zidrou beginnt mit einer sehr gelungenen und gotischen Sequenz des Auftauchens der „Bestie“ – wie in einem guten Horrorthriller. Dann finden wir uns im Haus des kleinen François, mit richtigem Namen Franz, wieder, dessen Mutter als Fischhändlerin überlebt, indem sie wegen ihrer Vergangenheit mit einem deutschen Soldaten, dem Vater des Jungen, die Stacheln der Einwohner erträgt. Zidrou versteht es, seine Szenen zu inszenieren und die Atmosphäre mit Witzen aufzulockern, was eine ganz besondere Atmosphäre schafft – eine tragikomische Atmosphäre.
Auch Frank Pé gelingt es meisterhaft, eine Geschichte mit absolut perfekter Atmosphäre zu liefern. Es ist atemberaubend. Ob wir uns in den regnerischen und nächtlichen Straßen Brüssels befinden oder im warmen, beruhigenden und gemütlichen Haus von François, die Atmosphären sind dank einer stets beherrschten Grafik sofort erkennbar. Die Mimik der Tiere ist zum Sterben schön, während François gequältes und geschlagenes Gesicht uns fast die Tränen in die Augen treibt. Gefallen hat mir auch, dass der Band den wundervollen Zeichnungen dene entsprechenden Raum gibt. Mit 24 x 28 cm ein ungewöhnliches aber nicht minder notwendiges Format.



Fazit:

Ein Comic, in das man hineinfällt. Dafür sorgen alleine schon die Zeichnungen und die Atmosphäre von Frank Pé. Ich gebe neun von zehn langen gelben Schwänzen.



Die Bestie – Teil 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Bestie – Teil 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 25

ISBN 13:
978-3-551-78510-7

156 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Aufmachung
  • Plot
  • Artwork
Negativ aufgefallen
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Bewertung:
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Rezension vom: 01.09.2021
Kategorie: Alben
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